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A V Hofkriegsrat (Bestand)
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Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 4 Abteilung IV: Kriegsarchiv >> 4.1 Alter Bestand >> 4.1.1 Organisation und Formation der Armee (A) >> 4.1.1.5 Hofkriegsrat (A V)
1619-1903
Vorwort: BESTANDSGESCHICHTE Laut Dr. Oskar Bezzel (siehe unten bei "Bestandsgehalt") stammen die ältesten Akten des Kriegsarchivs mit geringen Ausnahmen aus dem Königlich Bayerischen Allgemeinen Reichsarchiv, dem heutigen Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Dort befanden sich anscheinend bis zur vorübergehenden Errichtung eines geheimen Kriegsarchivs im Jahr 1815 die meisten der beim Hofkriegsrat und seinen Nachfolgern Oberkriegskollegium bzw. Kriegsministerium erwachsenen Akten. Ursprüngliche Verwahrstelle der oben genannten geringen Ausnahmen – 126 Verzeichnungseinheiten – war das Kreisarchiv, ab 1921 Staatsarchiv Landshut. Die jüngeren Akten wurden der Registratur des Kriegsministeriums entnommen. Dr. Rainer Braun hat im Jahr 1982 zum Bestand folgende Notizen verfasst: "Der heutige Bestand 'A V Hofkriegsrat' wurde aus den alten Serien A V 1 (Protokolle und Akten) und A V 2 (Buchhaltung, Rechnungswesen) gebildet und umfasst die Bünde 1 bis 643. Der Bestand ist der Vorläufer des Bestands 'Bayerisches Kriegsministerium': Kriegsrat 1620-04.03.1628 Hofkriegsrat 04.03.1628-10.10.1798 Geheimes Kriegsdepartement 10.10.1798-12.09.1799 Oberkriegskollegium 12.09.1799-30.07.1801 Kriegsjustiz- und Kriegsökonomierat 31.07.1801-04.03.1804 Geheimes Kriegsbureau 05.03.1804-26.09.1808 Ministerium des Kriegswesens 26.09.1808-15.04.1817 Staatsministerium der Armee 15.04.1817-30.09.1822 Armeeministerium 30.09.1822-26.03.1826 Kriegsministerium ab 26.03.1826 Im Zweiten Weltkrieg gingen verloren: - A V 1 Geheimes Kriegsdepartement, Hofkriegsrat, Kriegsökonomierat, Bunde 1-30, - A V 1 Oberadministrativkollegium der Armee, Geheimes Kriegsministerium, Bunde 36-51, - A V 1 Staatsministerium der Armee, Kriegsministerium und Hofkriegs-Rat, Registraturprotokolle, Bunde 53-68, - A V 3, Kriegsministerium, Abt. für Invalidenwesen, vollständig - A V 4, Rechnungsrevisionsstelle des Kriegsministeriums, vollständig" Der Bestand "A V Hofkriegsrat" ist nach dem Pertinenzprinzip gebildet und liegt in Form von Aktenbunden (unterschiedlich dick verschnürte Faszikel) im Magazin. Als Findmittel dient unverändert ein Zettelrepertorium (handgeschriebene Karteikarten), das im Jahr 2006 retrokonvertiert wurde. BESTANDSGEHALT "A V Hofkriegsrat" umfasst die Laufzeit 1619-1903 bzw. insgesamt 665 Verzeichnungseinheiten bzw. die Bund-Nummern 1 bis 643, wobei jedoch 33 Archivalieneinheiten am Fach fehlen. Im Rahmen einer allgemeinen Übersicht der Bestände des Heeresarchivs München, der heutigen Abteilung IV Kriegsarchiv des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, hatte Oberst Dr. Oskar Bezzel im Jahr 1940 eine inhaltliche Übersicht über den Bestand "A V Hofkriegsrat" verfasst. Im Folgenden wird diese Übersicht wiedergegeben. Die meistens summarisch verwendeten Begriffe "Bund" bzw. "Bunde" bezeichnen die verschnürte Einheit einer unbestimmten Anzahl einzelner Aktenstücke. "1. Kriegsrat bis Kriegsministerium Vorbemerkung: Unter Herzog Maximilian I. 1620 ein Kriegsrat errichtet zur Erledigung der auf das Heer- und Kriegswesen bezüglichen Angelegenheiten, 1628 zum Hofkriegsrat erhoben, 1650 aufgelöst, 1670 wiedererrichtet, von Ende 1704 bis Januar 1715 während der Abwesenheit Max Emanuels aus Bayern außer Wirksamkeit. 1778/1792 nach Vereinigung der beiden Länder und Armeen – Kurpfalz besaß in der Geheimen Militärkonferenz im Allgemeinen die gleiche Einrichtung – neu organisiert, 1798 auch Geheimes Kriegsdepartement benannt, 1799 unter Max IV. Joseph in ein Oberkriegs-Kollegium umgebildet und auch dieses 1801 aufgelöst. Dafür ein Kriegs-, Justiz- und ein Kriegs-Ökonomierat, seit 1817 Ober-Administrativ-Kollegium der Armee genannt, eingeführt, 1804 ein Geheimes Kriegs-Büro errichtet, dieses 1808 ersetzt durch das Ministerium des Kriegswesens, 1817 Staatsministerium der Armee, 1822 mit veränderter Einteilung Armee-Ministerium, endlich 1826 Kriegsministerium genannt. Übersicht: Hofkriegsrat und seine Unterabteilungen Kriegsdeputation, Kriegsökonomierat, hervorzuheben besonders Generallandesdirektion 1799, Organisation, Personalien (Grundlisten), Bezüge, Zahlungslisten, Expeditionsamt, Kanzlei- und anderes untere Personal, Registratur, Hofkriegsrat in Mannheim 1779-1795, dann Tagebücher, Personal – Justiz- und Kriegs-Ökonomie-Gegenstände, Registratur-Protokolle; Oberkriegs-Kollegium: Errichtung, Organisation, Expeditionsamt, Tätigkeit in Amberg und Bayreuth 1800-1801; Kriegs-, Justiz- und Kriegs-Ökonomie-Rat: Organisation 1801, Personalien u.a. des Kriegs-Ökonomie-Rats, später Oberstes Administrations-Kollegium der Armee, dann deren Tagebücher und Registratur-Protokolle; Geheimes Kriegsbüro: Formation und Personal 1804, Trivas Armeereferate sowie Finanz-Sitzungs-Protokolle 1803-1808, Gehälter; Ministerium des Kriegswesens: Personalien, Registratur; Staatsministerium der Armee: Zahlungslisten; Armee-, später Kriegsministerium: Formation, Jahresrechnungen 1823-1882, Zahlungslisten 1825-1834, Personal 1825-1895, Geschäftsführung bei Abwesenheit und Erkrankung des Königs, hervorzuheben besonders Kgl. Mahnschreiben 1818-1857 (mit Renner); Kommissions-Verhandlungen 1829, besonders Umformierung und Formationen betreffend, sodann von 1809-1825 Registratur-Protokolle und Haupt-Journale, sowie von 1826-1873 (Kriegsministerium). 61 plus 70 = 131 Aktenbunde. Hofkriegsrat: Expeditionsprotokolle 1643-1647, 1677-1705, Lücke bis 1715, 1715-1765 (1758 fehlt), Konzeptprotokolle 1675-1705, Lücke bis 1715, 1715-1748 (1749-1751 fehlen), 1752 (1753 fehlt), 1754-1778, Konferenz-Protokolle 1747-1751, 1772, 1773, 1778-1800, Sitzungsprotokolle 1771-1799, des Oberkriegs-Kollegiums 1799-1800 (fast sämtlich mit Renner), Quellen für militärische und persönliche Forschungen. Kontingents- und Lieferanten-Protokolle 1796-1807. Kriegs-, Justiz- und Kriegs-Ökonomie-Rat: Kabinettsprotokolle und Kabinetts-Expeditions-Protokolle (mit Renner) 1801-1804, Kabinetts-Akten (Einläufe beim Kabinett) 1801-1804, hervorzuheben besonders vereinzelt Dienst- und Standtabellen, Rapporte, Ranglisten u.a., besonders wertvoll Einzelheiten über die Gefechte von den Jahren 1793-1800; Quellen für militärische und persönliche Forschungen. Höchste Entschließungen 1801-1804 (1805), Rats- und Sessionsprotokolle des Oberkriegs-Kollegiums 1800-1801, hervorzuheben besonders Anwesenheit der Franzosen in München 1800; Protokolle des Kriegs-Ökonomie-Rats, anschließend des Ober-Administrativ-Kollegiums der Armee 1801-1822. 578 Aktenbunde. [Anmerkung: Dr. Rainer Braun schreibt im Jahr 1982 im Zuge seiner Ordnungsarbeiten: "Die Kabinettsakten (Bund 394 ff.) bestehen durchwegs aus Einläufen beim Kabinett und reichen von 1801 bis 1804. Sie enthalten nicht (nachzulesen auf der Repertorienkarteikarte zu Best.Nr. 394): Personalien, Bittschriften, Anstellungs-, Unterstützungs-, Pensions-, Urlaubs-, Entlassungs-, Heirats-, Versetzungs-, Chargen-Verkaufs-Gesuche, Anzeigen von Todesfällen, desertions-Tabellen, Verhandlungen über Einstandskapitalien usw. Enthalten sind hingegen vereinzelt: Dislokations-, Dienst- und Standestabellen, Rapporte von Abteilungen, Mitteilungen über Assistenz- und Exekutions-Kommandos, Ranglisten und interessante Details über die Gefechte des Jahres 1800 und früher (zurück bis zum Jahr 1793). Diese vereinzelt vorkommenden Schriftstücke sind auf dem Katalogzettel der betreffenden Faszikel mit Datum und Nummern noch eigens angegeben. Die für die Armee und die Regimenter allgemein wichtigen Schriftstücke wurden herausgenommen und nach dem System eingelegt. Den Hauptbestandteil der Kabinettsakten bilden Entlassungs-Gesuche der Landkapitulanten. Die Kabinettsprotokolle (Bund 361 ff.) enthalten die Vorträge der Referenten sowie die allerhöchsten Entschließungen und bilden eine Ergänzung zu den geheimen Kabinettsakten in Militärsachen".] 2. Militär-Hauptbuchhaltung, Haupt-Kriegskasse, General-Militärkasse, Militär-Rechnungskammer Vorbemerkung: Einen Bestandteil des Hofkriegsrates bildeten als Rechnungs-, Zahlungs- und Revisionsstelle das haupt-Kriegszahlamt und die Kriegs-Hauptbuchhalterei – dieses 1817 in Militär-Hauptbuchhaltung umbenannt –: 1829 bei Errichtung des Kriegsministeriums Auflösung der Militär-Hauptbuchhaltung, Umbenennung der Militär-Hauptkasse in Haupt-Kriegskasse, 1827 diese in General-Militär-Kasse. 1855 Bildung einer Militär-Rechnungskammer. Übersicht: Hauptbuchhaltung: Organisation und Personalien, Grundlisten 1778-1829, Geschäftsgang, Desertionen und Vermögenskonfiskationen. Haupt-Kriegs- und General-Militärkasse: Organisation, Geschäftsgang 1812-1877, Personalien 1831-1892, Grundbuch ab 1829, Geldbedarf 1874-1903. Militär-Rechnungskammer: Formation, Geschäftsgang, Personalien 1855-1872. 10 Aktenbunde. 3. Abteilung für Invalidenwesen Übersicht: Schriftwechselbücher 1893-1906 (mit Sach- und Personen-Renner). 14 Aktenbunde. 4. Rechnungs-Revisionsstelle des Kriegsministeriums Übersicht: Umfasst in 346 Aktenbunden die Prüfung der Rechnungen aller Behörden, militärischen Instituten und Fabriken, eines Teils der Truppen, der Militär-Fonds-Kommission mit den verschiedenen Fonds und Stiftungen, der Militär-Pensions-Kasse, der Haupt-Kriegs-, später General-Militär-Kasse, hervorzuheben besonders die Kosten für die Kriege 1866 und 1870/1871; die Immobilien-Inventur aller Standorte. Schrifttum: Geschichte des Bayerischen Heeres – Heeresgeschichtliche Angaben im Militär-Handbuch des Königreichs Bayern. München 1911." Bestellweise bzw. Archivsignatur: BayHStA, A V Bestellnummer bzw. A V Bestellnummer / Unternummer (z.B. "BayHStA, A V 1" bzw. "BayHStA, A V 613/a") München, 7.2.2023 Heinz-Jürgen Weber
A V Hofkriegsrat
632
Bestand
Akten
Sprache der Unterlagen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.