Stifts- und Geistliche Verwaltung Urach (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 535 Si
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Bezirksbehörden des Kirchenguts und der Universität >> Kloster- und Stiftsgutverwaltungen
1616-1820
1. Zur Geschichte von Stift und Stiftsverwaltung Urach: Am 1. Mai 1477 erhob Papst Sixtus IV. auf Bitten Graf Eberhards d. Ä. von Württemberg die Kirche des Heiligen Amandus in Urach zur Kollegiatkirche, inkorporierte ihr die sieben Pfründen in Urach und zwei in Dettingen und übergab sie der Kongregation der Brüder des gemeinsamen Lebens, im Volksmund auch Kappenherren genannt (A 602 WR 14067). An der Nordseite der Amanduskirche ließ Graf Eberhard d. Ä. ein Stiftsgebäude errichten; es wird heute als "Mönchsgebäude" bezeichnet. Unter Herzog Ulrich von Württemberg wurde das geistliche Stift 1516 in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt. Es entwickelte sich unter Mitwirkung des Reformators Ambrosius Blarer zu einem Mittelpunkt der neuen Lehre. Im Jahr 1537 wurde es aufgehoben und eine Stiftsverwaltung eingerichtet, die bis 1806 bestand. Die Stiftsverwaltung und die Geistliche Verwaltung Urach, die ebenfalls zur Reformationszeit entstand, wurden bis zu ihrer Aufhebung überwiegend in Personalunion versehen. Literatur: Beschreibung des Oberamts Urach, Stuttgart und Tübingen 1831 Das Land Baden-Württemberg, Bd. 7, Stuttgart 1978 Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 2, Stuttgart 1963
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der Bestand A 535 Si Stifts- und Geistliche Verwaltung Urach wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Juli 1998 vom Staatsarchiv Sigmaringen übergeben (vgl. Tagebuch Nr. 2083/98). Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 535 Stift Urach wurde diesem die Kennzeichnung Si beigefügt. Weitere Überlieferung dieser Provenienz und Archivalien betreffend Stift bzw. Stifts- und Geistliche Verwaltung Urach finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 284/64 Kirchenrat: Ämterregistratur - Uracher Stiftspflege Münsingen A 284/99 Kirchenrat: Ämterregistratur - Stiftsverwaltung Urach A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 414 Urach G A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher A 506 L Uracher Stiftspflege Münsingen A 602 Württembergische Regesten H 102/77 Geistliche Lagerbücher: Stiftsverwaltung Urach H 102/78 Geistliche lagerbücher: Geistliche Verwaltung Urach. Bei der Verzeichnung wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1.1997). Sie erfolgte im Januar 2001 unter Mitwirkung der Anwärterin Antje Seifert mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95. Der Bestand umfasst nun 9 Büschel im Umfang von 0,2 lfd. m. Das Verzeichnis von K.O. Müller u. a. wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im Januar 2001 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungen: A. Aussteller abg. abgegangen Ausf. Ausfertigung Az. Aktenzeichen Bd. Band Bü Büschel G Geistlich gen. genannt L Ludwigsburg lfd. m laufende Meter Pap. Papier s. siehe S. Seite Schr. Schriftstück(e) Sg. Siegler Si Sigmaringen Sr. Siegler Tgb.Nr. Tagebuchnummer u. a. unter anderem vgl. vergleiche
Konkordanz: alte Bü-Nr. (A 535 L) neue Bü-Nr. 9 A 535 Si Bü 3 10 A 535 Si Bü 4 11 A 535 Si Bü 5 12 A 535 Si Bü 6 13 A 535 Si Bü 7 14 A 535 Si Bü 8 15 A 535 Si Bü 9 16 A 535 Si Bü 2 17 A 535 Si Bü 1 Alle bislang unverzeichneten Akten bei A 535 L !
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der Bestand A 535 Si Stifts- und Geistliche Verwaltung Urach wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Juli 1998 vom Staatsarchiv Sigmaringen übergeben (vgl. Tagebuch Nr. 2083/98). Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 535 Stift Urach wurde diesem die Kennzeichnung Si beigefügt. Weitere Überlieferung dieser Provenienz und Archivalien betreffend Stift bzw. Stifts- und Geistliche Verwaltung Urach finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 284/64 Kirchenrat: Ämterregistratur - Uracher Stiftspflege Münsingen A 284/99 Kirchenrat: Ämterregistratur - Stiftsverwaltung Urach A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 414 Urach G A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher A 506 L Uracher Stiftspflege Münsingen A 602 Württembergische Regesten H 102/77 Geistliche Lagerbücher: Stiftsverwaltung Urach H 102/78 Geistliche lagerbücher: Geistliche Verwaltung Urach. Bei der Verzeichnung wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1.1997). Sie erfolgte im Januar 2001 unter Mitwirkung der Anwärterin Antje Seifert mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95. Der Bestand umfasst nun 9 Büschel im Umfang von 0,2 lfd. m. Das Verzeichnis von K.O. Müller u. a. wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im Januar 2001 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungen: A. Aussteller abg. abgegangen Ausf. Ausfertigung Az. Aktenzeichen Bd. Band Bü Büschel G Geistlich gen. genannt L Ludwigsburg lfd. m laufende Meter Pap. Papier s. siehe S. Seite Schr. Schriftstück(e) Sg. Siegler Si Sigmaringen Sr. Siegler Tgb.Nr. Tagebuchnummer u. a. unter anderem vgl. vergleiche
Konkordanz: alte Bü-Nr. (A 535 L) neue Bü-Nr. 9 A 535 Si Bü 3 10 A 535 Si Bü 4 11 A 535 Si Bü 5 12 A 535 Si Bü 6 13 A 535 Si Bü 7 14 A 535 Si Bü 8 15 A 535 Si Bü 9 16 A 535 Si Bü 2 17 A 535 Si Bü 1 Alle bislang unverzeichneten Akten bei A 535 L !
9 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ