Der Prior Ulrich Kollin und der Konvent des Dominikanerklosters ("des gotzhawß der Prediger") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] bekennen, dass die Vettern Jakob und Ulrich Fugger von Augsburg einen Jahrtag für ihren verstorbenen Vetter bzw. Bruder Johann Fugger in ihrem Kloster gestiftet und ihnen dafür 30 rheinische Gulden übergeben haben. Sie verpflichten sich daher, den Jahrtag nach den Wünschen der Stifter feierlich zu begehen und ihn von dem Kaplan der Ehingerpfründe in ihrem Kloster, derzeit ist dies Johann Otto von Nördlingen, zusammen mit acht weiteren Priestern ausrichten zu lassen. Der Kaplan hat dabei den Priestern die festgelegten Präsenzen zu geben und außerdem an dem Jahrtag noch verschiedene Almosen auszuteilen. Dafür haben ihm die Vettern Fugger 30 rheinischen Gulden für seine Pfründe übergeben. Versäumen die Dominikaner den Jahrtag, dann haben sie als Strafe dem Kaplan 1 Gulden zu bezahlen und 1 weiteren Gulden an den Opferstock für die Bedürftigen im Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] zu entrichten.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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