Meisterin und Konvent des Kl. Gorheim leihen dem ehrbaren, bescheidenen Joseph Carl Knisel zu Ennetach auf Lebenszeit einen Meierhof daselbst, den vorher Georg Jacob Luib innehatte und der ein Haus, eine Scheuer mit einem Anbau, ein Krautgärtlein und einen größeren Krautgarten an dem Anbau, einen Baumgarten und einen weiteren Garten sowie Acker und Wiesen umfaßt [als Extrakt aus der letztergangenen Renovation mit Größenangaben im einzelnen aufgeführt]. Der Empfänger muß den Hof selbst innehaben und jährlich gen. Geld- und Naturalabgaben in Scheerer Maß entrichten sowie eine Weinfuhre von Sipplingen in das Kl. von 18 Eimern leisten; der Konvent gibt ihm dafür 1 Viertel Haber, 15 Kr. und ein Essen. Für ausstehende Gülten haftet Knisel mit allem fahrenden und liegenden Vermögen. Heu, Stroh und Prietz darf er aus dem Hof nicht verkaufen. Bei Verstoß tritt Heimfall zur freien Verfügung ein.
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Meisterin und Konvent des Kl. Gorheim leihen dem ehrbaren, bescheidenen Joseph Carl Knisel zu Ennetach auf Lebenszeit einen Meierhof daselbst, den vorher Georg Jacob Luib innehatte und der ein Haus, eine Scheuer mit einem Anbau, ein Krautgärtlein und einen größeren Krautgarten an dem Anbau, einen Baumgarten und einen weiteren Garten sowie Acker und Wiesen umfaßt [als Extrakt aus der letztergangenen Renovation mit Größenangaben im einzelnen aufgeführt]. Der Empfänger muß den Hof selbst innehaben und jährlich gen. Geld- und Naturalabgaben in Scheerer Maß entrichten sowie eine Weinfuhre von Sipplingen in das Kl. von 18 Eimern leisten; der Konvent gibt ihm dafür 1 Viertel Haber, 15 Kr. und ein Essen. Für ausstehende Gülten haftet Knisel mit allem fahrenden und liegenden Vermögen. Heu, Stroh und Prietz darf er aus dem Hof nicht verkaufen. Bei Verstoß tritt Heimfall zur freien Verfügung ein.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Nr. 1063
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Friedberg-Scheer: Urkunden
Friedberg-Scheer: Urkunden >> Urkunden Grafschaft Friedberg-Scheer >> 18. - 19. Jahrhundert >> 1723 - 1747
1736 Juni 27
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: die A.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; aufgedrückt; mit Papierdecke; wie auf Dep. 30/1 T 1 Nr. 950.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; aufgedrückt; mit Papierdecke; wie auf Dep. 30/1 T 1 Nr. 950.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:41 MESZ
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