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Waiblingen G (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
(1255-) 1467 - 1805
1. Zur Geschichte der Geistlichen Verwaltung Waiblingen: In vorreformatorischer Zeit war der heutige Kreis Waiblingen (bzw. der Rems-Murr-Kreis) in kirchlicher Hinsicht ausgesprochenes Grenzgebiet, waren doch nicht weniger als vier Diözesen daran beteiligt, nämlich die schwäbischen Diözesen Augsburg und Konstanz sowie die fränkischen Bistümer Speyer und Würzburg. Die meisten Orte des Altkreises Waiblingen zählten zum Bistum Konstanz, zu dessen Archidiakonat vor dem Schwarzwald ("ante nemus") und zum katholischen Dekanat Waiblingen. Die von Herzog Ulrich 1534/35 im Herzogtum Württemberg begonnene Reformation wurde von seinem Nachfolger Herzog Christoph (1550-1568) zu Ende geführt. Die neu geschaffene evangelische Landeskirche teilte man in Generalsuperintendenzen ein, denen die Spezialsuperintendenzen (Dekanate) untergeordnet waren. In Waiblingen wurde nun ein evangelisches Dekanat eingerichtet; es unterstand der Generalsuperintendenz Adelberg. Als einziger Ort blieb das den Herren von Neuhausen und seit 1618 dem Domkapitel Augsburg gehörende Oeffingen katholisch. Zur Verwaltung der Pfarreien und des Kirchenguts wurden ebenfalls zur Reformationszeit die Geistlichen Verwaltungen eingeführt. Zeitweise war die Geistliche Verwaltung Waiblingen in Personalunion mit der Adelberger Klosterpflege verbunden. Nach mehreren Ansätzen festigte sich im 17. und 18. Jahrhundert die Einteilung der evangelischen Landeskirche in Württemberg, wobei die Spezialate und die Geistlichen Verwaltungen im wesentlichen den weltlichen Ämtern angepaßt wurden. Bei der württembergischen Verwaltungsreform am Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Geistlichen Verwaltungen aufgehoben bzw. den weltlichen Oberämtern eingegliedert. Literatur: Christian Binder, Wirtembergs Kirchen- und Lehrämter, 1, Tübingen 1798 Das Land Baden-Württemberg, 3, Stuttgart 1978 Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, 2, Stuttgart 1963 Gerhard Schäfer, Gliederung der evangelischen Landeskirche in Württemberg um 1840, in: Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Erläuterungen VIII, 9, Stuttgart 1974 Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv, 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Bei den altwürttembergischen Ämter- und Kellereibeständen handelt es sich um "topographische Auslesebestände", die verschiedene Provenienzen umfassen. Die Entstehung dieser Bestände ist in der "Übersicht über die Bestände des Haupt- staatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv", 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999, S. 147, erläutert. Weitere Überlieferungen betreffend die Geistliche Verwaltung Waiblingen finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 284/102 Kirchenrat: Ämterregistratur - Geistliche Verwaltung Waiblingen (zeitweise mit der Adelberger Klosterpflege kombiniert) A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 418 L Waiblingen G A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher A 601 Württembergische Urkunden bis 1300 A 602 Württembergische Regesten H 102/80 Geistliche Lagerbücher: Geistliche Verwaltung Waiblingen J 1 Allgemeine Sammlung von ungedruckten Schriften zur Landesgeschichte. Urkunden und Akten des Bestandes A 418 waren bisher durch ein von Carl Friedrich Pfaff erstelltes, handschriftliches Findbuch aus dem Jahr 1821 erschlossen, das durch zahlreiche Nachträge ergänzt worden war. Bei der Neuverzeichnung wurden Urkunden und Akten getrennt aufgenommen. Die Urkunden in Abt. 1.1 aus den Jahren 1328 bis 1500 lagern im Bestand A 602 Württembergische Regesten unter Nr. 14390 bis 14499; die Urkunden ab 1501 sowie eine von 1467 sind im vorliegenden Bestand in Abt. 1.2 unter U 1 bis U 94 verzeichnet. Die Akten wurden nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Ordnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die seitherigen Büschelnummern konnten teilweise beibehalten werden. Zu den alten und neuen Büschelnummern vgl. die Konkordanzen am Ende dieses Repertoriums. Die Eingabe der Urkundenregesten fertigte im Herbst/Winter 2002 Frau Gisela Filipitsch unter Anwendung des Computerprogramms Midosa 95; bei der Überarbeitung der Regesten wirkten die Anwärter Maxi Eichhorn und Martin Zierer mit. Die Neubearbeitung der Akten erfolgte durch die Unterzeichnete. Das vorliegende Repertorium umfaßt nun insgesamt 227 Nummern. Der Bestand selbst besteht aus 94 Urkunden im Umfang von 0,8 lfd. m sowie 21 Aktenbüscheln im Umfang von 0,4 lfd. m, zusammen 1,2 lfd. m. Das Findbuch von C.F. Pfaff wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Dort werden noch zwei weitere alte Repertoren von Waiblingen G verwahrt. Für die Verzeichnung wurde folgende Literatur herangezogen: Otto von Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch, Bd. 1-2, Stuttgart 1889-1916; Hermann Fischer, Schwäbisches Wörterbuch, Bd. 1-6, Tübingen 1904-1936; Jacob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 10/1, Leipzig 1905; Michael Klein, Die Handschriften der Sammlung J 1 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Wiesbaden 1980; Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 1-3, Stuttgart 1957-1974; Peter-Johannes Schuler, Notare Südwestdeutschlands, Textband und Registerband, Stuttgart 1987; Christian Sigel, Das evangelische Württemberg, Generalmagisterbuch, 13 Bände, o.J.; Wirtembergisches Urkundenbuch, Bd. 1-11, Stuttgart 1849-1913; Württembergische Regesten von 1301 bis 1500, I Altwürttemberg, Teil 1-3, Stuttgart 1916-1940. Stuttgart, im Juli 2003 Christine Bührlen-Grabinger
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Abkürzungsverzeichnis:
Abschr. Abschrift
Abt. Abteilung
Ausf. Ausfertigung
Az. Aktenzeichen
Bd. Band
Bem. Bemerkung
Bestellnr. Bestellnummer
Bestellsign. Bestellsignatur
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
ca. circa
d.A., d.Ä. der Alte, der Ältere
d.h. das heißt
d.J. der Junge, der Jüngere
G Geistlich
Jh. Jahrhundert
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
lt. laut
Nr. Nummer
NWDB Neues württembergisches Dienerbuch
(Pfeilsticker)
o.D. ohne Datum
o.J. ohne Jahr
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
s. siehe
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
StAL Staatsarchiv Ludwigsburg
Tgb.Nr. Tagebuchnummer
U Urkunde
u.a. und anderes, unter anderem
v.a. vor allem
vgl. vergleiche
W Weltlich
WUB Wirtembergisches Urkundenbuch
z.T. zum Teil
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.