Kurfürst Philipp von der Pfalz bestellt Leonhard (Lenhart) Kugelbach mit einem reisigen Pferd zum Diener von Haus aus. Dieser soll zehn Jahre lang gegen jeden wohlgerüstet und beritten dienen und sich besonders zu Lützelstein aufhalten. Im Dienst erhält er vom Hof Futter, Mahl, Nagel und Eisen. Der Pfalzgraf verspricht, im Dienst erlittene Kriegs- und Pferdeschäden zu ersetzen, sollte keine Einigung zustande kommen, entscheiden der Hofmeister, Marschall und zuständige Hauptmann. Für seinen Dienst, der zu Cathedra Petri [= 22.2.] beginnt, soll er als Sold 24 Gulden, 6 Viertel Korn nach kleinem Maß und einen halben Fuder Wein gegen Quittung, sowie ein Hofkleid wie andere Ausdiener, 8 Fuder Holz und tägliches Futter erhalten, zu Hause auch Beschlaggeld, Heu und Stroh für sein Pferd. Wenn die Landvogtei wieder in die Hände des Pfalzgrafen kommt, soll er bei der alten Bestallung bleiben und diese hier ungültig sein, wobei ihm ein halber Fuder Wein wie von alters her.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bestellt Leonhard (Lenhart) Kugelbach mit einem reisigen Pferd zum Diener von Haus aus. Dieser soll zehn Jahre lang gegen jeden wohlgerüstet und beritten dienen und sich besonders zu Lützelstein aufhalten. Im Dienst erhält er vom Hof Futter, Mahl, Nagel und Eisen. Der Pfalzgraf verspricht, im Dienst erlittene Kriegs- und Pferdeschäden zu ersetzen, sollte keine Einigung zustande kommen, entscheiden der Hofmeister, Marschall und zuständige Hauptmann. Für seinen Dienst, der zu Cathedra Petri [= 22.2.] beginnt, soll er als Sold 24 Gulden, 6 Viertel Korn nach kleinem Maß und einen halben Fuder Wein gegen Quittung, sowie ein Hofkleid wie andere Ausdiener, 8 Fuder Holz und tägliches Futter erhalten, zu Hause auch Beschlaggeld, Heu und Stroh für sein Pferd. Wenn die Landvogtei wieder in die Hände des Pfalzgrafen kommt, soll er bei der alten Bestallung bleiben und diese hier ungültig sein, wobei ihm ein halber Fuder Wein wie von alters her.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 819, 366
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1505 Januar 19 (uff sontag nach Anthony)
fol. 368v-369r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Mit dem Vermerk, dass Leonhard sein Revers gegeben hat.
Kugelbach, Leonhard; erw. 1505
Lützelstein = La Petite-Pierre, Dep. Bas-Rhin [F]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:17 MESZ
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