Das kinderlose Ehepaar Heinrich und Adelheid Wibelore aus Zellingen schenkt gemeinsam mit Eberhard und seiner Ehefrau Jutta den Brüdern der Deutschordenskommende in Würzburg ihre in der Urkunde näher bezeichneten Güter in Zellingen. Außerdem schenkt ihnen Eberhard eine Hufe in Zellingen, die er von Eckehard Voit ("advocatus") von Aschaffenburg zu Erbrecht besitzt. Von der Hufe zinst man diesem jährlich 4 Unzen Würzburger Pfennige, 1 Malter Roggen ("siligo"), 1 Malter Hafer, 10 Pfennige an Ostern für einen Lammsbauch ("pro precaria agnorum") und 1 Fastnachtshuhn. Vor Heinrich Wibelore war Adelheid mit einem gewissen Hermann verheiratet. Dieser verstarb in Gegenwart des Heinrich Wibelore in Übersee. Nach seiner Rückkehr hat Heinrich dann Adelheid geheiratet. Von Hermann stammen die hier geschenkten Güter. Da aber noch Neffen des Hermann, nämlich die Söhne seines Bruders, am Leben sind, haben Heinrich und Adelheid diesen zur Abgeltung ihrer Ansprüche auf die Güter 12 Pfund Pfennige bezahlt. Diese Schenkung erfolgte zunächst zur Zeit des [Komturs] Wichmann. Sie wird nun in Gegenwart der folgenden Zeugen wiederholt. Zeugen: Die Würzburger Bürger Konrad von Heidenheim, Friedrich Rufus, Konrad von der Hölle ("de Inferno"), Albert Willemut, Eckehard von Heidenheim und Merklin von Bayreuth ("Beierrvte") sowie aus Zellingen der Ritter Herold, Heinrich Sniduz, Wichnand, Walter Goldenere und viele andere. Actum 1254 xvi° kalendas februarii. Aussteller: Heinrich Wibelore und seine Ehefrau Adelheid. Empfänger: Deutschordenskommende Würzburg
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Das kinderlose Ehepaar Heinrich und Adelheid Wibelore aus Zellingen schenkt gemeinsam mit Eberhard und seiner Ehefrau Jutta den Brüdern der Deutschordenskommende in Würzburg ihre in der Urkunde näher bezeichneten Güter in Zellingen. Außerdem schenkt ihnen Eberhard eine Hufe in Zellingen, die er von Eckehard Voit ("advocatus") von Aschaffenburg zu Erbrecht besitzt. Von der Hufe zinst man diesem jährlich 4 Unzen Würzburger Pfennige, 1 Malter Roggen ("siligo"), 1 Malter Hafer, 10 Pfennige an Ostern für einen Lammsbauch ("pro precaria agnorum") und 1 Fastnachtshuhn. Vor Heinrich Wibelore war Adelheid mit einem gewissen Hermann verheiratet. Dieser verstarb in Gegenwart des Heinrich Wibelore in Übersee. Nach seiner Rückkehr hat Heinrich dann Adelheid geheiratet. Von Hermann stammen die hier geschenkten Güter. Da aber noch Neffen des Hermann, nämlich die Söhne seines Bruders, am Leben sind, haben Heinrich und Adelheid diesen zur Abgeltung ihrer Ansprüche auf die Güter 12 Pfund Pfennige bezahlt. Diese Schenkung erfolgte zunächst zur Zeit des [Komturs] Wichmann. Sie wird nun in Gegenwart der folgenden Zeugen wiederholt. Zeugen: Die Würzburger Bürger Konrad von Heidenheim, Friedrich Rufus, Konrad von der Hölle ("de Inferno"), Albert Willemut, Eckehard von Heidenheim und Merklin von Bayreuth ("Beierrvte") sowie aus Zellingen der Ritter Herold, Heinrich Sniduz, Wichnand, Walter Goldenere und viele andere. Actum 1254 xvi° kalendas februarii. Aussteller: Heinrich Wibelore und seine Ehefrau Adelheid. Empfänger: Deutschordenskommende Würzburg
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden 1254 Januar 17
StA Würzburg: Würzburger Urkunden 110 / 6; Würzburger Urkunden 3325
Deutscher Orden, Kommende Würzburg Urkunden 1254 Januar 17
Registratursignatur/AZ: 11 Ziffer (16. Jh.)
Registratursignatur/AZ: B J Z (16. Jh.)
Registratursignatur/AZ: G (18. Jh.)
Zusatzklassifikation: 009
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden >> Einzelregestierung von Urkunden
1254 Januar 17
Pergament
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Angekündigt sind die Siegel des Dompropstes, des Domdekans und der Stadt Würzburg; alle drei Siegel ursprünglich an grünen und roten Wollfäden anhängend, verloren
Überlieferung: Original
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 80
Vermerke: Inhaltsangaben (13./14., 15. u. 17./18. Jh.)
Typ: 1254 Januar 17
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg.
Überlieferung: Original
Literatur: Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 80
Vermerke: Inhaltsangaben (13./14., 15. u. 17./18. Jh.)
Typ: 1254 Januar 17
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg.
Wibelore, Heinrich, Zellingen
Wibelore, Adelheid, Zellingen
Eberhard, Zellingen
Jutta, Zellingen
Voit von Aschaffenburg, Eckehard
Hermann
Wichmann, Würzburg, Deutschordenskommende, Komtur
Heidenheim, Konrad von, Würzburg, Bürger
Heidenheim, Eckehard von, Würzburg, Bürger
Rufus, Friedrich, Würzburg, Bürger
Hölle, Konrad von der, Würzburg, Bürger
Willemut, Albert, Würzburg, Bürger
Bayreuth, Merklin von, Würzburg, Bürger
Herold, Zellingen, Ritter
Sniduz, Heinrich, Zellingen
Wichnand, Zellingen
Goldenere, Walter, Zellingen
Castell, Markward von, Würzburg, Dompropst
Krautheim, Arnold von, Würzburg, Domdekan
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Einwohner
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Acker
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Flurnamen
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Wald
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Weinberg
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Hofstatt
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Kelter
Zellingen (Lkr. Main-Spessart), Hufe
Würzburg, Deutschordenskommende, Brüder
Würzburg, Deutschordenskommende, Komtur
Würzburg, Bürger
Würzburg, Domstift, Propst
Würzburg, Domstift, Dekan
Würzburg, Stadt, Siegel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 09:55 MESZ
Hierarchie
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