Gespräch mit dem evangelischen Pfarrer Hans Eckle
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 D931024/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993 >> Juni
6. Juni 1993
ECKLE: Über seine Erlebnisse von der Schlacht um Stalingrad während des Zweiten Weltkrieges. Am 12.08.1943 näherte sich seine Einheit einer zum größten Teil zerstörten Stadt. Es bestand die Hoffnung, die Stadt zu erobern. Die Kälte war nur schwer zu ertragen. Viele Soldaten waren an Ruhr erkrankt. Ende November 1943 wurde er, aufgrund seiner Erkrankung an Ruhr und einer schweren Verwundung, aus Stalingrad mit einem Güterzug heraustransportiert. Er hat während seiner Soldatenzeit im Zweiten Weltkrieg vom 08.06.1940 bis zum 20.05.1945 sechs Tagebücher geschrieben und viele Fotos gemacht. Über jeden Tag hat er Tagebuch geführt. Alle seine Filme, die er aufgenommen hat, sind gut zu Hause angekommen. Zum ersten Mal hat er im März und April 1943 Vorträge mit seinen Farblichtbildern über seine Soldatenzeit gehalten. Er wurde nach seinem dritten Vortrag von der Gestapo verhaftet. Es wurde ihm Verächtlichmachung der Wehrmacht und Zersetzung der Wehrkraft des deutschen Volkes vorgeworfen. Ist bei der Verhandlung vor dem Kriegsgericht in Konstanz freigesprochen worden. Hat nicht das Bedürfnis, noch mal nach Stalingrad zu fahren. Hat nach dem Zweiten Weltkrieg viele Reisen mit seinem Gemeindemitgliedern unternommen. Hält heute Vorträge unter dem Motto "Vom Schwabenland ins Heilige Land". Hat den Glauben an Gott nie verloren.
0:41:55; 0'41
Audio-Visuelle Medien
Eckle, Hans; Pfarrer, 1908-XXXX
Stalingrad = Wolgograd [RU]
Zillhausen : Balingen BL
Kirche; Evangelische Landeskirche; Pfarrer
Lebenserinnerungen
Tagebuch
Zweiter Weltkrieg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ