Kläger: Gerhard und Anton Reinhard Schott, Kaufleute in Hamburg (Kläger).- Beklagter: Johann Nicolaus Vollrath als Kurator der Margaretha Barbara Vollrath, geborene Claussen, Witwe des Nicolaus Vollrath, als Erbin des Gerhard Matthias Claussen, Anwalt des Gödert Rohlffs, dann gerichtlich bestellter Prokurator auch der anderen Gläubiger des Anton Schott, sowie seit 1770 Lt. Julius Hinrich Bartels, Gerichtsvogt in Hamburg (Beklagter) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis (primae), nunc (1759) ulteriorum compulsorialium, nunc (1770) citationis (novae) cum compulsorialibus, nunc (1777) confirmationis transactionis; Schadensersatzforderungen der Kläger wegen verzögerter Auszahlung der beim Gerichtsvogt deponierten Gelder, Imploration wegen Vollstreckung eines Urteils über die Priorität der Forderungen der Kläger in Höhe von 3500 Mark und Ladung sämtlicher Gläubiger in einem Streit in Fallitsachen des Anton Schott; Hinweis der Beklagten, dass Gerhard Schott längere Zeit mit seinem Vater Anton Schott eine Handlungsgesellschaft betrieben habe und dass die Kläger als Schuldner in den Büchern des Anton Schott auftauchten
Vollständigen Titel anzeigen
Kläger: Gerhard und Anton Reinhard Schott, Kaufleute in Hamburg (Kläger).- Beklagter: Johann Nicolaus Vollrath als Kurator der Margaretha Barbara Vollrath, geborene Claussen, Witwe des Nicolaus Vollrath, als Erbin des Gerhard Matthias Claussen, Anwalt des Gödert Rohlffs, dann gerichtlich bestellter Prokurator auch der anderen Gläubiger des Anton Schott, sowie seit 1770 Lt. Julius Hinrich Bartels, Gerichtsvogt in Hamburg (Beklagter) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis (primae), nunc (1759) ulteriorum compulsorialium, nunc (1770) citationis (novae) cum compulsorialibus, nunc (1777) confirmationis transactionis; Schadensersatzforderungen der Kläger wegen verzögerter Auszahlung der beim Gerichtsvogt deponierten Gelder, Imploration wegen Vollstreckung eines Urteils über die Priorität der Forderungen der Kläger in Höhe von 3500 Mark und Ladung sämtlicher Gläubiger in einem Streit in Fallitsachen des Anton Schott; Hinweis der Beklagten, dass Gerhard Schott längere Zeit mit seinem Vater Anton Schott eine Handlungsgesellschaft betrieben habe und dass die Kläger als Schuldner in den Büchern des Anton Schott auftauchten
211-2_S 134 Teil 1
S 7665
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> S
1747-1777
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Lt. Caesar Scheurer. Beklagter: Lt. Gotthard Johann Hert (1758). Dr. Johann Albert Ruland (1770) und Dr. Johann Phillipp Gottfried von Gülich (1772).- Instanzen: 1. (Niedergericht 1756). 2. Obergericht 1756-1758. 3. Reichskammergericht 1758-1777.- Darin: Bilanz und Liste der Schuldner und Gläubiger der Firma Anton & Gerhard Schott 1747; Aktenstücke in Fallitsachen des Anton Schott und aus anderen Prozessen der Kläger u.a. mit Margaretha Schott, geborene Otte, Witwe des Anton Schott, und mit dem Gerichtsvogt vor dem Rat 1748-1755 (passim); Abrechnung des Gerichtsvogts über die Einnahmen bei der Versteigerung der Mobilien der Witwe Margaretha Schott und über die Ausgaben an Gerichtskosten etc. 1749; Rechnung von 1758 der hamburgischen Stadtkanzlei über die Kosten bei der Ausfertigung der Vorakten und der "rationes decidendi"" sowie der Schragen der Sekretäre und Kanzleischreiber und die Gebührenordnung für das Obergericht; Vergleich von 1758 der Kläger mit Elisabeth von Neuendahl; Zession der Forderungen der Anna Cäcilia Rohlffs an die Kläger sowie eine entsprechende Quittun 1763; ärztliches Attest von 1774; Vergleich zwischen den Parteien 1777.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11362 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:57 MEZ