AUSSTELLER: Carl Theodor von Küstner.
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Sammlung 1995 D Nr. 240
H V. 9; K 5528; R 6022; B 28.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Sammlung 1995 D Baden, Sammlung 1995: Dedikationen
Baden, Sammlung 1995: Dedikationen >> 2. Großherzog Friedrich I. und Großherzogin Luise >> 2.1. Jubiläen und andere Ereignisse des großherzoglichen Hauses >> 2.1.1. Vermählung Großherzog Friedrichs I. mit Prinzessin Luise von Preußen
09.1856
ANLASS: -
ADRESSE: Karton, 2 Doppelbl. in weißes Seidenband eingehängt, Hs. farbig verziert und Druck, 38 x 28 cm. 1. Schmuckblatt Anrede: Kalligraphische Schrift in goldenen Buchstaben einer Fraktur-Variante enthält die Anrede und den Aussteller. Oberhalb der allgemeinen Anrede und unterhalb einer im halben Rundbogen in Buchstaben ähnlich Volant (Rundgotisch) geschriebenen 1. Anrede ist eine farbige Vignette eingemalt (Aquarell und Deckfarben): Ein mit einer gelb-roten Schleife gebundener Eichenkranz, mit der Chiffre F gefüllt, und ein mit schwarz-weißer Schleife verzierter Kranz mit rosa blühenden Rosen, darin die Chiffre L, beide Kränze ähnlich Hochzeitsringen verschränkt dargestellt. Links vom Eichenkranz ein geschweifter gebogter Rundschild mit badischem Wappen und gelb-roter Schleife; rechts vom Kranz der Luise ein preußischer Wappenschild mit schwarz-weißer Schleife. 2. Schmuckblatt: gedrucktes Gedicht in einer Fraktur-Variante; am linken Rand ein bewaffneter Revolutionär in Hecker-Kostümierung mit erhobener roter Fahne, Aufschrift Freiheit, daneben ein Agitator in Rednerposition, dahinter ein Hühnerdieb. Darunter in einer halbrunden Akanthus-Rocaille: Aufruhrszenen mit Sturmläuten, mit Bauernsensen, Äxten etc. bewaffneten revolutionären Streitern, Feuersbrunst als Hintergrund. Die Initiale U ist von drei züngelnden Schlangen, die vom Agitator und bewaffnetem Volkshaufen ausgehen, unterlegt, welche sich auf ein andächtig lauschendes Bauernpaar mit Kind zubewegen, dahinter scheuendes Pferd und Zugochse vor dem Pflug. 3. Schmuckblatt: Oberer Schmuckrand zeigt eine mit Eichenbrüchen an der Kopfbedeckung geschmückte Truppenformation, die in eine Stadt mit gotischem Münster einrückt. Auf der Barrikade steht ein gerüsteter Knappe (Montur mit Phantasie-Küraß], einen Lorbeerkranz um die Pickelhaube [!], in der Rechten ein erhobenes Schwert, in der Linken ein lorbeergeschmücktes Panier mit preußischem Adler, in Siegerpose. Darunter - als linker Schmuckrand - in einer Rocaille zwei geschlagene und erschlagene Aufrührer, einer davon mit Meucheldolch. Gotische Initiale B mit Akanthusblättern gerandet, floral gefüllt, in der Barrikade. 4. Schmuckblatt: schwarzer Satzspiegel in Fraktur. Schmuckrand oben zeigt einen über einer friedlichen Stadt-Landschaft schwebenden Engel, der Rosenblüten austeilt, rechts unterhalb drei musizierende geflügelte Putti. Der linke Schmuckrand zeigt drei Putti, welche Schriftbänder mit der Inschrift halten Kunst - Gewerbe - Wissenschaft. Darunter in drei Gruppierungen durch eine Rocaille verschlungen: - eine Familie mit bärtigem Alten und Ehepaar mit Kleinkind; - ein junges Brautpaar; - Apfelbaum, Getreidegarbe, Früchte. Die gotische Initiale ist durch ein Gesteck aus Seiten- und Langwaffen armiert.
KÜNSTLER: -
TEXT: Aufruhr und Kampf: Achtzeiliges Gedicht zum über den Gallischen Rhein in Badens friedliche Auen gedrungenen Aufruhr von 1848/49 (2.). Sieg und Ruhe, achtzeiliges Gedicht auf Truppen der Bundesexekutive, welche Ordnung und den Fürsten ins Land zurückbringen (3.). Landes und Liebesglück, achtzeiliges Gedicht auf den zwei Völker beglückenden Bund (4.).
MAPPE: Roter Samt auf Pappe, Spiegel in weißer Seide, 39 x 29 x 1 cm. Auf beiden Deckeln ein breites, ein feines hochrechteckiges Rahmenlineament in Goldprägung. Innerer Schmuckrahmen besteht aus goldener doppelter Rahmenlinie, die sich an den inneren Ecken zu einem Akanthus-Rankengeflecht von ca. 5 cm Umfang ausweitet. Im Zentrum des Mittelfeldes ein Kreis, von dem nach oben und unten ein stark verschlungenes Akanthusgeflecht ausgeht (23 cm Höhe).
WERKSTATT: -
BEMERKUNG: Einband wie Nr. 227.
ADRESSE: Karton, 2 Doppelbl. in weißes Seidenband eingehängt, Hs. farbig verziert und Druck, 38 x 28 cm. 1. Schmuckblatt Anrede: Kalligraphische Schrift in goldenen Buchstaben einer Fraktur-Variante enthält die Anrede und den Aussteller. Oberhalb der allgemeinen Anrede und unterhalb einer im halben Rundbogen in Buchstaben ähnlich Volant (Rundgotisch) geschriebenen 1. Anrede ist eine farbige Vignette eingemalt (Aquarell und Deckfarben): Ein mit einer gelb-roten Schleife gebundener Eichenkranz, mit der Chiffre F gefüllt, und ein mit schwarz-weißer Schleife verzierter Kranz mit rosa blühenden Rosen, darin die Chiffre L, beide Kränze ähnlich Hochzeitsringen verschränkt dargestellt. Links vom Eichenkranz ein geschweifter gebogter Rundschild mit badischem Wappen und gelb-roter Schleife; rechts vom Kranz der Luise ein preußischer Wappenschild mit schwarz-weißer Schleife. 2. Schmuckblatt: gedrucktes Gedicht in einer Fraktur-Variante; am linken Rand ein bewaffneter Revolutionär in Hecker-Kostümierung mit erhobener roter Fahne, Aufschrift Freiheit, daneben ein Agitator in Rednerposition, dahinter ein Hühnerdieb. Darunter in einer halbrunden Akanthus-Rocaille: Aufruhrszenen mit Sturmläuten, mit Bauernsensen, Äxten etc. bewaffneten revolutionären Streitern, Feuersbrunst als Hintergrund. Die Initiale U ist von drei züngelnden Schlangen, die vom Agitator und bewaffnetem Volkshaufen ausgehen, unterlegt, welche sich auf ein andächtig lauschendes Bauernpaar mit Kind zubewegen, dahinter scheuendes Pferd und Zugochse vor dem Pflug. 3. Schmuckblatt: Oberer Schmuckrand zeigt eine mit Eichenbrüchen an der Kopfbedeckung geschmückte Truppenformation, die in eine Stadt mit gotischem Münster einrückt. Auf der Barrikade steht ein gerüsteter Knappe (Montur mit Phantasie-Küraß], einen Lorbeerkranz um die Pickelhaube [!], in der Rechten ein erhobenes Schwert, in der Linken ein lorbeergeschmücktes Panier mit preußischem Adler, in Siegerpose. Darunter - als linker Schmuckrand - in einer Rocaille zwei geschlagene und erschlagene Aufrührer, einer davon mit Meucheldolch. Gotische Initiale B mit Akanthusblättern gerandet, floral gefüllt, in der Barrikade. 4. Schmuckblatt: schwarzer Satzspiegel in Fraktur. Schmuckrand oben zeigt einen über einer friedlichen Stadt-Landschaft schwebenden Engel, der Rosenblüten austeilt, rechts unterhalb drei musizierende geflügelte Putti. Der linke Schmuckrand zeigt drei Putti, welche Schriftbänder mit der Inschrift halten Kunst - Gewerbe - Wissenschaft. Darunter in drei Gruppierungen durch eine Rocaille verschlungen: - eine Familie mit bärtigem Alten und Ehepaar mit Kleinkind; - ein junges Brautpaar; - Apfelbaum, Getreidegarbe, Früchte. Die gotische Initiale ist durch ein Gesteck aus Seiten- und Langwaffen armiert.
KÜNSTLER: -
TEXT: Aufruhr und Kampf: Achtzeiliges Gedicht zum über den Gallischen Rhein in Badens friedliche Auen gedrungenen Aufruhr von 1848/49 (2.). Sieg und Ruhe, achtzeiliges Gedicht auf Truppen der Bundesexekutive, welche Ordnung und den Fürsten ins Land zurückbringen (3.). Landes und Liebesglück, achtzeiliges Gedicht auf den zwei Völker beglückenden Bund (4.).
MAPPE: Roter Samt auf Pappe, Spiegel in weißer Seide, 39 x 29 x 1 cm. Auf beiden Deckeln ein breites, ein feines hochrechteckiges Rahmenlineament in Goldprägung. Innerer Schmuckrahmen besteht aus goldener doppelter Rahmenlinie, die sich an den inneren Ecken zu einem Akanthus-Rankengeflecht von ca. 5 cm Umfang ausweitet. Im Zentrum des Mittelfeldes ein Kreis, von dem nach oben und unten ein stark verschlungenes Akanthusgeflecht ausgeht (23 cm Höhe).
WERKSTATT: -
BEMERKUNG: Einband wie Nr. 227.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:14 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)
- Dynastie und Regierung (Tektonik)
- Großherzogliches Haus (Tektonik)
- Dedikationen (Tektonik)
- Baden, Sammlung 1995: Dedikationen (Bestand)
- 2. Großherzog Friedrich I. und Großherzogin Luise (Gliederung)
- 2.1. Jubiläen und andere Ereignisse des großherzoglichen Hauses (Gliederung)
- 2.1.1. Vermählung Großherzog Friedrichs I. mit Prinzessin Luise von Preußen (Gliederung)