Priorin Agnes und der ganze Konvent der Schwestern der Augustinerklosters Löwental, die nach der Regel der Brüder des Predigerordens leben (secundum instructa et libera cura), bestätigen, so gut sie können, dankend die so große fromme Zuneigung (tante pietati pro nostro), die Bischof Rudolf von Konstanz, Propst Diethelm, Dekan Johannes und das ganze Kapitel der Kirche von Konstanz ihnen gegenüber hegen, indem sie wegen des Mangels an zeitlichen Gütern und der Armut ihres Klosters und des darausfolgenden Rückgangs an Klosterangehörigen, die das Kloster verlassen und die Klausur aufgeben müssen, die Kirche in Ailingen mit Kapellen und Filialen, Einkünften und Rechten, die derzeit der fromme Ulrich von Arbon, Bruder des Predigerordenshauses in Konstanz verwaltet, ihnen übergeben haben. Sie versprechen künftig die Feste des heiligen Märtyrers Pelagius, danach das des Bekenners Egidius sowie das Fest des heiligen Bischofs und Bekenners Konrads feierlich zu begehen und die gleichen geschichtlichen Lesungen wie im Chor zu Konstanz zu halten (propriis hystoriis sicut in choro Constantiensi). Sie versprechen ferner einen Jahrtag für Bischof Rudolf von Montfort, Propst Diethelm von Steinegg, Dekan Johannes von Torberg, Rudolf von Liebegg, Propst von Bischofszell, Nikolaus von Frauenfeld, Propst von Embrach sowie Hermann von Stockach, Heinrich von Steinegg, Albrecht von Castell, Albrecht Schenk (pincerna) und Konrad von Diessenhofen, die das Kapitel derzeit ausmachen, zu feiern und sie in ihr Kalendar aufzunehmen. und sich nach den Vorgaben des Bruders Ulrich zu reformieren. Nach seinem Tod wollen sie dem Prior des Konstanzer Predigerklosters gehorchen.