Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm bekennen: Vor ihnen sind die Ratsherren und Ulmer Bürger Bartholomäus Gregg und Christoph ("Stoffel") Kramer als von Bürgermeister und Rat bestellte Vormünder der noch unmündigen Kinder des verstorbenen Ulmer Bürgers Konrad Schleicher ("Slicher") Gabriel und Margarete sowie die Gebrüder Konrad und Silvester Schleicher, Peter Rottengatter und seine Ehefrau Elisabeth geborene Schleicher sowie Benigna Schleicher, Ehefrau des Jakob Blanck, alle Kinder und Schwiegersöhne des verstorbenen Konrad Schleicher, erschienen. Sie haben berichtet, dass ihr verstorbener Vater bzw. Schwiegervater ihnen einen halben Hof in Grimmelfingen ("Grymelfingen") [Stadt Ulm], den derzeit Konrad Ulmann gegen einen jährlichen Zins von 17,5 Imi Fesen, 17,5 Imi Hafer, beides Ulmer Maß, 3 Pfund Heller Heugeld, 2 Herbsthühnern sowie einer Weglöse in Höhe von 6 Pfund Heller Ulmer Stadtwährung bei seinem Abzug bewirtschaftet, hinterlassen hat. Dieser Hofteil gehört ihnen und ihrer Schwester Martha, der Ehefrau des Georg Bautinger ("Buwtinger") von Augsburg, bringt ihnen aber keinerlei Nutzen. Daher haben sie ihn mit allen Zugehörungen den Priestern Johann Bissinger, Pfarrer zu Bernstadt ("Berenstatt") [Alb-Donau-Kreis], und Nikolaus Bissinger, Pfarrer zu Kuchen [Lkr. Göppingen], verkauft. Ihr Schwager Georg Bautinger und ihre Schwester haben dazu ihre Zustimmung mit einer von Georg Bautinger besiegelten Urkunde gegeben. Die Käufer haben ihnen für den Hofteil 275 rheinische Gulden bezahlt. Da ein Teil der Verkäufer noch nicht mündig ist, fragen sie nun beim Rat der Stadt Ulm an, wie sie diesen Verkauf den Käufern ordnungsgemäß beurkunden können. Bürgermeister und Rat erklären daraufhin, dass, nachdem der Verkauf zum besseren Nutzen aller Verkäufer erfolgt ist und der Erlös unter ihnen aufgeteilt wurde, der Verkauf unter dem Stadtgerichtssiegel besiegelt werden und damit Rechtskraft erlangen soll.