Der Ritter Johann v. Gymnich, Herr zu Lynden und Vischel (Visschell), gibt an, dass ihn Erzbischof Dietrich1 zum Amtmann von Kaiserswert (Keissersswerde) bestellt hatte als Pfand für 1.000 Gulden. Ritter Johann v. Einenberg (Eynenbergh) zu Landskron (Lantzkrone) , sein Schwager (swager), hat ihm die 1.000 Gulden bezahlt und weitere bisher angefallene Kosten in Höhe von 63 Gulden, wofür er ihm Schloss und Amt übergibt. Er befiehlt Heinrich Kolve v. Vettelhoven, dem derzeitigen Burggrafen zu Kaiserswert, und allen die in dem Schloss arbeiten, Ritter Johann v. Eyneberg zu huldigen, und entbindet sie von der bisherigen Huldigung an ihn. Siegelbitte des Johann v. Gymnich. Datum 5. März 1456 (des vonfften dags in dem mertze). Ich Johan van Gymnich, ritter, here zo Lynden ind zo Visschell, doin kunt ind bekennen oevermitz dissen offenen wilbreiff vur mich ind myne erven, also as die hochwurdige furste ind here here Diderich, ertzbuschoff zo Collen, hertzonge in Westphalen ind zo Engersch etc., myn gnedige lieve here, mich zo Keissersswerde synre gnaden amptman gemacht, ind myr off helder myns breiffs myt mynen willen dusent overlensche rynsche gulden dar up verschreven hait. Also bin ich myt heren Johan van Eynenbergh son zo Lantzkrone, ritter, myne lieven swager, guetlichen oeverkomen, dat hie myr die dusent gulden myt mynre kost ind amptgelde nae lude myns vurß. breiffs ind verloiffe der zyt, synt myr dat vurß. sloss im amptz ind pantgewyse verschreven is gewest, myt namen dryindsestich overlensche gulden waill verricht ind betzalt hait. Ind dar umb so hain ich den vurß. heren Johan van Eynenbergh, ritter etc., helder des vurß. myns amptz ind pantbreiffs gemacht, ind machen oevermitz dissen selven breiff, also dat hie an dem vurß. slosse, ampte ind pantschafft stain ind des geneissen ind gebruchen sall, ind mach nae lude ind inhalde des egenanten myns amptz ind pantbreiffs gelycher wyss als ich gedain mochte haven off ich yn des nyet helder gemacht en hedde, ind dit allet sonder argelist ind geferde, ind bevelen her umb Heinrich Kolven van Vettelhoven, zor zyt burchgreve zo Keissersswerde ind vort allen anderen deyneren ind huyssgesynde myns gnedigen heren van Colne vurß. up dem vurg. slosse, dat ir dem vurß. heren Johanne van Eynenbergh, ritter, alsulche huldinge ind eyde als ir myr gedain hait, vort doin wilt, want ich uch der huldonge ind eyde ir myr um gedain hait, dar umb overmitz dissen selven breiff qwyt schelden. In oirkonde ind getzuge der wairheit so hain ich, Johan van Gymnich, ritter, vurß., myn ingesegel vur mich ind myne erven an dissen breiff gehangen. Gegeven in dem jair unses heren dusent veirhondert ind sessindvunffzych, des vonfften dags in dem mertze. Rückseite: Revers Johans von Gymnich uber Keisers- werde. ao 1456 5. Marty. Original, Pergament, mnd., mit Plica, ein Siegel am Pressel anhängend, größere Teile abgefallen und nur Teile des Siegelbildes und der Umschrift schwach erkennbar. 1Dietrich II v. Moers, Erzbischof von Köln 1414 bis 1463, seit 1415 auch Administrator des Fürstbistums Paderborn