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Maßnahmen zur Ausrottung des Zaubereilasters und Hexenwesens in der Grafschaft Nassau-Siegen
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten >> 20. Stadt und Amt Siegen >> 20.1. Stadt Siegen (auch Jesuitenkolleg und Amt Siegen)
1629-1653
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Suppliken der Untertanen des Amtes Siegen, sämtlicher Inquisitoren und vereidigter Ausschüsse des Haingerichts sowie der Bürgermeister, Schöffen und des Rats zu Siegen wegen der Ausrottung des Zaubereilasters (1629-1630); Verhörs- bzw. Kriminalprotokolle und Denunziationen; Einführung einheitlicher kriminalistischer Prozesse bei der Ausrottung des Zaubereilasters (1630); Supplik der verordneten Ankläger zu Dillenburg wegen des Beginns der Ausrottung des dortigen Zaubereilasters (1630); Supplik des Metzgers Hermann Jüngst wegen Inhaftierung seiner der Zauberei beschuldigten Hausfrau (13.09.1630); Suppliken des Sekretärs Hermann Schmidt wegen seiner denunzierten Ehefrau Juliana (1630); Verhörsprotokolle des Siegener Amtmanns Caspar Wrede gegen Elisabeth (Elspet), die Nötenersche, wegen des Vorwurfs der Zauberei (1631); Befehle des Siegener Amtmanns Caspar Wrede betreffend die Untersuchung von Zaubereilastern; Schreiben des Lizentiaten Gabriel de Bruyn zu Köln an den Siegener Amtmann wegen der Supplik der Zunftmeister betreffend deß erschrecklichen Hexenwercks und Zaubereyen (01.08.1639); Supplik des Junkers von Hatzfeld zu Crottorf vom 16.06.1651 wegen der Prozeduren der Inquisitions- oder Hexenprozesses und wegen des inhaftierten Siegener Bürgers namens Kleinck; Befehle des Grafen Johann Moritz zu Nassau-Siegen betreffend die von sämtlichen Untertanen des Amts Freudenberg ersuchte Fortsetzung des Hexenprozesses (1652); Suppliken der Bürgermeister, Schöffen und Räte der Stadt Siegen im Namen der gesamten Bürgerschaft sowie sämtlicher Handwerksmeister der Stadt Siegen wegen Ausrottung und Bestrafung des Zaubereilasters und Befehle der Grafen zu Nassau-Siegen (1652-1653); Verwerfung des Prozesses gegen Anthonius Jung durch Fürst Johann Franz Desideratus zu Nassau-Siegen (13.08.1653); Einrichtung einer neuen Justizadministration zur Ausrottung des Zaubereilasters (1653). Korrespondenten u.a.: Amtmann Caspar Wrede (Siegen), Jacob Vetter, Johannes Bottenbach (Dillenburg), Adam Preis (Dillenburg), Hans Becker (Dillenburg), Daniel Bursch (Dillenburg), Sekretär Hermann Schmidt, Metzger Hermann Jüngst, Eiershausen (Siegen), Schöffe Johann Daum (Dillenburg), Christoph Altgelt, Lizentiat Gabriel de Bruyn (Köln), Caspar Steinhartz, Jacob Vetter (Ernsdorf), Johannes Pfeiffer (Siegen), Veltin Scharff, Philipp Lixfeldt, Junker von Hatzfeld zu Crottorf, Johann Moritz Graf zu Nassau-Siegen, Rat Johann Begker (Köln), Johann Franz Desideratus Graf zu Nassau-Siegen, Johann Wolff von Selbach genannt Quadfasel.
140 Bl.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.