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Graf Johann (Johanns) [II.] von Henneberg[-Schleusingen]
bekundet, dass er von Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, und dem
Konvent von Fulda ei...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1461-1470
1469 Januar 3
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 2 beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist in jaren und tagen als obgeschriben stehedt
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Graf Johann (Johanns) [II.] von Henneberg[-Schleusingen] bekundet, dass er von Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, und dem Konvent von Fulda eine im Folgenden inserierte Urkunde erhalten hat. Johann versichert, alle Vereinbarungen einzuhalten und auf Rechtsmittel oder andere Mittel zu verzichten, die den Vereinbarungen widersprechen könnten. Johann bittet seinen Bruder, Graf Wilhelm [III.] von Henneberg[-Schleusingen], sich ebenfalls zur Einhaltung der Vereinbarungen zu verpflichten. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1469 Januar 3: Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, bekundet, dass er seinen Oheim, Graf Johann [II.] von Henneberg[-Schleusingen] mit Zustimmung von Dekan und Konvent zum Hauptmann des Klosters Fulda eingesetzt hat. Es ist vereinbart worden, dass Johann so schnell wie möglich den Papst auf eigene Kosten um Bestätigung [als Abt] bitten soll. Sobald diese in Fulda eintrifft, soll Johann auf alles [Weltliche] verzichten, in den Orden eintreten, den Habit anlegen (die kappen an) und dem Abt Gehorsam erweisen. Daraufhin soll er in den Konvent aufgenommen werden. Dann soll er schwören, geloben und verbriefen, die heiligen Ordensregeln und Statuten des Klosters einzuhalten. Dekan, Konvent, Ritter und alle anderen, die zum Kloster gehören, sollen dadurch nicht in ihren Freiheiten und Gewohnheiten eingeschränkt werden. Wenn dies alles geschehen ist, soll Johann die Abtei und die Herrschaft über das Kloster übertragen werden. Davon ausgenommen sind die Propstei Thulba (Duw), die Kellerei in Hammelburg, die Burg Giesel (Gisela), 300 Gulden aus (Remelsgehaugk) [Römershag ?] und das Silberzeug des Abtes. Diese Besitzungen sollen Abt Reinhard auf Lebzeiten zustehen. Johann soll für Reinhards Schutz aufkommmen. Reinhard ist niemand verpflichtet, weder dem Abt noch dem Konvent. Er verzichtet auch auf jeden Einfluss und jede Mitsprache, bis auf die Wahl des Abtes und des Dekans. Reinhard versichert, alle Vereinbarungen so einhalten zu wollen, wie er es Johann unter Eid in die Hand versichert hat. Dekan Konrad von Lauberbach (Lauwerbach) und der Konvent von Fulda bekunden ihre Zustimmung zu den Vereinbarungen und versichern, sie einzuhalten. Siegelankündigung von Abt Reinhard, Dekan Konrad von Lauberbach mit dem Konvent. (... der geben ist am Dinstage nach dem heylgen neuewen jars tag nach Crist geburt vierzehenhundert und im neunundsechzigsten jaren). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Graf Johann [II.] von Henneberg[-Schleusingen], Graf Wilhelm [III.] von Henneberg[-Schleusingen]
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 436, f. 29-33
Graf Johann [II.] von Henneberg[-Schleusingen] wird 1472 Abt von Fulda.
Vgl. Nr. 1052, 1053 und 1054.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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