Johann Kunenmann, Meier der Deutschordenskommende ("der Tutschen Herren") in Ulm [abgegangen, Bereich Bahnhofstraße 11-13, Bahnhofstraße 5, Parz. 281/1 und 281/3], bekennt, dass ihm der Hof der Kommende in Ulm auf Lebenszeit verliehen wurde. Da er aber nun alt ist und nicht mehr die Kraft zur Bewirtschaftung des Hofes hat, hat er dem Kommendetressler Johann Brän in Gegenwart des vormaligen Tresslers Georg Werner und des Priesters und Kaplans Georg Überreiter Rechenschaft über seine Verwaltung des Hofes abgelegt. Dabei hat sich ergeben, dass er der Kommende 400 Gulden und eine ansehnliche Menge Getreide schuldet. In Anbetracht seines Alters und seiner langen Tätigkeit für die Kommende hat ihm der Tressler seine Schulden nachgelassen. Außerdem hat er ihm 40 Pfund Heller für seinen Lebensunterhalt ausgesetzt. Dafür erhält er von ihm solange jede Woche 10 Schilling Heller, bis die erwähnte Summe bezahlt ist. Erlebt er die vollständige Auszahlung dieser Summe nicht mehr, dann verbleibt der Rest der Kommende, ohne dass seine Erben darauf Anspruch erheben können. Mit Zustimmung des Zunftmeisters Peter Kunenmann sowie des Bartholomäus und des Georg Kunenmann, seiner Söhne, übergibt er daraufhin den Hof der Kommende und verzichtet auf alle ihm daran zustehenden Rechte.

Vollständigen Titel anzeigen
Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
Objekt beim Datenpartner
Loading...