Anspruch des Appellanten auf den Dienst des Schanzentragens (Brennholz sammeln). Mattheis Schnaes leistete 1742 den von Dorth von allen, die in der Herrschaft Horst Land bewirtschafteten, geforderten Dienst nicht und weigerte sich auch, die dafür vorgesehene geringe Geldbuße zu bezahlen. Daraufhin belegte von Dorth den Buchweizen, den Ertrag der zwei Morgen des Schnaes, mit Arrest, worauf Myllendonker einem kurkölnischen Untertanen und völlig unbeteiligten Schöffen der Herrschaft Horst namens Gronen gewaltsam vier Karren Buchweizen abnahmen und sie dem Schnaes als Schadenersatz gaben. Der Appellant entzog Schnaes das Weiderecht in der Herrschaft Horst und ließ eine Brücke über einen Graben zerstören. Der Vikar Enning gibt an, die zwei Morgen Land dem Mattheis Schnaes zur Bearbeitung überlassen zu haben, nachdem er keinen Pächter fand, und bestreitet die Ansprüche von Dorths.
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Anspruch des Appellanten auf den Dienst des Schanzentragens (Brennholz sammeln). Mattheis Schnaes leistete 1742 den von Dorth von allen, die in der Herrschaft Horst Land bewirtschafteten, geforderten Dienst nicht und weigerte sich auch, die dafür vorgesehene geringe Geldbuße zu bezahlen. Daraufhin belegte von Dorth den Buchweizen, den Ertrag der zwei Morgen des Schnaes, mit Arrest, worauf Myllendonker einem kurkölnischen Untertanen und völlig unbeteiligten Schöffen der Herrschaft Horst namens Gronen gewaltsam vier Karren Buchweizen abnahmen und sie dem Schnaes als Schadenersatz gaben. Der Appellant entzog Schnaes das Weiderecht in der Herrschaft Horst und ließ eine Brücke über einen Graben zerstören. Der Vikar Enning gibt an, die zwei Morgen Land dem Mattheis Schnaes zur Bearbeitung überlassen zu haben, nachdem er keinen Pächter fand, und bestreitet die Ansprüche von Dorths.
AA 0627, 1389 - D 574/1638
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1746 - 1747 (1715 - 1746)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Adrian Adolf von Dorth zu Horst, Infanteriegeneral der Generalstaaten, Gouverneur der Festung und Zitadelle zu Dornick, (Bekl.) Beklagter: Vikar Ennings (d’Enningh) von St. Maria in Korschenbroich, Mattheis (Matthias) und Heinrich Schnaes, (Kl.: Mattheis Schnaes und Ennings, jedoch getrennt) Prokuratoren (Kl.): Lic. Simon Heinrich Gondela 1746 - Subst.: Lic. Johann Jacob Duill Prokuratoren (Bekl.): Lic. Christian Philipp Lang 1746 - Subst.: Lic. (Conrad Anton) Weiskirch - Für Erzbischof Clemens August von Köln: Lic. Johann Melchior Deuren 1746 - Subst.: Lic. Ambros Joseph Stephani Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Offizial Köln (Ennings), 1742 und Kurfürstl. köln. Regierung (Hofrat) Bonn (Schnaes) 1743 - 2. RKG 1746 - 1747 (1715 - 1746) Beweismittel: Drei Schreiben des Erzbischofs Joseph Clemens von Köln an den Herrn von Dorth 1715 (1) und 1720 (2) (in Q 8). Beschreibung: 2 cm, 126 Bl., gebunden; Q 1- 19, Q 6 lose am Schluß; 2 Beilagen.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:20 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)