Klage gegen die Zwangsversteigerung und den Entzug der beweglichen Erbgüter des am 6. Jan. 1733 verstorbenen Grafen von Hompesch zu Hemmersbach, der von seiner am 27. Juni 1732 verstorbenen Gattin Charlotta von Vercken zum testamentarischen Universalerben eingesetzt worden war, zur Befriedigung der Gläubiger. Berufung gegen die diesbezüglichen Dekrete der Vorinstanz zugunsten der Gläubiger vom 19. Jan., 27. Jan. und 30. März 1733. Ferner Klage aufRechnungsdarlegung über die Schuldforderungen durch die einzelnen Gläubiger.
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Klage gegen die Zwangsversteigerung und den Entzug der beweglichen Erbgüter des am 6. Jan. 1733 verstorbenen Grafen von Hompesch zu Hemmersbach, der von seiner am 27. Juni 1732 verstorbenen Gattin Charlotta von Vercken zum testamentarischen Universalerben eingesetzt worden war, zur Befriedigung der Gläubiger. Berufung gegen die diesbezüglichen Dekrete der Vorinstanz zugunsten der Gläubiger vom 19. Jan., 27. Jan. und 30. März 1733. Ferner Klage aufRechnungsdarlegung über die Schuldforderungen durch die einzelnen Gläubiger.
AA 0627, 2734 - H 1669/5500
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1734 - 1759 (1663 - 1752)
Enthaeltvermerke: Kläger: Sämtliche Erben des Grafen und Generalwachtmeisters Adam Ludwig von Hompesch zu Hemmersbach (Kr. Bergheim): GrafFranz P. von Hompesch zu Rurich, Freifrau M[aria] A[nna] von Zweifel, geb. von Hompesch, Graf Reinhard Vinzenz von Hohenfeld, königl. schwedischer Oberstallmeister, Freifrau L. E. W. von Brachel, geb. von Hompesch, Freifrau von Heyden, geb. von Hompesch, Freiin Amalia von Hompesch, V. W. von Hompesch, E. J. G. von Hompesch, seit 1747 Johann Wilhelm von Hompesch zu Bollheim, (Kl.) Beklagter: Gläubiger des verstorbenen von Hompesch zu Hemmersbach: Maria Josina von Gülich zu Dorp, verwitwete von Gülich zu Berg, Witwe von Leers zu Tetz und Dr. Johann Konrad Schultheiß als Erben von Leers zu Köln, Maria Theresia Hansen und Anna Elisabeth Hansen gen. Brabender als Erben der Elisabeth Horst, später Hansen, Simon Höchster, Jude zu Wetzlar, Simon Henrich Gondela, Advokat zu Wetzlar, Melchior Rutger von Kerich, seit 1750 Wilhelm Ludwig von Gülich als Vormund der unmündigen Kinder der Maria Josina von Gülich, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Hermann Scheurer 1734 - Subst.: Lic. Johann Leonhard Krifft - Dr. Georg Melchior Hofmann 1735 - Subst.: Lic. A. F. Spoenla - Lic. Simon Henrich Gondela 1736 und 1747 - Subst.: Georg Samuel Scheffer - Subst.: Lic. Johann Werner 1747 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Philipp Ludwig Mockel [1733] 1734 - Subst.: Dr. Johann Hermann Scheurer - Dr. Johann Paul Besserer 1734 - Subst.: Dr. Johann Eberhard Frech - Dr. Johann Goy 1735 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolf - Dr. Georg Melchior Hofmann 1735 - Subst.: Dr. Johann Nikolaus Schmid - Lic. Johann Wilhelm Weylach 1735 - Subst.: Lic. Wolff - Dr. Johann Adolph Brandt 1735 - Subst.: Lic. Johann Konrad Helffrich - Lic. Johann Melchior Deuren (für den Pfalzgrafen bei Rhein) [1730] 1735 - Subst.: Lic. A. J. Stephani - Lic. Johann Andreas Dietz 1750 - Subst.: Dr. Johann Jakob Zwierlein Prozeßart: Appellationis nec non citationis ad domum ad liquidandum una cum mandato attentatorum revocatorio, cassatorio et restitutorio sine clausula Instanzen: 1. Jül.-berg. Geheimer Rat (Kanzler und Räte) zu Düsseldorf 1733 - 2. RKG 1734 - 1759 (1663 - 1752) Beweismittel: RKG-Ladung von 1733, als Edikt zu Köln, Hemmersbach und Aachen veröffenlicht (Q 3). Wechselbrief der Charlotta von Hompesch, geb. von Vercken zu Hemmersbach, von 1729 (Q 33). Rechnungen über die Reisekosten und den Verzehr der Charlotta von Hompesch, geb. von Vercken, von 1728 - 1732, bezahlt durch Simon Höchster (Q 34-38). Verzeichnis der zwangsversteigerten Mobilien zu Hemmersbach von 1734 (Q 40). Schuldschein der Charlotta von Hompesch, geb. von Vercken, von 1727 für GrafVinzenz von Hohenfeld (Q 47). Obligation der Brüder Philipp Heinrich und Johann Barthold von Vercken von 1663 für ihren Oheim Heinrich von Gülich (Q 52). Urkunde der Eheleute Philipp Heinrich von Vercken und Etta Sibylla von Westerholt von 1699 betr. Schulden der Brüder Philipp Heinrich und Johann Barthold von Vercken (Q 53). RKG - „Mandatum arctius de revocandis attentatis...“ (Q 63). RKG - „Citatio edictalis secunda ad liquidandum“ vom 23. Dez. 1734, zu Aachen, Hemmersbach und Köln veröffentlicht (Q 68). Obligationen bzw. Rentverschreibungen der Eheleute Philipp Heinrich von Vercken und Etta (Eva) Sibylla von Westerholt von 1675 für die Jesuiten zu Köln sowie damit zusammenhängende Dokumente von 1688 und 1694 (Q 70). Schuldschein der Reichsgräfin Charlotta von Hompesch, geb. von Vercken, für den Advokaten Gondela von 1728 (Q 74). Rechnung über die Portoauslagen des Advokaten für die Eheleute von Hompesch (Q 75). RKG- „Ulteriores compulsoriales“ vom 6. Juli 1735 (Q 88). RKG- „Mandatum de revocandis attentatis“ vom 20. Juli 1739 (Q 100). Botenlohnschein von 1739 (Q 105). Testament des Grafen R. V. von Hohenfeld zu Bollheim von 1733, durch das sein Vetter Johann Wilhelm von Hompesch zu Bollheim als Universalerbe eingesetzt wird (Q 106). Zusätze zum Testament des Grafen Reinhard Vinzenz von Hohenfeld von 1737 (Q 107) und 1738 (Q 108f.). Inventar von Haus Hemmersbach von 1709 (I 459-488). Rechnung über die Real- und Personalschulden der Charlotta von Hompesch, geb. von Vercken, nach dem Tod ihres Vaters Philipp Heinrich von Vercken zu Hemmersbach (I 489-524). Bd. II enthält u. a. einige Abrechnungen und auch Akten von Prozessen der Gläubiger untereinander. Beschreibung: 2 Bde., 19,5 cm; Bd. I: 10,5 cm, 557 Bl., lose; Q 1 - 96, 98 - 115, zahlreiche Beilagen von 1733 - 1740, es fehlt Q 116; Bd. II: 9 cm, 578 Bl., gebunden; Q 97 (Priora). Prot., Beilagen und einige andere Aktenstücke sind schlecht erhalten. Bd. I enthält irrtümlich ein Aktenstück von 1775 in Sachen Gräfin von der Horst und Konsorten ./. Abt von Gladbach (I 556f.).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:32 MESZ