Ankauf der beiden Hälften des sogenannten Münster Kampfs
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C-Stift-Zwölf-Über, Akte Nr. 9
C-Stift-Zwölf-Über Zwölfmännerhaus Überwasser
Zwölfmännerhaus Überwasser >> Akten
1749 - 1767
Enthält: 9.1 15. Dezember 1757 und 5. Januar 1758
Johan Henrich Beyer aus Roxel verkauft am 15. Dezember 1757 den hinter der Citadelle gelegenen halben Münsterkampf an Johan Herman Westarp, Hauster des Zwölfmännerhauses Überwasser, zum Preis von 120 Reichstalern, wovon 20 Reichstaler angezahlt werden. Geschehen im Haus der Witwe Farwick, Bäcker in Münster.
Zeugen: Ewerwin Grosse Brintrup und Anton Schmedes.
Stempel des Notars Joannes Rotger Werner Boccius.
Original, Papier.
Johan Herman Westarp zahlt am 5. Januar 1758 dem Johan Henrich Beyer die restlichen 100 Reichstaler für den am 15. Dezember 1757 vereinbarten Kauf.
Zeugen und Stempel des Notars wie oben.
Beide Dokumente hintereinander auf zwei zusammengeheftete Bögen geschrieben.
[Rückvermerk:] Das einvermeldeter halbe, so genante Münsterkampf mitt meinem vorwißen undt genehnhaltunge angekauft seye, solches bescheinige ich hierdurch eigenhändig, Münster den 4ten May 1758, Carl H. von Ascheberg als patronus dere 12 männeren mpp.
[Rückvermerk:] 15ten Decembris 1757, Litt. F, 1mo. Documentum empt[-] et venditionis des hinter hiesiger Cittadelle belegenen halben Münster Kampfs, samt quittung über bereitz bezahlten Kaufschilling ad 120 r. Zu Behueff Joan Hermansen Westarp hausteren im 12 Männer hause K. überwasser, 81.
(Regest: Ketteler S. 39)
9.2 15. November 1765
Vor Dr. Paul Frantz Kerckerinck, Richter und Gograf des Gogerichts Bakenfeldt, verkauft Junfer Anna Catharina Rosskatte die eine Halbscheid des vor dem Neuen Tor hinter der Citadelle in der Sentrupper Heide an der Sentrupper Stegge gelegenen Münster Kampfs an die Zwölfmänner in Überwasser zum Preis von 155 Reichstalern, 3 Schillingen und 6 Pfennigen. Der Huster Herman Westarp gibt 105 Reichstaler, den Rest hat das Zwölfmännerhaus bereits für die Bezahlung des Landmessers Bertling und für eine neue Umwallung des Kampfs ausgegeben. Geschehen im Haus der Anna Catharina Rosskatte in der Becker Stegge.
Zeugen: Caspar Nieman und Bernard Henrich Deppenbroeck.
Notar: Joan[nes] Henr[ich] Gendt.
Aufgedrücktes Papiersiegel.
Original, Papier.
[Vermerk:] 1765 15. Novembris, Litt. F, 2do.
[Vermerk:] daß die übrige einvermelter halber so genante Munsterkampf mit meinem Vorwiessen und genehmhaltung angekaufft seye, bescheinige ich hierdurch eigenhandig, Munster den 14. Novembris (?) 1765, Robert Edmund freyherr Von Twickel als Patronus deren 12 männer, ad N. 81.
(Regest: Ketteler S. 39)
9.3 11. Juni 1767
Gerhard Anton Farwick, Vikar in St. Mauritz, löst als Emonitor des Zwölfmännerhauses und namens des dortigen Husters Joann[es] Herm[ann] Westarp eine jährliche Rente von 5 Reichstalern, die auf der aus dem Erbe Roskotte an das Zwölfmännerhaus gelangten Halbscheid des hinter der Citadelle an der Sentruper Heide gelegenen Bangerings- oder Münsterkampfs lastet, durch Zahlung von 250 Reichstalern an das Magdalenenhospital, vertreten durch Vikar Bernard Werninck, ab. Ratskonsens liegt mit einem Beschluß vom 25. Mai 1767 vor, gezeichnet von Secretarius Köerdinck. Die Summe von 250 Reichstalern soll dem Grafen von Merveld als Darlehen gegeben und zugunsten der Vikarie an der Kirche des Magdalenenhospitals mit 3 1/2 Prozent verzinst werden. Archidiakonalkonsens der Äbtissin von Überwasser liegt vom 11. Juni 1767 vor, gezeichnet von J. G. Willing. 150 Reichstaler werden aus der Kasse des Zwölfmännerhauses genommen, 100 Reichstaler schießt Joann[es] Herm[ann] Westarp vor.
Zeugen: Bernard Anton Bertelinck und Gottfrid Kramer.
Stempel des Notars Joannes Wilhelm Gabler.
Original, Papier.
[Rückvermerk:] demnach H. Vicarius Werning ad S. Magdalenam intra Pontes de facta elocatione Sublevati Capitalis zu 250 r. mittels vorzeigung der original auff H. Graffen von Merfeld sprechender obligation vom 14. Junii 1767 dociret hat, So wird Notario Archidiaconalis Curiae darab ad pollum zu referiren und Vicario Werning copiam factam obligationis zum archidiaconal archio (!) einzulieffern anbefohlen, Sign. Munster den 12. feb. 1768, Carl v. Vogelius, Dechant in uberwaßer et Com-Arch. m[anu] [pro]pria.
[Rückvermerk:] Einvermeldeter Consensus Archidiaconalis wie auch übriger Einhalt dießes wirdt hiedurch bestättiget und respective Archidiaconaliter ratificirt vermitz unßer eigener hand unterschrifft und beydruckrung Archidiaconal Insiegels, Uberwaßer binnen Münster den 21ten May 1768, Magdalena von Haxthausen abba.
Aufgedrücktes Papiersiegel.
[Rückvermerk:] Documentum quietandi über 250 r. an Seiten des wohlehrwürdigen H[er]rn Joann[es] Bernard Werninck, vicarius ad S[anc]tam Mariam Magdalenam dahie, behuf des hochwohlehr-würdigen H[er]rn Gerhard Anton Farwick, vicarius ad S[anc]tum Mauritium extra Muros, als Emonitor des ZwölfMänner Armen Hauses K. Überwasser in betreff des diesem Armen Hause zuständigen so genannten Bangerings- oder Münster Kampfs de 11. Junii 1767, ad N. 81.
(Regest: Ketteler S. 40)
Dabei (Vgl. Urk. 3b): Vermessungsplan, koloriert, des Munsterkampff von Joan[nes] Henri[ch] Berteling, Hochfurstlich Munsterischer Landtmeßer, vom 28. Juni 1759, mit Erläuterungen. Größe des Kamps: 21 Scheffel Einsaat.
[Rückvermerk:] Relatio undt plan uber abmeßung Des Munster Kampff 2o, ad N. 53.
[Umschlagvermerk:] Litt. F, Documenta iudicialia Empt[-] et Venditionis des vor den Neuen thor hinter der Citadelle an der Sentrupper heyde belegenenn so genanten Münster[-] oder Bengeringskampfs de dato 1757 den 15ta Decembris (Datum übergeschrieben) et respe[ctiv]e 1765 den 15ten Novembris samt noch eine (gestrichen: zwei) original urkunde in behuef dieses kampfs. (Fortsetzung andere Hand) de 9na Decembris 1756 sammt einigen quitungen auch Relatio und plan uber abmeßung des Munster Kampfs und Documentum or[i]g[ina]le de 11. Junii 1767, daß aus dem Münster- oder Bangeringskampf jährlich der Vicarie ad Sanctam Mariam Magdalenam zwischen den beyden brücken zu Münster zu zahlende onus zu fünf R[eichs]th[a]l[er] mit 250 r. redimirt sey.
9.4 9. Dezember 1756
Vor Dr. Paul Frantz Kerckerinck, Richter und Gograf zum Baeckenfeld, einigen sich die Eheleute Wilhelm Henrich Berghaus, Wirtschafter in Roxel, und Margarethe Elisabeth Beyer, Jobst Henrich Beyer, Wirtschafter in Roxel, Johan Henrich Beyer und Maria Gertrudis Beyer, Ehefrau des Wirtschafters Holthaus in Bösensell, den aus der Hinterlassenschaft ihrer 1756 verstorbenen Mutter Anna Maria Bangering, Witwe des Bernard Beyer, übernommenen, hinter der Citadelle an der Sentrupper Heide gelegenen halben Münster Kampf dem meistbietenden Johan Henrich Beyer zum Preis von 108 Reichstalern und 14 Schillingen zu überlassen, wovon der Käufer je ein Viertel an die drei anderen Miterben auszahlen soll und will.
Notar: Joan. Rotg. Wern. Boccius.
Aufgedrücktes Siegel.
Original, Papier.
[Rückvermerk:] 9. Decembris 1756. Documentum Judiciale empt- et venditionis eines halben Kampfs hinter der Citadelle belegen behueff Joan Henrichen Beyer zu Roxel, Jovis 9. Decembris 1756.
prod. ad manus emptoris 15ta Decembris 1757, ad N. 81.
(Regest: Ketteler S. 39)
9.5 16. Februar 1749
Vor Dr. Stüeve, Gograf zum Backenfeld, einigen sich Witwe Beyer [Anna Maria Bangering] als Klägerin und Wirt Bangering als Beklagter, daß Beklagter der Klägerin als Entschädigung für die bisherige alleinige Nutzung des gemeinsam besessenen Kampfs binnen 14 Tagen 21 Reichstaler bezahlt und daß beide den Kamp nunmehr gemeinsam verpachten werden.
Zeugen: Procurator Pelle und Procurator Busch.
Kopie: Notar Henr. Adolph Böeker.
[Vermerk:] 1756 den 21. detcember hat bruder Johan Henrich beyer von den gemeinsahmen erb kampf uöllig entrichtet mit 27 daller 3 sch. 6 d., sage sieben und zwantzig daller, drey schilling, sechs dhen., worab quietiere Wilhelm Henrich berghauß.
[Rückvermerk:] Extractus protocolli In sachen Beyer c[ontra] Bangering.
9.6 8. Mai 1758
Zwei Quittungen des Notars J. R. W. Boccius für Vikar Farwick in Sachen des Verkaufs des halben Münsterkampfs zwischen Johan Henrich Beyer aus Roxel und Herman Westarp, Hauster des Zwölfmännerhauses Überwasser.
9.7 17. Dezember 1765
Rechnung und Quittung des Notars J. H. Gendt für Vikar Farwick, Emonitor des Zwölfmännerhauses, in Sachen des Kaufs und Verkaufs vom 15. November 1765.
9.8 19. Dezember 1757
Quittung des Jodocus Beyer für seinen Bruder Henrich Beyer über die Summe von 27 Reichstalern, 3 Schillingen, 6 Pfennigen für den Münsterkampf, ausgestellt im Haus des Berndt Schmedding, am Kirchhof in Roxel gelegen, durch den Vetter des Quittierenden, Kaplan B. H. Poysz.
Jodocus Beyer zeichnet mit einem Kreuz.
Zeuge: Henrich Sigismund Hertz, Custos in Roxel.
[Rückvermerk:] Quitung ab dem Münsterkampff meines Bruders Jodoci Beyer.
9.9 16. Februar 1757
Quittung der Anna Maria Gertrudis Beyer, Ehefrau Holthaus zu Bösensell, für ihren Bruder Henrich Beyer über die Summe von 27 Reichstalern, 3 Schillingen und 6 Pfennigen für den Münsterkampf, ausgestellt im Haus des Bernd Schmedding, am Kirchhof in Roxel gelegen, durch den Vetter der Quittierenden, Kaplan B. H. Poysz.
Anna Maria Gertrudis Beyer zeichnet mit einem Kreuz.
Zeuge: Henrich Sigismund Hertz, Custos in Roxel.
[Rückvermerk:] quitung meiner schwester Anna Maria Gertrudis Beyer Ehefraw Holthaus zu Bosensell ab dem Münsterkampff.
Johan Henrich Beyer aus Roxel verkauft am 15. Dezember 1757 den hinter der Citadelle gelegenen halben Münsterkampf an Johan Herman Westarp, Hauster des Zwölfmännerhauses Überwasser, zum Preis von 120 Reichstalern, wovon 20 Reichstaler angezahlt werden. Geschehen im Haus der Witwe Farwick, Bäcker in Münster.
Zeugen: Ewerwin Grosse Brintrup und Anton Schmedes.
Stempel des Notars Joannes Rotger Werner Boccius.
Original, Papier.
Johan Herman Westarp zahlt am 5. Januar 1758 dem Johan Henrich Beyer die restlichen 100 Reichstaler für den am 15. Dezember 1757 vereinbarten Kauf.
Zeugen und Stempel des Notars wie oben.
Beide Dokumente hintereinander auf zwei zusammengeheftete Bögen geschrieben.
[Rückvermerk:] Das einvermeldeter halbe, so genante Münsterkampf mitt meinem vorwißen undt genehnhaltunge angekauft seye, solches bescheinige ich hierdurch eigenhändig, Münster den 4ten May 1758, Carl H. von Ascheberg als patronus dere 12 männeren mpp.
[Rückvermerk:] 15ten Decembris 1757, Litt. F, 1mo. Documentum empt[-] et venditionis des hinter hiesiger Cittadelle belegenen halben Münster Kampfs, samt quittung über bereitz bezahlten Kaufschilling ad 120 r. Zu Behueff Joan Hermansen Westarp hausteren im 12 Männer hause K. überwasser, 81.
(Regest: Ketteler S. 39)
9.2 15. November 1765
Vor Dr. Paul Frantz Kerckerinck, Richter und Gograf des Gogerichts Bakenfeldt, verkauft Junfer Anna Catharina Rosskatte die eine Halbscheid des vor dem Neuen Tor hinter der Citadelle in der Sentrupper Heide an der Sentrupper Stegge gelegenen Münster Kampfs an die Zwölfmänner in Überwasser zum Preis von 155 Reichstalern, 3 Schillingen und 6 Pfennigen. Der Huster Herman Westarp gibt 105 Reichstaler, den Rest hat das Zwölfmännerhaus bereits für die Bezahlung des Landmessers Bertling und für eine neue Umwallung des Kampfs ausgegeben. Geschehen im Haus der Anna Catharina Rosskatte in der Becker Stegge.
Zeugen: Caspar Nieman und Bernard Henrich Deppenbroeck.
Notar: Joan[nes] Henr[ich] Gendt.
Aufgedrücktes Papiersiegel.
Original, Papier.
[Vermerk:] 1765 15. Novembris, Litt. F, 2do.
[Vermerk:] daß die übrige einvermelter halber so genante Munsterkampf mit meinem Vorwiessen und genehmhaltung angekaufft seye, bescheinige ich hierdurch eigenhandig, Munster den 14. Novembris (?) 1765, Robert Edmund freyherr Von Twickel als Patronus deren 12 männer, ad N. 81.
(Regest: Ketteler S. 39)
9.3 11. Juni 1767
Gerhard Anton Farwick, Vikar in St. Mauritz, löst als Emonitor des Zwölfmännerhauses und namens des dortigen Husters Joann[es] Herm[ann] Westarp eine jährliche Rente von 5 Reichstalern, die auf der aus dem Erbe Roskotte an das Zwölfmännerhaus gelangten Halbscheid des hinter der Citadelle an der Sentruper Heide gelegenen Bangerings- oder Münsterkampfs lastet, durch Zahlung von 250 Reichstalern an das Magdalenenhospital, vertreten durch Vikar Bernard Werninck, ab. Ratskonsens liegt mit einem Beschluß vom 25. Mai 1767 vor, gezeichnet von Secretarius Köerdinck. Die Summe von 250 Reichstalern soll dem Grafen von Merveld als Darlehen gegeben und zugunsten der Vikarie an der Kirche des Magdalenenhospitals mit 3 1/2 Prozent verzinst werden. Archidiakonalkonsens der Äbtissin von Überwasser liegt vom 11. Juni 1767 vor, gezeichnet von J. G. Willing. 150 Reichstaler werden aus der Kasse des Zwölfmännerhauses genommen, 100 Reichstaler schießt Joann[es] Herm[ann] Westarp vor.
Zeugen: Bernard Anton Bertelinck und Gottfrid Kramer.
Stempel des Notars Joannes Wilhelm Gabler.
Original, Papier.
[Rückvermerk:] demnach H. Vicarius Werning ad S. Magdalenam intra Pontes de facta elocatione Sublevati Capitalis zu 250 r. mittels vorzeigung der original auff H. Graffen von Merfeld sprechender obligation vom 14. Junii 1767 dociret hat, So wird Notario Archidiaconalis Curiae darab ad pollum zu referiren und Vicario Werning copiam factam obligationis zum archidiaconal archio (!) einzulieffern anbefohlen, Sign. Munster den 12. feb. 1768, Carl v. Vogelius, Dechant in uberwaßer et Com-Arch. m[anu] [pro]pria.
[Rückvermerk:] Einvermeldeter Consensus Archidiaconalis wie auch übriger Einhalt dießes wirdt hiedurch bestättiget und respective Archidiaconaliter ratificirt vermitz unßer eigener hand unterschrifft und beydruckrung Archidiaconal Insiegels, Uberwaßer binnen Münster den 21ten May 1768, Magdalena von Haxthausen abba.
Aufgedrücktes Papiersiegel.
[Rückvermerk:] Documentum quietandi über 250 r. an Seiten des wohlehrwürdigen H[er]rn Joann[es] Bernard Werninck, vicarius ad S[anc]tam Mariam Magdalenam dahie, behuf des hochwohlehr-würdigen H[er]rn Gerhard Anton Farwick, vicarius ad S[anc]tum Mauritium extra Muros, als Emonitor des ZwölfMänner Armen Hauses K. Überwasser in betreff des diesem Armen Hause zuständigen so genannten Bangerings- oder Münster Kampfs de 11. Junii 1767, ad N. 81.
(Regest: Ketteler S. 40)
Dabei (Vgl. Urk. 3b): Vermessungsplan, koloriert, des Munsterkampff von Joan[nes] Henri[ch] Berteling, Hochfurstlich Munsterischer Landtmeßer, vom 28. Juni 1759, mit Erläuterungen. Größe des Kamps: 21 Scheffel Einsaat.
[Rückvermerk:] Relatio undt plan uber abmeßung Des Munster Kampff 2o, ad N. 53.
[Umschlagvermerk:] Litt. F, Documenta iudicialia Empt[-] et Venditionis des vor den Neuen thor hinter der Citadelle an der Sentrupper heyde belegenenn so genanten Münster[-] oder Bengeringskampfs de dato 1757 den 15ta Decembris (Datum übergeschrieben) et respe[ctiv]e 1765 den 15ten Novembris samt noch eine (gestrichen: zwei) original urkunde in behuef dieses kampfs. (Fortsetzung andere Hand) de 9na Decembris 1756 sammt einigen quitungen auch Relatio und plan uber abmeßung des Munster Kampfs und Documentum or[i]g[ina]le de 11. Junii 1767, daß aus dem Münster- oder Bangeringskampf jährlich der Vicarie ad Sanctam Mariam Magdalenam zwischen den beyden brücken zu Münster zu zahlende onus zu fünf R[eichs]th[a]l[er] mit 250 r. redimirt sey.
9.4 9. Dezember 1756
Vor Dr. Paul Frantz Kerckerinck, Richter und Gograf zum Baeckenfeld, einigen sich die Eheleute Wilhelm Henrich Berghaus, Wirtschafter in Roxel, und Margarethe Elisabeth Beyer, Jobst Henrich Beyer, Wirtschafter in Roxel, Johan Henrich Beyer und Maria Gertrudis Beyer, Ehefrau des Wirtschafters Holthaus in Bösensell, den aus der Hinterlassenschaft ihrer 1756 verstorbenen Mutter Anna Maria Bangering, Witwe des Bernard Beyer, übernommenen, hinter der Citadelle an der Sentrupper Heide gelegenen halben Münster Kampf dem meistbietenden Johan Henrich Beyer zum Preis von 108 Reichstalern und 14 Schillingen zu überlassen, wovon der Käufer je ein Viertel an die drei anderen Miterben auszahlen soll und will.
Notar: Joan. Rotg. Wern. Boccius.
Aufgedrücktes Siegel.
Original, Papier.
[Rückvermerk:] 9. Decembris 1756. Documentum Judiciale empt- et venditionis eines halben Kampfs hinter der Citadelle belegen behueff Joan Henrichen Beyer zu Roxel, Jovis 9. Decembris 1756.
prod. ad manus emptoris 15ta Decembris 1757, ad N. 81.
(Regest: Ketteler S. 39)
9.5 16. Februar 1749
Vor Dr. Stüeve, Gograf zum Backenfeld, einigen sich Witwe Beyer [Anna Maria Bangering] als Klägerin und Wirt Bangering als Beklagter, daß Beklagter der Klägerin als Entschädigung für die bisherige alleinige Nutzung des gemeinsam besessenen Kampfs binnen 14 Tagen 21 Reichstaler bezahlt und daß beide den Kamp nunmehr gemeinsam verpachten werden.
Zeugen: Procurator Pelle und Procurator Busch.
Kopie: Notar Henr. Adolph Böeker.
[Vermerk:] 1756 den 21. detcember hat bruder Johan Henrich beyer von den gemeinsahmen erb kampf uöllig entrichtet mit 27 daller 3 sch. 6 d., sage sieben und zwantzig daller, drey schilling, sechs dhen., worab quietiere Wilhelm Henrich berghauß.
[Rückvermerk:] Extractus protocolli In sachen Beyer c[ontra] Bangering.
9.6 8. Mai 1758
Zwei Quittungen des Notars J. R. W. Boccius für Vikar Farwick in Sachen des Verkaufs des halben Münsterkampfs zwischen Johan Henrich Beyer aus Roxel und Herman Westarp, Hauster des Zwölfmännerhauses Überwasser.
9.7 17. Dezember 1765
Rechnung und Quittung des Notars J. H. Gendt für Vikar Farwick, Emonitor des Zwölfmännerhauses, in Sachen des Kaufs und Verkaufs vom 15. November 1765.
9.8 19. Dezember 1757
Quittung des Jodocus Beyer für seinen Bruder Henrich Beyer über die Summe von 27 Reichstalern, 3 Schillingen, 6 Pfennigen für den Münsterkampf, ausgestellt im Haus des Berndt Schmedding, am Kirchhof in Roxel gelegen, durch den Vetter des Quittierenden, Kaplan B. H. Poysz.
Jodocus Beyer zeichnet mit einem Kreuz.
Zeuge: Henrich Sigismund Hertz, Custos in Roxel.
[Rückvermerk:] Quitung ab dem Münsterkampff meines Bruders Jodoci Beyer.
9.9 16. Februar 1757
Quittung der Anna Maria Gertrudis Beyer, Ehefrau Holthaus zu Bösensell, für ihren Bruder Henrich Beyer über die Summe von 27 Reichstalern, 3 Schillingen und 6 Pfennigen für den Münsterkampf, ausgestellt im Haus des Bernd Schmedding, am Kirchhof in Roxel gelegen, durch den Vetter der Quittierenden, Kaplan B. H. Poysz.
Anna Maria Gertrudis Beyer zeichnet mit einem Kreuz.
Zeuge: Henrich Sigismund Hertz, Custos in Roxel.
[Rückvermerk:] quitung meiner schwester Anna Maria Gertrudis Beyer Ehefraw Holthaus zu Bosensell ab dem Münsterkampff.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:02 MEZ