Johannes von Soest, Doktor der Arznei, verkauft Kurfürst Philipp von der Pfalz seine Behausung [zu Heidelberg] mit anhängendem Häuslein und dem Garten dahinter zwischen Burgweg, Eselweg, Zwerchgasse und Gussgraben, der ihn von Hans Schreiners Garten trennt. Verkauft wird auch alles Zugehörde mitsamt dem Brunnen und dazugehöriger Gerechtigkeit. Dies alles geschah für 300 Gulden, die bezahlt wurden. Der Besitz ist unbeschwert bis auf einige Zinsen von dem kleinen Häuslein mit der Badstube, die an den Jakobsaltar, den Pfalzgrafen, den Pfarrer zu Heidelberg, das Spital zu St. Peter und die Marienbruderschaft entrichtet werden und insgesamt 2 Pfund Heller, 4 Schilling und 8 Heller betragen. Die Aus- und Einsetzung erfolgte vor den Bürgermeistern zu Heidelberg mit Wissen und Einwilligung der Verwandten von Johannes' erster Ehefrau Margarete (+) als Vertreter der Kinder aus dieser Ehe. Als Vertreter agieren Ludwig Moler und Niklaus Nievergalt. Als Kinder werden Damasius, Pallas, Margarete, Philippa, Steffaneia und Sebia genannt. Auf Bitten Johannes', Ludwigs und Niklaus' siegeln die Bürgermeister der Stadt Heidelberg, Jorg Deschenmecher und Hans Wygolt, mit dem Stadtsiegel.

Show full title
Landesarchiv Baden-Württemberg
Data provider's object view
Loading...