Das nachgenannte Schiedsgremium veranlasst in Streitigkeiten zwischen Kurfürst Philipp von der Pfalz einer- sowie Burian von Guttenstein, Breitenstein und Oberstein (Burjhann vom Guttenstein und Braittenstein Oberstein), Kammermeister im Königerich Böhmen, andererseits Folgendes: Beide Seiten sollen zwei Beisitzer bestimmen, die mit Mehrheit alle Forderungen schlichten oder rechtlich entscheiden sollen. Bei Uneinigkeit soll Wilhelm von Lentersheim, Hauptmann zu Bayreuth (Baireutth), als Obmann dienen. Dies soll bis Mariä Lichtmess [= 2.2.] geschehen. Der Anhörungstag wird durch Graf Michael von Wertheim bestimmt und verkündet. Sollte der Obmann seine Rolle nicht annehmen wollen, darf Burgraf Heinrich zu Meißen einen neuen bestimmen. Als ausstellende Schiedsleute werden genannt: Burggraf Heinrich von Meißen, Graf zu Hartenstein und Herr von Plauen, Buschko von Seeberg zu Plan (Bußko her von Seeberg und her zur Plann) und Felix Vitzthum zu Neuschönburg (Vitzdom auf Newenschonberg) als Räte von König Vladislav zu Böhmen; Heinrich Nothafft zu Wernberg, Ritter, Landrichter und Pfleger zu Sulzbach, Christoph von Freudenberg, Landrichter zu Amberg, und Alexander von Wildenstein, Pfleger zu Lauf als Beisitzer Kurfürst Philipps von der Pfalz und Ottos von Pfalz[-Mosbach]. Der Entscheidung stimmten zu: Graf Michael zu Wertheim, Vitztum zu Amberg, und Ludwig Muracher (Murher), Pfleger zu Murach, als bevollmächtigte Anwälte Kurfürst Philipps; Heinz Grieß "von Entzes" (Heintz Griess von Entzes), Andreas (Endres) von Lichtenstein und Nikolaus Riebstein (Niclas Riebstain) als Vertreteter Burians.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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