Vor Joh. Wohlfahrtstädter als hofrätl. Delegatrichter geführter Prozess des Thomas Hueber, Bindermeister zu Mühldorf, und seiner Frau Ursula, geb. Wetsberger (Anwalt: Dr. Joh. Huetter), gegen Franz Glöckler, Bürger- und Seilermeister ebd. (Anwalt: Dr. Franz Salzer), und den Magistrat von Mühldorf wegen Enteignung einer zu ihrem an der Stadtmauer gelegenen Haus "in der Wiese" gehörenden Brandstatt und des hinter ihm stehenden Fürsten- od. Wiesturms mit Antrag auf Rückgabe und Ersetzung des ihnen durch den von Glöckler verursachten Einsturz des Turms (infolge Türdurchbruchs) entstandenen Schadens. Prozessabbruch wegen Besetzung Mühldorfs durch Bayern und Übergang des Erzstifts an Großhzg. Ferdinand [v. Toskana]. Zerstörung des Hueber'schen Anwesens durch Brand.
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Vor Joh. Wohlfahrtstädter als hofrätl. Delegatrichter geführter Prozess des Thomas Hueber, Bindermeister zu Mühldorf, und seiner Frau Ursula, geb. Wetsberger (Anwalt: Dr. Joh. Huetter), gegen Franz Glöckler, Bürger- und Seilermeister ebd. (Anwalt: Dr. Franz Salzer), und den Magistrat von Mühldorf wegen Enteignung einer zu ihrem an der Stadtmauer gelegenen Haus "in der Wiese" gehörenden Brandstatt und des hinter ihm stehenden Fürsten- od. Wiesturms mit Antrag auf Rückgabe und Ersetzung des ihnen durch den von Glöckler verursachten Einsturz des Turms (infolge Türdurchbruchs) entstandenen Schadens. Prozessabbruch wegen Besetzung Mühldorfs durch Bayern und Übergang des Erzstifts an Großhzg. Ferdinand [v. Toskana]. Zerstörung des Hueber'schen Anwesens durch Brand.
Erzstift Salzburg Hofrat, BayHStA, Erzstift Salzburg Hofrat 32
AG Mühldorf Abg.1937 Nr.375
Erzstift Salzburg Hofrat
Erzstift Salzburg Hofrat >> Mühldorf (Stadt und Burgfrieden): >> Stadtgericht (Zuständigkeit, Amtsführung, Klagsa- chen, Nachlass- u. Gläubigerverh., Inquisition, Im- mobilien u.a.)
(1619 - 1683, 1721 -1802) 1802 - 1803
Enthält: Darin: Chronologie der Besitzveränderungen der Häuser Karl Fontins und Elis. Wetsbergers von 1619-1791 (Leporello); 4 Pläne (Prod. ad 18, ad 25/I-III); Untersuchungs- u. Augenscheins-Protokoll (33 S.).
Amtsbücher / Akten
ger
Medium: A = Analoges Archivalie
Wohlfahrtstädter, Dr. Johann (sbg. Hof- u. Hofkriegsrat)
Hueber/ Johann (Bindermeister zu Mühldorf)
Hueber/ Ursula (geb. Wetsberger, zu Mühldorf)
Huetter (s.a. Hutter), Dr. Johann (Anwalt in Salzburg)
Glöckler, Franz (Seiler u. Bürgermeister zu Mühldorf)
Salzer, Dr. Franz (Anwalt in Salzburg)
Ferdinand [III.], Großherzog [v. Toskana]
Fontin (Fondin)/ Jos. Karl (Pechler zu Mühldorf)
Wetsberger, Elisabeth (Bürgerin zu Mühldorf)
Mühldorf a.Inn/ Bindermeister
Mühldorf a.Inn/ Magistrat (Bürgermeister und Rat)
Mühldorf a.Inn/ Stadtmauer
Mühldorf a.Inn/ "_in der Wiese"
Mühldorf a.Inn/ Fürsten- od. Wiesturm
Mühldorf a.Inn
Salzburg/ Erzstift
Delegatrichter
Binder (Fass-), -meister
Anwalt
Bürgermeister
Seilermeister
Stadtmauer
Enteignung
Brandstatt
Turm
Turmeinsturz
Besetzung (Okkupation)
Brand/ (Haus-)
Plan, -skizze (u.ä.)
Protokoll (Kommissions-)
Augenschein, -vornahme (Lokaltermin)
Prozess
Schadenersatz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:35 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Tektonik)
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- Mühldorf (Stadt und Burgfrieden): (Gliederung)
- Stadtgericht (Zuständigkeit, Amtsführung, Klagsa- chen, Nachlass- u. Gläubigerverh., Inquisition, Im- mobilien u.a.) (Gliederung)