Herrenalber Pflege Merklingen (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 503 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Bezirksbehörden des Kirchenguts und der Universität >> Kloster- und Stiftsgutverwaltungen
1699-1806
Vorbemerkung: Der Ort Merklingen, der 1296 durch Kauf von den Grafen von Zweibrücken an das Kloster Herrenalb gekommen war, bildete nach der Einführung der Reformation (ab 1535) zusammen mit Hausen, Hengstett, Gechingen und Simmozheim eine eigene Pflege des Klosteramtes Herrenalb. Die hier verzeichneten Akten kamen nach der Auflösung der Klosterpflege (1806) an das Oberamt Leonberg bzw. an das Kameralamt Merklingen, das 1837 durch die Aufteilung seines Bezirks in die Kameralämter Leonberg, Sindelfingen und Hirsau wieder aufgelöst wurde. Von diesen Nachfolgebehörden gelangten sie seit Beginn des 20. Jahrhunderts (Aktenabgabe des Oberamts Leonberg 1931) ins Staatsarchiv Ludwigsburg und 1969 ins Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Ein Teil der Akten ist bereits im Staatsarchiv Ludwigsburg von Karl Otto Müller (8 Büschel), ein weiterer Teil (7 Büschel) von Walter Grube (vermutlich nach 1945) in einem hand- und maschinenschriftlichen Repertorium verzeichnet worden; ein Büschel zusätzlich von Günter Cordes. Im Jahr 1976 führte Archivinspektoranwärterin Elke Gutenkunst im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung im Hauptstaatsarchiv unter Anleitung von Hartmut Weber eine Neuordnung und Neuverzeichnung des Bestandes einschließlich der dabei befindlichen unverzeichneten Akten durch und legte nun ein Sachschema zugrunde. Ebenfalls im Zuge ihrer Ausbildung überarbeitete Archivinspektoranwärterin Heike Sartorius im Sommer 1994 unter Mitwirkung der Unterzeichneten die vorliegende Verzeichnung und übernahm die Eingabe der Aktentitel und der Indexbegriffe mit Hilfe der Datenverarbeitung auf der Basis des Programmpakets MIDOSA der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg. Der Bestand A 503 L besteht nun aus 40 Büscheln im Umfang von 0,5 lfd. m; die Laufzeit der Akten erstreckt sich von 1699 bis 1806. Das seither in Gebrauch befindliche Findbuch wurde in den Bestand A 605 (Ältere Repertorien) eingereiht. Weiteres, die Herrenalber Pflege Merklingen betreffendes Schriftgut ist bei den Akten des Kirchenrats (A 284 Abt. 61) sowie bei den Selektbeständen der Geistlichen Ämterrechnungen (A 303) und der Geistlichen Lagerbücher (H 102/31) überliefert. Zur Geschichte der Waldenserkolonien kann außerdem Bestand A 240 (Waldenserdeputation) herangezogen werden. Stuttgart, im September 1994 Christine Bührlen-Grabinger
40 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ