Korrespondenz von Rudolf Unger an Carl Enders
Vollständigen Titel anzeigen
TNL Enders, HHI.2010.1000.350
HHI.TNLENDERS Teilnachlass Carl Enders
Teilnachlass Carl Enders >> Archivalie – Korrespondenz
1919-1921
Müritz, den 12.8.1919: U. dankt für die Zusendung von Sonderdrucken und versichert, dass er die Studien mit Interesse lesen werde. Er habe von Petersen erfahren, dass Enders "noch in der letzten Kriegszeit in Dorpat" habe lesen können. "Beneidenswert! Auch im schönen Bonn haben Sie es recht gut. Wir im mittleren Deutschland dagegen und nun gar im hässlichen Halle können nur mit schwersten Befürchtungen der Zukunft entgegensehen. (...) Gott erbarme sich gnädig unseres armen Vaterlandes!"
Halle a. d. Saale, den 25.8.1920: U. dankt für die Zusendung von Enders Beitrag in der Litzmann-Festschrift. "Die Studie erfordert (...) mehr Sammlung, als ich sie augenblicklich unter dem Drange äußerer Geschäfte aufzubringen vermag. Mit umso lebhafterem Anteil werde ich in ruhigeren Stunden nähere Kenntnis davon nehmen."
Zürich, den 4.10.1920: Der letzte Brief von Enders hat U. "peinlich berührt". Er nehme allerdings an, dass Enders "eine beleidigende Absicht, deren Motive zudem unerfindlich wären, fern gelegen hat. (...) Jedenfalls möchte ich auf das entschiedenste betonen, dass ich mich niemals selbst beworben habe, weder hier noch seinerzeit in Basel. Auch weiß ich von anderen Fällen her, dass solche Selbsterbietungen zumeist ihren Zweck verfehlen: so jedenfalls an den 2 genannten Universitäten. Ob es in Bern anders ist, darüber könnte wohl Hr. Koll Maync die beste Auskunft geben."
Zürich, den 11.10.1920: U. teilt Enders mit, dass bei ihm durch den letzten Brief "kein Gefühl der Kränkung mehr" bestehe. Er wolle Enders gern bei der Erlangung einer Professur behilflich sein.
Zürich, den 29.6.1921: U. dankt für die Zusendung der Keller-Biographie. "Hoffentlich lassen Sie mich auch, wenn ich im fernen Nordosten weile, freundlich an Ihrem wissenschaftlichen Leben u. Streben weiter teilnehmen und rechnen nicht so sehr auf die bei meinem schwerflüssigen Schaffenstemperament recht problematische Gegenseitigkeit."
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
Halle a. d. Saale, den 25.8.1920: U. dankt für die Zusendung von Enders Beitrag in der Litzmann-Festschrift. "Die Studie erfordert (...) mehr Sammlung, als ich sie augenblicklich unter dem Drange äußerer Geschäfte aufzubringen vermag. Mit umso lebhafterem Anteil werde ich in ruhigeren Stunden nähere Kenntnis davon nehmen."
Zürich, den 4.10.1920: Der letzte Brief von Enders hat U. "peinlich berührt". Er nehme allerdings an, dass Enders "eine beleidigende Absicht, deren Motive zudem unerfindlich wären, fern gelegen hat. (...) Jedenfalls möchte ich auf das entschiedenste betonen, dass ich mich niemals selbst beworben habe, weder hier noch seinerzeit in Basel. Auch weiß ich von anderen Fällen her, dass solche Selbsterbietungen zumeist ihren Zweck verfehlen: so jedenfalls an den 2 genannten Universitäten. Ob es in Bern anders ist, darüber könnte wohl Hr. Koll Maync die beste Auskunft geben."
Zürich, den 11.10.1920: U. teilt Enders mit, dass bei ihm durch den letzten Brief "kein Gefühl der Kränkung mehr" bestehe. Er wolle Enders gern bei der Erlangung einer Professur behilflich sein.
Zürich, den 29.6.1921: U. dankt für die Zusendung der Keller-Biographie. "Hoffentlich lassen Sie mich auch, wenn ich im fernen Nordosten weile, freundlich an Ihrem wissenschaftlichen Leben u. Streben weiter teilnehmen und rechnen nicht so sehr auf die bei meinem schwerflüssigen Schaffenstemperament recht problematische Gegenseitigkeit."
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
5 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Müritz - Absendeort
Halle a. d. Saale - Absendeort
Zürich - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.11.2025, 11:58 MEZ