Zunächst Streit um das adelige Haus Rheindorf, das Heinrich von Catterbach und seine 1. Frau Christina von der Sultzen gen. Diependhal gekauft haben, und um die Aussteuer der Appellantin. Heinrich von Catterbach weigerte sich, seiner Tochter aus 1. Ehe eine Mitgift mitzugeben, weil sie von ihrem Mann entführt worden sei. Er wollte ferner Rheindorf seinen Kindern aus 2. Ehe übertragen lassen. Im Laufe des Extrajudizialverfahrens verglichen sich die Parteien am 5. Dez. 1614: Der Appellat räumte seiner Tochter aus 1. Ehe das Haus Rheindorf mit sämtlichen Liegenschaften und den Hof Katzbach im Kirchspiel Monheim ein; die Appellantin verzichtete im Gegenzug auf ihr übriges unbewegliches mütterliches Erbe, das Haus Diependahl, den Pannenhof zu Monheim, einen Hof im Kirchspiel Lützenkirchen (Stadt Opladen), ein halbes Gut im Kirchspiel Leichlingen, das Gut „Qüettekun“ (Quettingen ?, Opladen) Gut und ein Haus in Köln. Diesen Vertrag, der während ihrer Minderjährigkeit geschlossen worden sei, fechtet die Appellantin nun an und beantragt vor dem RKG seine Aufhebung.
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Zunächst Streit um das adelige Haus Rheindorf, das Heinrich von Catterbach und seine 1. Frau Christina von der Sultzen gen. Diependhal gekauft haben, und um die Aussteuer der Appellantin. Heinrich von Catterbach weigerte sich, seiner Tochter aus 1. Ehe eine Mitgift mitzugeben, weil sie von ihrem Mann entführt worden sei. Er wollte ferner Rheindorf seinen Kindern aus 2. Ehe übertragen lassen. Im Laufe des Extrajudizialverfahrens verglichen sich die Parteien am 5. Dez. 1614: Der Appellat räumte seiner Tochter aus 1. Ehe das Haus Rheindorf mit sämtlichen Liegenschaften und den Hof Katzbach im Kirchspiel Monheim ein; die Appellantin verzichtete im Gegenzug auf ihr übriges unbewegliches mütterliches Erbe, das Haus Diependahl, den Pannenhof zu Monheim, einen Hof im Kirchspiel Lützenkirchen (Stadt Opladen), ein halbes Gut im Kirchspiel Leichlingen, das Gut „Qüettekun“ (Quettingen ?, Opladen) Gut und ein Haus in Köln. Diesen Vertrag, der während ihrer Minderjährigkeit geschlossen worden sei, fechtet die Appellantin nun an und beantragt vor dem RKG seine Aufhebung.
AA 0627, 858 - C 142/408
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1618 - 1627 (1591 - 1621)
Enthaeltvermerke: Kläger: Katharina Elisabetha von Catterbach (Katterbach) zu Rheindorf (Stadt Leverkusen), Gattin des Junkers Johann von den Juden, Tochter des Heinrich von Catterbach und der Christina von der Sultzen gen. Diependhal, (Kl.: Johann von den Juden) Beklagter: Junker Heinrich von Catterbach zu Diependahl (Stadt Solingen), in 2. Ehe verheiratet mit Christina von Aach, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Beatus Moses 1618 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Hermann Cran (Craen, Kran) 1618 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Landräte (Extrajudizialverfahren) 1612 - 1617 - 2. RKG 1618 - 1627 (1591 - 1621) Beweismittel: Urteil (Bescheid) der 1. Instanz vom 2. Okt. 1617 (I 9). Vertrag zwischen den Eheleuten Heinrich von Catterbach und Christina von der Sultzen gen. Diependhal vom 20. Okt. 1591, am 4. Jan. 1601 durch den Vogt Wilhelm Staell zu Monheim bekräftigt (II 5 - 15). Kaufvertrag zwischen den verwandten Eheleuten Johann von der Mark zu Villigst, Drost zu Schwerte, und Agnes von der Mark, geb. von Schenckbier, einerseits und Heinrich von Catterbach und Christina von der Sultzen gen. Diependhal andererseits betr. das freiadelige Haus Rheindorf (II 16 - 24). Übertragung des Hauses Rheindorf durch Heinrich von Catterbach auf seine Kinder aus 2. Ehe am 12. März 1611 (II 24 - 35). Schadloshaltungsbürgschaft („cautio indemnitatis“) des Appellaten vom 10. Juni 1611 (II 42 - 46). Pachtbriefe Heinrichs von Catterbach von 1605 betr. Diependahl, von 1606 betr. Pannenhofbei Monheim, von 1601 betr. einen Hof im Kirchspiel Lützenkirchen (II 123 - 137). Beschreibung: 2 Bde., Bd. I: 1 cm, 20 Bl., lose; Q 1 - 6, 2 Beilagen prod. 20. Aug. 1621; Bd. II: 6,5 cm, 364 Bl., gebunden. Vgl. RKG 859 (C 994/2265).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:33 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 1. Buchstabe C (Gliederung)