Brief von Cornelis Swaving an Hermann Welcker
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Rep. 29 Medizinische Fakultät
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26.11.1868
Enthält: Sein Zustand hat sich durch Diät, Ruhe, Kreide, Morphium und Porter (in kleinen Mengen) allmählich gebessert. Welckers Anfrage, ob ihm das Klima auch wirklich bekömmlich sei, kann er nunmehr dahingehend beantworten, dass es nach seinen Erfahrungen weniger das Klima selbst ist, das sich schädlich auswirkt, als vielmehr Feuchtigkeit und Malaria. Seine anfänglichen Wohnverhältnisse in einem kleinen feuchten Haus und ständiger Zugluft hält er für auslösende Momente seiner Krankheit. Jetzt befindet er sich in günstigeren Wohnverhältnissen und glaubt an weitere Besserung. Welckers Abhandlung über Dantes Schädel und die Reduktionstabellen hat er mit Wohlgefallen empfangen und erwartet mit Ungeduld dessen "Schädelbuch" und van der Hoevens Nekrolog. Seine Veröffentlichung über Bontius hat er Welcker zugestellt. Die äußere Form der Widmung in Welckers Werk überlässt er ihm - er hält Namen ohne jede Titulatur für ausreichend, will sich aber den Gebräuchen des Landes nicht widersetzen. Seine eigenen Abhandlungen kommen nur sehr langsam zustande; Krankenbesuche, gerichtsärztliche Gutachten und Berichte und seine geschwollenen Hände behindern. Um seine Tabellen verständlich zu machen, fügt er Erklärungen über Messungsmethoden bei. Erwartet sehnsüchtig die Druckbogen von Welckers "Grundfragen der Anthropologie". Aebys Klassifizierung bestimmter Schädeltypen hält er für Unsinn und fragt Welcker nach seiner Meinung. Die Einheitlichkeit der Messmethoden wird von einigen Forschern als immer dringlicher erkannt. Negerschädel sind ihm ganz selten zugänglich, aber von Neu-Guinea und Borneo hat er Material erhalten, von welchem er Welcker abgeben will. Bittet um Messungsergebnisse derjenigen Schädel, die er Welcker zugeschickt hat. Fragt an, ob Welcker einen Göttinger Dr. Selenka kennt und ob er ein würdiger Nachfolger van der Hoevens sein könnte. Erinnert sich, dass es nun schon 30 Jahre her ist, da er promoviert wurde. Davis hat ihm berichtet, dass er Schädel von den Andaman-Inseln, Afrika und Asien erhielt. Er hat seine Abhandlung über Pontius in englische Sprache übersetzt. Legt einige Fotos von sundanesischen Frauen und einem Jüngling bei. Macht Angaben über die Maßeinheiten seiner Tabellen. Fragt Welcker, ob er den "Versuch einer Charakteristik der Völker des ostindischen Archipels" von Franz Junghuhn kennt.
Sachakte
Korrespondenz von Hermann Welcker
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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