Chef der Heeresmuseen (Bestand)
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BArch RH 62
call number: RH 62
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Weitere nachgeordnete Einrichtungen
1942-1945
Bestandsbeschreibung: Die Diskussion um eine neue Zielsetzung für Heeresmuseen, die infolge des Versailler Vertrages mehr von kunsthistorischen Konzeptionen geprägt waren, ferner aus dem Verband des Heeres ausgegliedert und den Kultus- oder Erziehungs- und Bildungsministerien der Länder unterstellt worden waren, setzte Mitte der 30-er Jahre ein und wurde mit den institutionellen Veränderungen 1939/1940 beendet. Reine Heldengedenkstätten, Waffen- und Uniformschauen im Stile alter Zeughäuser wurden abgelöst durch die Idee von der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Gegenstandes des Krieges und seiner Darstellung, einschließlich seines gesellschaftlichen Umfeldes und des Gegners. Auch weiterhin sollten die Heeresmuseen Orte für die wehrgeistige Erziehung des Volkes Sowie "Hüter und Pfleger der kriegerischen Überlieferung und des soldatischen Geistes" (W. Halweg) sein; als Bildungs-und Lehranstalt sollten sie aktiv in den Dienst des allgemeinen Aufbaus der Wehrmacht gestellt werden. Mit dieser Zielsetzung wurden zahlreiche neue Ausstellungen entworfen und noch während des Krieges den aktuellen Begebenheiten angepasst. Eine verbindliche Arbeitsanweisung für den Chef des Heeresmuseen ist nicht erlassen worden. Nach dem Aufbau der Dienstelle und der Regelung diverser organisatorischer Fragen, lag das eigentliche Betätigungsfeld vor allem in beratenden und koordinierenden Aktivitäten. Mit Kriegsbeginn zählte auch die Aufteilung von militärischen Beutestücken auf alle Museen zu den Aufgaben des Chefs der Heeresmuseen.
Mit dem Anschluss Österreichs 1938 war das Heeresmuseum Wien, das im Gegensatz zu den deutschen Heeresmuseen dem österreichischen Bundesheer unterstellt geblieben war, in den Besitz des Heeres übergegangen und wurde der neuen Dienststelle Chef der Heeresmuseen unterstellt. Ab Ende 1939 unterstanden ihm ferner das Berliner Zeughaus, das Bayerische Armeemuseum in München und das Sächsische Armeemuseum in Dresden. Hinzu kamen in den ersten Kriegsjahren die Heeresmuseen in Prag, Straßburg, Metz und Lötzen. Die Dienststelle war als nachgeordnete Dienststelle des OKH dem Allgemeinen Heeresamt zugeteilt und hatte ihren Dienstsitz in Berlin.
Die Position des Chefs der Heeresmuseen nahm zu Beginn General der Infanterie Friedrich Roese eint. Da dieser mit Kriegsbeginn temporär auch anderen Verwendungen zugeführt wurde, vertrat ihn in Abwesenheitszeiten der Leiter des Berliner Zeughauses, Konteradmiral Hermann Lorey.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält hauptsächlich Archivgut des Heeresmuseums Königsberg und besteht v. a. aus die Bausubstanz betreffende Sachakten (ca. 30 Bände) und rund 70 Zeichnungen von Teilen der Festung Königsberg (19. Jahrhundert). Vom Heeresmuseum Straßburg liegen acht Sachakten vor.
Erschließungszustand: Findbuch, Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 114 AE
Zitierweise: BArch RH 62/...
Mit dem Anschluss Österreichs 1938 war das Heeresmuseum Wien, das im Gegensatz zu den deutschen Heeresmuseen dem österreichischen Bundesheer unterstellt geblieben war, in den Besitz des Heeres übergegangen und wurde der neuen Dienststelle Chef der Heeresmuseen unterstellt. Ab Ende 1939 unterstanden ihm ferner das Berliner Zeughaus, das Bayerische Armeemuseum in München und das Sächsische Armeemuseum in Dresden. Hinzu kamen in den ersten Kriegsjahren die Heeresmuseen in Prag, Straßburg, Metz und Lötzen. Die Dienststelle war als nachgeordnete Dienststelle des OKH dem Allgemeinen Heeresamt zugeteilt und hatte ihren Dienstsitz in Berlin.
Die Position des Chefs der Heeresmuseen nahm zu Beginn General der Infanterie Friedrich Roese eint. Da dieser mit Kriegsbeginn temporär auch anderen Verwendungen zugeführt wurde, vertrat ihn in Abwesenheitszeiten der Leiter des Berliner Zeughauses, Konteradmiral Hermann Lorey.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand enthält hauptsächlich Archivgut des Heeresmuseums Königsberg und besteht v. a. aus die Bausubstanz betreffende Sachakten (ca. 30 Bände) und rund 70 Zeichnungen von Teilen der Festung Königsberg (19. Jahrhundert). Vom Heeresmuseum Straßburg liegen acht Sachakten vor.
Erschließungszustand: Findbuch, Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 114 AE
Zitierweise: BArch RH 62/...
Chef der Heeresmuseen, 1942-1945
182 Aufbewahrungseinheiten; 1,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsches Historisches Museum: Zeughaus Akten (Rep. Z 243 ff)
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RH 15 Allg. Heeresamt
Literatur: Hahlweg, Werner: Die Heeresmuseen. Wesen und Aufgabe. In: Museumskunde. Band 7/1935, S. 59-71.
Müller, Heinrich: Das Berliner Zeughaus. Vom Arsenal zum Museum. Berlin 1994
Post, Paul: Das Zeughaus. Kurzer Gesamtführer. Berlin 1936 ff
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RH 15 Allg. Heeresamt
Literatur: Hahlweg, Werner: Die Heeresmuseen. Wesen und Aufgabe. In: Museumskunde. Band 7/1935, S. 59-71.
Müller, Heinrich: Das Berliner Zeughaus. Vom Arsenal zum Museum. Berlin 1994
Post, Paul: Das Zeughaus. Kurzer Gesamtführer. Berlin 1936 ff
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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