Niedersächsisches Landesamt für Statistik (Bestand)
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NLA HA, Nds. 112
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.13 Land Niedersachsen >> 1.13.2 Inneres >> 1.13.2.1 Allgemeine Verwaltung >> 1.13.2.1.2 Obere Landesbehörden
1900-2016
Enthält: Verwaltungsstatistik, Finanzen, Steuern, Industrie, Wirtschaft, Handel, Gewerbe, Handwerk, Forst- und Landwirtschaft, Soziales, Bau- und Wohnungswesen, Verkehr, Kultur, Schule, Fischerei, Gesundheitswesen, Energierwirtschaft, Beölkerungsstatistik, Volkszählung vom 13. September 1950
Geschichte des Bestandsbildners: 1. Geschichte des Landesamts
Das Niedersächsische Landesamt für Statistik wurde 1991 errichtet. Zuvor wurden die Aufgaben von der Abteilung Statistik des Landesverwaltungsamtes bzw. (bis 1958) des Innenministeriums wahrgenommen. Zum 1. Januar 2008 wurde das Landesamt aufgelöst, als es mit dem Informatikzentrum Niedersachsen (izn) zum Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) fusionierte. Nach dem Regierungswechsel 2013 beschloss die neue Landesregierung am 25. Juni 2013 (siehe Nds.MBl. Nr.11/2014 S. 242), den Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen wieder aufzulösen und stattdessen erneut ein Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit Dienstsitz Hannover und einen Landesbetrieb IT.Niedersachsen einzurichten. Ziel war es, mit der Schaffung einer eigenständigen Behörde die Bedeutung und Unabhängigkeit von Statistiken zu stärken.
Die von einem Präsidenten geleitete Obere Landesbehörde, die der Fach- und Dienstaufsicht des Ministeriums für Inneres und Sport untersteht, gliedert sich derzeit (Organisationsplan vom 1. Mai 2015) in vier Abteilungen mit 19 Dezernaten:
- Abt. 1: Personal, Finanzen, zentrale Dienste, IT und Öffentlichkeitsarbeit;
- Abt. 2: Bevölkerung, Umwelt, übergreifende Analysen;
- Abt. 3: Wirtschaft;
- Abt. 4: Öffentlicher Sektor, Landwirtschaft.
Die zentrale Aufgabe des Landesamtes als Statistikbehörde des Landes Niedersachsen ist die Erhebung von Statistiken aus unterschiedlichen Bereichen und deren weitgehend kostenfreie Bereitstellung für die Öffentlichkeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.
Stand: Mai 2015
Geschichte des Bestandsbildners: 2. Die Volkszählung von 1950
Die Volkszählung vom 13. September 1950 hat nicht nur in Niedersachsen, sondern in der gesamten Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus in einer großen Zahl von Staaten der Erde stattgefunden. Sie gibt für die Bundesrepublik Deutschland Auskunft über den Stand und die Gliederung der Bevölkerung, nachdem die kriegsbedingten Veränderungen zu einem gewissen Abschluss gekommen waren, zugleich spiegelt sie den Wiederaufbau der Wirtschaft in den ersten fünf Nachkriegsjahren wider.
Die gesetzliche Grundlage für die Zählung war das "Gesetz über eine Zählung der Bevölkerung, Gebäude, Wohnungen, nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten und landwirtschaftlichen Kleinbetrieben im Jahre 1950 (Volkszählungsgesetz 1950)" vom 27. Juli 1950. Die Zählung gliederte sich in: Volks - und Berufszählung, Gebäude - und Wohnungszählung, Zählung der nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten, Zählung der landwirtschaftlichen Kleinbetriebe unter 0,6 Hektar.
Die Durchführung der Zählung lag bei den Gemeinden, die zu diesem Zwecke das Gemeindegebiet in Zählbezirke einteilten. Ein Zählbezirk sollte durchschnittlich 25 - 30 Haushaltungen oder nicht mehr als 100 Einwohner umfassen. Unter diesen Voraussetzungen mussten für Niedersachsen rund 65 000 Zählbezirke gebildet werden. Die Zähltätigkeit vollzogen ehrenamtlich tätige Zähler, die in Zählerversammlungen auf ihre Tätigkeit vorbereitet wurden und denen man Arbeitshilfen in Form einer gedruckten "Anweisung für die Zähler" und eines "Schlagwortverzeichnisses" gab.
Stand: Juni 1981
Bestandsgeschichte: Im Jahre 1962 übergab das Niedersächsische Landesverwaltungsamt - Statistik - die Volkszählungsunterlagen für das ganze Land Niedersachsen dem Hauptstaatsarchiv. Die Unterlagen lagerten zunächst im Bunker am Sahlkamp, ehe sie im Jahre 1972 im neuerbauten Magazin des Hauptstaatsarchiv in Pattensen Aufnahme fanden. Durch diesen Umzug und die unzureichende Lagerungsmöglichkeit im Bunker am Sahlkamp ist die Ordnung der Akten erheblich in Unordnung geraten. Lediglich die einzelnen Regierungs- bzw. Verwaltungsbezirke sind als grobe Gliederung des Bestandes erhalten geblieben. Die Gliederung nach Kreisen und innerhalb der Kreise nach den Ortschaften (alphabetisch) und dort wiederum nach den Zählbezirken muss mühsam wiederhergestellt werden.
Im Jahre 1979 bot sich dem Hauptstaatsarchiv im Zuge der bundesweit durchgeführten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) die Möglichkeit, die Ordnung dieses Bestandes in Angriff zu nehmen. Im Mai diesen Jahres nahmen drei Arbeitskräfte die Ordnungsarbeiten an diesem Bestande auf. Die Arbeit begann beim Regierungsbezirk Hannover mit den beiden Städten Hameln und Hannover, danach bei den Kreisen dieses Regierungsbezirks. Die Arbeit soll in der Weise weitergeführt werden, dass zunächst die Regierungsbezirke des Sprengels des Hauptstaatsarchiv verzeichnet werden (Regierungsbezirk Hildesheim und Regierungsbezirk Lüneburg), danach die übrigen Regierungs- bzw. Verwaltungsbezirke. Die Ordnungsarbeit und die Reinschrift des Findbuchs gedieh in der Zeit vor Mai 1979 bis Mai 1980 bis zum Regierungsbezirk Stade, Stadt Cuxhaven, Zählbezirk 52 (Seite 2306); verzeichnet wurden in diesem Zeitraum darüber hinaus die Zählungslisten sogar bis einschließlich Landkreis Leer.
Bestandsgeschichte: Eine zweite Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vom Mai 1981 bis Mai 1982 ermöglichte unter anderem die Ordnung und Findbucherstellung aller sechs ehemaligen Regierungsbezirke. Nicht geordnet und findbuchmäßig erfasst sind jetzt noch die beiden ehemaligen Verwaltungsbezirke Braunschweig und Oldenburg.
Stand: Juni 1981
Aus der Acc. 12/73 sind im Jahre 1988 die im Band 14 verzeichneten Zählbezirksberichte und Gemeindebogen zur Volkszählung von 1950 übernommen worden.
Das Findbuch Nds. 112 Nr. 1-61335 wurde im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfg.de/lis) digitalisiert.
Stand: Mai 2010
In den vorliegenden Bestand Nds. 112 sind bislang 28 Ablieferungen des Niedersächsischen Landesamts für Statistik eingegangen.
Stand: August 2020
Findmittel: EDV-Findbuch (2020)
Bearbeiter: Peter Bardehle (1981)
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2015)
Geschichte des Bestandsbildners: 1. Geschichte des Landesamts
Das Niedersächsische Landesamt für Statistik wurde 1991 errichtet. Zuvor wurden die Aufgaben von der Abteilung Statistik des Landesverwaltungsamtes bzw. (bis 1958) des Innenministeriums wahrgenommen. Zum 1. Januar 2008 wurde das Landesamt aufgelöst, als es mit dem Informatikzentrum Niedersachsen (izn) zum Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) fusionierte. Nach dem Regierungswechsel 2013 beschloss die neue Landesregierung am 25. Juni 2013 (siehe Nds.MBl. Nr.11/2014 S. 242), den Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen wieder aufzulösen und stattdessen erneut ein Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit Dienstsitz Hannover und einen Landesbetrieb IT.Niedersachsen einzurichten. Ziel war es, mit der Schaffung einer eigenständigen Behörde die Bedeutung und Unabhängigkeit von Statistiken zu stärken.
Die von einem Präsidenten geleitete Obere Landesbehörde, die der Fach- und Dienstaufsicht des Ministeriums für Inneres und Sport untersteht, gliedert sich derzeit (Organisationsplan vom 1. Mai 2015) in vier Abteilungen mit 19 Dezernaten:
- Abt. 1: Personal, Finanzen, zentrale Dienste, IT und Öffentlichkeitsarbeit;
- Abt. 2: Bevölkerung, Umwelt, übergreifende Analysen;
- Abt. 3: Wirtschaft;
- Abt. 4: Öffentlicher Sektor, Landwirtschaft.
Die zentrale Aufgabe des Landesamtes als Statistikbehörde des Landes Niedersachsen ist die Erhebung von Statistiken aus unterschiedlichen Bereichen und deren weitgehend kostenfreie Bereitstellung für die Öffentlichkeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.
Stand: Mai 2015
Geschichte des Bestandsbildners: 2. Die Volkszählung von 1950
Die Volkszählung vom 13. September 1950 hat nicht nur in Niedersachsen, sondern in der gesamten Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus in einer großen Zahl von Staaten der Erde stattgefunden. Sie gibt für die Bundesrepublik Deutschland Auskunft über den Stand und die Gliederung der Bevölkerung, nachdem die kriegsbedingten Veränderungen zu einem gewissen Abschluss gekommen waren, zugleich spiegelt sie den Wiederaufbau der Wirtschaft in den ersten fünf Nachkriegsjahren wider.
Die gesetzliche Grundlage für die Zählung war das "Gesetz über eine Zählung der Bevölkerung, Gebäude, Wohnungen, nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten und landwirtschaftlichen Kleinbetrieben im Jahre 1950 (Volkszählungsgesetz 1950)" vom 27. Juli 1950. Die Zählung gliederte sich in: Volks - und Berufszählung, Gebäude - und Wohnungszählung, Zählung der nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten, Zählung der landwirtschaftlichen Kleinbetriebe unter 0,6 Hektar.
Die Durchführung der Zählung lag bei den Gemeinden, die zu diesem Zwecke das Gemeindegebiet in Zählbezirke einteilten. Ein Zählbezirk sollte durchschnittlich 25 - 30 Haushaltungen oder nicht mehr als 100 Einwohner umfassen. Unter diesen Voraussetzungen mussten für Niedersachsen rund 65 000 Zählbezirke gebildet werden. Die Zähltätigkeit vollzogen ehrenamtlich tätige Zähler, die in Zählerversammlungen auf ihre Tätigkeit vorbereitet wurden und denen man Arbeitshilfen in Form einer gedruckten "Anweisung für die Zähler" und eines "Schlagwortverzeichnisses" gab.
Stand: Juni 1981
Bestandsgeschichte: Im Jahre 1962 übergab das Niedersächsische Landesverwaltungsamt - Statistik - die Volkszählungsunterlagen für das ganze Land Niedersachsen dem Hauptstaatsarchiv. Die Unterlagen lagerten zunächst im Bunker am Sahlkamp, ehe sie im Jahre 1972 im neuerbauten Magazin des Hauptstaatsarchiv in Pattensen Aufnahme fanden. Durch diesen Umzug und die unzureichende Lagerungsmöglichkeit im Bunker am Sahlkamp ist die Ordnung der Akten erheblich in Unordnung geraten. Lediglich die einzelnen Regierungs- bzw. Verwaltungsbezirke sind als grobe Gliederung des Bestandes erhalten geblieben. Die Gliederung nach Kreisen und innerhalb der Kreise nach den Ortschaften (alphabetisch) und dort wiederum nach den Zählbezirken muss mühsam wiederhergestellt werden.
Im Jahre 1979 bot sich dem Hauptstaatsarchiv im Zuge der bundesweit durchgeführten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) die Möglichkeit, die Ordnung dieses Bestandes in Angriff zu nehmen. Im Mai diesen Jahres nahmen drei Arbeitskräfte die Ordnungsarbeiten an diesem Bestande auf. Die Arbeit begann beim Regierungsbezirk Hannover mit den beiden Städten Hameln und Hannover, danach bei den Kreisen dieses Regierungsbezirks. Die Arbeit soll in der Weise weitergeführt werden, dass zunächst die Regierungsbezirke des Sprengels des Hauptstaatsarchiv verzeichnet werden (Regierungsbezirk Hildesheim und Regierungsbezirk Lüneburg), danach die übrigen Regierungs- bzw. Verwaltungsbezirke. Die Ordnungsarbeit und die Reinschrift des Findbuchs gedieh in der Zeit vor Mai 1979 bis Mai 1980 bis zum Regierungsbezirk Stade, Stadt Cuxhaven, Zählbezirk 52 (Seite 2306); verzeichnet wurden in diesem Zeitraum darüber hinaus die Zählungslisten sogar bis einschließlich Landkreis Leer.
Bestandsgeschichte: Eine zweite Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vom Mai 1981 bis Mai 1982 ermöglichte unter anderem die Ordnung und Findbucherstellung aller sechs ehemaligen Regierungsbezirke. Nicht geordnet und findbuchmäßig erfasst sind jetzt noch die beiden ehemaligen Verwaltungsbezirke Braunschweig und Oldenburg.
Stand: Juni 1981
Aus der Acc. 12/73 sind im Jahre 1988 die im Band 14 verzeichneten Zählbezirksberichte und Gemeindebogen zur Volkszählung von 1950 übernommen worden.
Das Findbuch Nds. 112 Nr. 1-61335 wurde im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfg.de/lis) digitalisiert.
Stand: Mai 2010
In den vorliegenden Bestand Nds. 112 sind bislang 28 Ablieferungen des Niedersächsischen Landesamts für Statistik eingegangen.
Stand: August 2020
Findmittel: EDV-Findbuch (2020)
Bearbeiter: Peter Bardehle (1981)
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2015)
1462,7
Bestand
Literatur: Die Ergebnisse der Volkszählung sind für Niedersachsen in 2 Bänden veröffentlicht unter dem Titel: Volkszählung 1950 - A. Textteil, B. Tabellenteil, herausgegeben vom Niedersächsischen Amt für Landesplanung und Statistik, Hannover 1953/1955
Literatur: Homepage des Nds. Landesamts für Statistik (http://www.statistik.niedersachsen.de/ )
Literatur: Homepage des Nds. Landesamts für Statistik (http://www.statistik.niedersachsen.de/ )
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST
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- 1.13.2.1 Allgemeine Verwaltung (Archival tectonics)
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