Nachlass Wolf Wiechert (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, S-N 77
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Wertheim >> Nachlässe, sonstige Hinterlegungen und Schenkungen (N-Bestände) >> Nachlässe
1963-2019
Einleitung: Wolf Wiechert wurde am 31. März 1938 in Skandawa/ Skandau in Ostpreußen geboren. Nach der Flucht seiner Familie 1945 über das Frische Haff in die Oberlausitz und dem Abitur in Bautzen verließ er die DDR und kam zum Studium nach Heidelberg. Von 1965 bis zu seiner Pensionierung arbeitete er als Deutschlehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und war dort auch als Personalrat und im Bezirksverband Wertheim der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) tätig. Zudem betätigt er sich als Schriftsteller und Dichter, was ihm 1989 den Kulturpreis der Stadt Wertheim, 1999 den Baden-Württembergischen Lyrikpreis und 2008 die Stadtmedaille der Stadt Wertheim einbrachte. Die im August 2019 von Herrn Wiechert dem Stadtarchiv geschenkten Unterlagen umfassen vor allem Zeitungsartikel, Schreiben, Flugblätter und Notizen, die sich mit der (verspäteten) 1968er-Bewegung und dem 1970 veranstalteten NPD-Bundesparteitag in Wertheim befassen und dabei besonders die Vorgänge am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium durch Personalrats- und Gewerkschaftsunterlagen beleuchten. Die Unterlagen wurden von Vera Kreutzmann nach dem Bär'schen Prinzip verzeichnet, entmetallisiert und archivgerecht verpackt. Der Bestand umfasst 5 Verzeichnungseinheiten; der Umfang beträgt ca. 0,1 lfd. Meter. Bronnbach, im August 2019 Vera Kreutzmann Im Mai 2022 übergab Herr Wiechert weitere Unterlagen, die dem Bestand angefügt wurden. Der Bestand umfasst nun 9 Verzeichnungseinheiten; der Umfang beträgt ca. 0,1 lfd. Meter und enthält nun auch digitalte Komponenten. Bronnbach, im Mai 2022 Anna Berger
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ