Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz, das den Notar Winter von der Heimfallklage („actio caducitatis“) des Gotteshauses St. Antonius bzgl. 12 1/2 Morgen Land zu Wissersheim (Erftstadt, Kr. Euskirchen) freigesprochen, seine Einweisung in die streitigen Ländereien angewiesen, ihm aber auch auferlegt hat, die rückständigen Erbpachten zu bezahlen und das Land innerhalb von 6 Monaten von der aufgenommenen Hypothek zu befreien. Trotz der Appellation an das RKG erhielt der Vogt von Nörvenich den Befehl, den Notar Winter in die streitigen Ländereien einzuweisen. Dagegen ergeht am 21. Feb. 1721 das RKG-Extrajudizialdekret, begangene „Attentata“ zurückzunehmen und alles so zu belassen, wie es zum Zeitpunkt der Appellation gewesen sei.
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Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz, das den Notar Winter von der Heimfallklage („actio caducitatis“) des Gotteshauses St. Antonius bzgl. 12 1/2 Morgen Land zu Wissersheim (Erftstadt, Kr. Euskirchen) freigesprochen, seine Einweisung in die streitigen Ländereien angewiesen, ihm aber auch auferlegt hat, die rückständigen Erbpachten zu bezahlen und das Land innerhalb von 6 Monaten von der aufgenommenen Hypothek zu befreien. Trotz der Appellation an das RKG erhielt der Vogt von Nörvenich den Befehl, den Notar Winter in die streitigen Ländereien einzuweisen. Dagegen ergeht am 21. Feb. 1721 das RKG-Extrajudizialdekret, begangene „Attentata“ zurückzunehmen und alles so zu belassen, wie es zum Zeitpunkt der Appellation gewesen sei.
AA 0627, 1092 - C 643/1469
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1721 (1720 - 1721)
Enthaeltvermerke: Kläger: Kaspar Bardenhewer, „Praeceptor generalis“ der Antoniter zu Köln, (Kl.) Beklagter: Notar Winter zu Köln und Konsorten: Derich Wilhelm Scherpenseel zu Düren, Vogt zu Nörvenich (Kr. Düren), (Bekl.: Notar Winter, Dietherich Jungbluth und Geschwister Friessens) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Rudolph Sachs 1720 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmannjunior Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat (Kanzler und Räte/Hofkanzlei zu Düsseldorf (1720) - 2. RKG 1721 (1720 - 1721) Beweismittel: Urteil der 1. Instanz vom 12. Juli 1720 (14f.). Beschreibung: 1,5 cm, 40 Bl., gelöst; Protokoll ohne Eintragungen, 13 Schriftsätze prod. 3. März und 2. April 1721.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:47 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 1. Buchstabe C (Gliederung)