Johan Drabod, Ritter, und H[er]man Seman von Königheim (Kennekeim), Edelknecht, urteilen als Mehrteil der Schiedsrichter -außer ihnen war noch Cuntz Kresse, Vogt zu Hohenburg, gewählt (vgl. StAWt-G Rep. 18 Lade XXV Nr. 35, 20. April 1370)- zwischen den Edlen Heinrich von Reinstein, gesessen zu Hohenburg, Yring von Reinstein, des verstorbenen Ritters Heinrich von Reinstein Sohn, Dietz von Tüngden als Vormund von Heintz und Fritz, des verstorben Heinrich von Reinstein minderjährigen Kindern, und von Otto, Sohn des verstorbenen Yring von Reinstein, und ihren Miterben einerseits und Prior und Konvent der Kartause Grünau (zü der Nüwenzelle bie Grunach) und der Gemeinde Schollbru[n]nerb[er]g, der an die Reinstein'schen Mühlen zu d[er] Lomülen und die Zwieselmühle (zü d[er] Zwiseln) anstößt, bezw. wegen der Rechte der Mühlenbewohner auf Bau- und Brennholz aus dem Wald, und wegen des Wörtes d[er] Holtzwert unterhalb der Lomül im Bache Haslach. Die Wahl der Schiedsrichter erfolgte vor Bischof Albrechte zu Würzburg und dem Schirmherrn des Klosters, Grafen Eberhart zu Wertheim. Das Urteil wird gesprochen aufgrund von Kundschaften in den Mühlen und dem nahen Dorfe Michelrieth. Der Holzwert wird den Reinstein zugesprochen. Die Herren von Reinstein und ihre Untertanen in den beiden Mühlen erhalten 42 Morgen Wald, zwischen den beiden Mühlen vermessen und abgesteint, zu freier Verfügung. Dieses Stück bleibt Eigentum der Familie auch bei Abgang der Mühlen. Der Rest des Waldes gehört mit allen Rechten dem Kloster.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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