Bescheinigung über Ledigzählung (Freikauf aus Leibeigenschaft): Anna Maria Allgewer
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A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. A 2 d (Geburtsbriefe) Nr. 4486
A 2 d (Geburtsbriefe) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 12-17a) >> Bd. 12 Geburtsbriefe Abt - Hunger
1616 Dezember 7
Regest: Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm urkunden, dass Anna Maria Allgewer des Bernhart Allgewer von Schalckstötten und seiner ehelichen Hausfrau Appolonia Mutscheler, die beide noch leben, eheliche Tochter, die Leibeigene der Stadt Ulm war, sich mit 12 fl in Münz recht und redlich erkauft hat. Darum verzichten sie auf die Anna Maria Allgewer, so dass sie künftig der Leibeigenschaft halber weder an ihren Leib noch an ihr Gut einen Anspruch haben. Jedoch soll sie künftig zu ewigen Zeiten Ulmer Bürgerin nicht werden noch nach dem Ulmer Bürgerrecht stellen (= trachten).
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Insigel des Stadtgerichts
Siegel (Erhaltung): abgeschnitten
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): abgeschnitten
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ