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2/1b [fol. 90]: 1534 Februar 8 (Senatsprotokoll)
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Akademischer Senat (I), Protokolle >> Acta Senatus, Bd. 1b
Enthält: 1.) Verbot des Herumgehens mit Masken; Anweisung an die Stadtvögte, Maskierte aufzugreifen und in den Karzer zu legen. Abordung von Dekan Jakob Kalt und Petrus Neser zur Bekanntmachung [des Erlasses] samt Bericht der Antwort nach der Rückkehr. Anwesenheit des Unter-, aber nicht des Obervogts: Vertagung der Entscheidung auf morgen. [UAT 2/1b, Bl. 90]; 2.) Supplik von Johannes Kaiss und Valentin Kramer um Getreidealmosen für die Armen: Ausrichtung nach dem Beispiel des Collegiums. [UAT 2/1b, Bl. 90]; 3.) Übertragung von Gemeinaufgaben durch den Propst an den Pfarrer von Dagersheim: Verhandlung darüber mit den Deputati und dem Rektor. [UAT 2/1b, Bl. 90]; 4.) Supplik des Obervogts, daß der Kaplan Messen in der Burg ("in arce") lese: Vertagung der Entscheidung. (Johannes) [UAT 2/1b, Bl. 90']; 5.) Ableistung seiner festgelegten Strafe durch Johann Kagenecker (?) bei Strafe des Ausschlusses. [UAT 2/1b, Bl. 90']; 6.) Supplik des Dr. Rudolf Unger (Anm. 1) um Vermietung eines der Häuser des Collegiums an ihn, um mehr Zeit für die Vorlesung zu haben: Anhörung der Deputierten. [UAT 2/1b, Bl. 90']; 7.) Supplik des Astronomen Philipp Imser (Anm. 2) um Freistellung vom Studium (?) wie die höheren Fakultäten und wie Mag. Johann Stoflerus (Anm. 3); 8.) Supplik des Prof. hebr. Wilhelm Ulius (Anm. 4) um Weiteranstellung und um Erhöhung seines Gehalts: Entscheid über die beiden letzten Anträge [7) und 8)] am 26. Februar. [UAT 2/1b, Bl. 91]; Anm. 1: MUT 7, 9. Anm. 2: MUT 87,14. Anm. 3: MUT 58,18. Anm. 4: MUT 94,1.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.