C Rep. 361 Staatlicher Pflanzenquarantänedienst der DDR, Quarantäneinspektion Berlin (Bestand)
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C Rep. 361
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 4 Alliierte und Behörden der DDR mit regionaler Zuständigkeit >> C 4.2 Behörden der DDR
Vorwort: C Rep. 361 Staatlicher Pflanzenquarantänedienst der DDR, Quarantäneinspektion Berlin
1. Behördengeschichte
In der zerstörten Großstadt Berlin oblagen nach Kriegsende 1945 die Aufgaben des Pflanzenschutzes und der Pflanzenquarantäne zunächst keiner eigenen Behörde. Es bestand lediglich ein Sachgebiet "Kartoffelkäfer-Abwehrdienst" bei der damaligen "Abteilung Ernährung" des Magistrats von Groß-Berlin.
Erst am 03. März 1948 wurde in Berlin-Zehlendorf ein "Pflanzenschutzamt Berlin" gebildet, damals unter der Bezeichnung "Institut für biologische Untersuchungen und Pflanzenschutzamt" mit der Adresse Berlin-Dahlem, Thielallee 69-73.
Nach der administrativen Spaltung der Stadt 1948 wurde am 01. Mai 1949 bei der Magistratsverwaltung in Ost-Berlin eine eigene Dienststelle eigerichtet:
Abteilung Bau- und Wohnungswesen des Magistrats von Groß-Berlin
Hauptamt für Grünplanung und Gartenbau
Referat Kleingartenwesen
Sachgebiet Pflanzenschutz.
Leiter des Sachgebietes wurde Fritz Vierhub. Die Dienstelle war im Alten Stadthaus in der Klosterstraße 47-50 in Berlin-Mitte untergebracht. Den Zuständigkeitsbereich bildeten die acht Stadtbezirke in Ost-Berlin.
Schon zum 01. Juni 1950 wurde das Sachgebiet neu zugeordnet:
Abteilung Handel und Versorgung des Magistrats von Groß-Berlin
Hauptamt Landwirtschaft
Referat Pflanzliche Produktion
Sachgebiet Pflanzenschutz.
Neuer Dienstsitz wurde die Wallstraße 23-24. Zu den Aufgaben gehörten der Naturschutz, der Pflanzenschutz in den Kleingärten und die Kartoffelkäferabwehr.
Anfang 1953 wurde das Hauptamt Landwirtschaft in eine selbständige Fachabteilung des Magistrats von Groß-Berlin umgebildet . Zuständiger Stadtrat wurde Arnold Gohr; zur Leiterin der "Abteilung Land- und Forstwirtschaft" wurde Hildegard Weidlich berufen. Das Sachgebiet Pflanzenschutz verlegte seinen Dienstsitz in diesem Zusammenhang in das Verwaltungsgebäude Georgenstraße 2-10.
Die o. g. Aufgaben bestanden weiter; hinzu kamen die Anleitung von "Pflanzenschutzwarten" in den Verwaltungen der Stadtbezirke.
1953 erweiterte sich das Aufgabenfeld: Der Pflanzenbeschaudienst in der DDR wurde gesetzlich verankert und neben fünf Quarantäneinspektionen für die Bezirke der DDR auch eine "Quarantäneinspektion für den demokratischen Berlins gebildet. Der Pflanzenbeschaudienst vom Groß-Berlin wurde mit einer besonderen Anordnung vom 14. Dezember 1953 eingerichtet. Sämtliche Ein-, Durch- und Ausfuhren von Pflanzen und pflanzlichen Rohprodukten zwischen der Hauptstadt der DDR und dem Ausland waren unter dem Aspekt von der Quarantäne unterliegenden Schädlingen und Krankheiten zu überwachen.
Zum Leiter der Quarantäneinspektion Berlin, zum "Quarantäneinspektor für Groß-Berlin für Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung", wurde Fritz Vierhub berufen. Der Stempel der neuen Behörde lautete "Pflanzenschaudienst von Groß-Berlin" und war ein Rundstempel mit dem Symbol einer Ährenschlange.
Der Quarantäneinspektion Berlin unterstanden Quarantänestationen und Einlassstellen (u. a. am Flughafen Schönefeld).
1955 wurde der Dienstsitz der gesamten Abteilung Landwirtschaft in die Charlottenstraße 56 verlegt, da das bisher genutzte Gebäude abgerissen wurde. Auch der Pflanzenschutz- und Quarantänedienst zog dorthin um.
Ab 1958 arbeitete die Dienststelle im Verwaltungsgebäude Klosterstraße 59, bevor sie 1961 im Berliner Rathaus eingerichtet wurde.
1960 erfolgte die Bildung von "Pflanzenschutzämtern" in der DDR mit Aufgaben im Pflanzenschutz und in der Pflanzenbeschau. Ab 1961 erfolgte die fachliche Zuordnung der "Quarantäneinspektion Berlin" zum Pflanzenbeschaudienst der DDR.
Im Zusammenhang mit der Einrichtung von "Räten für Landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft" (RLN) bei den Bezirksverwaltungen der DDR ab 1962 änderte sich die Unterstellung der Berliner Dienststelle erneut: Am 1. Januar 1964 wurde das "Pflanzenschutzamt Berlin" beim Bezirkslandwirtschaftsrat Berlin gebildet und ihm die "Quarantäneinspektion Berlin" zugeordnet. Sitz der Dienststelle war nun in Berlin-Weißensee die Klement-Gottwald-Allee 323.
Ab 1. Juni 1965 wurden die Quarantäneinspektionen aus den Pflanzenschutzämtern der Bezirkslandwirtschaftsräte in einer neuen Zentralbehörde "Staatlicher Pflanzenquarantänedienst der DDR" zusammengefasst. Der Inspektionsbereich Groß-Berlin wurde um den Bezirk Potsdam erweitert. Kommissarischer Leiter wurde zum 1. April 1966 Fritz Vierhub; seine Berufung zum Leiter der Quarantäneinspektion Berlin erfolgte zum 1. Mai 1967. Sitz der Behörde war nun die Revaler Straße 11 im Stadtbezirk Friedrichshain.
1968 wurde in Lindow im Bezirk Potsdam eine Außenstelle eingerichtet.
1968 erfolgte der Umzug des Pflanzenschutzamtes Berlin mit der Quarantäneinspektion in ein Gebäude in Berlin-Niederschönhausen in der Blankenfelder Chaussee.
Die Aufgaben des Pflanzenschutzamtes der Hauptstadt der DDR wurden im Zuge die Wiedervereinigung Berlins 1990 von der Landesbehörde "Pflanzenschutzamt Berlin" übernommen. Die Dienststelle in Pankow-Niederschönhausen wurde im Jahre 1993 aufgelöst.
2. Bestandsinformation
1967 begann der Leiter der Quarantäneinspektion Berlin Fritz Vierhub (Abgeordneter der Stadtbezirksversammlung Berlin-Treptow seit 1953) mit den Vorarbeiten zu dieser Chronik, die dem 20. Jahrestag der Gründung der DDR gewidmet war.
In den Jahren 1969 und 1970 erarbeitete er die insgesamt sieben Bände der illustrierten "Chronik der Quarantäneinspektion Berlin 1945 - 1970".
Die Bände enthalten neben zahlreichen Abbildungen, Fotografien, Handzetteln, Propagandamaterial und Kopien von Rechtsvorschriften auch Abschriften von Verwaltungsschriftgut aus dem Arbeitsalltag der Quarantäneinspektion. Dies ist besonders wertvoll, da eine originäre Überlieferung des Verwaltungsschriftgutes der Quarantäneinspektion im Landesarchiv Berlin nicht vorhanden ist.
Das Landesarchiv Berlin erhielt die Chronik im Jahre 2011 vom Brandenburgischen Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung.
Der Bestand ist zu zitieren: LAB C Rep. 361, Nr. …
Die Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 112 Magistrat von Berlin, Abteilung für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft
LAB C Rep. 112-01Magistrat von Berlin / Abteilung Volkseigene Güter (VEG)
LAB C Rep. 112-02 Magistrat von Berlin, Rat für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft (RLN)
LAB C Rep. 126 Magistrat von Berlin, Abteilung für Ernährung
4. Literaturhinweise
- 50 Jahre deutscher Pflanzenschutz. Festschrift, Berlin 1949.
- Nachrichtenblatt für den Deutschen Pflanzenschutzdienst der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin; Berlin, 1921 - 1970.
Berlin, Februar 2011 Heike Schroll
1. Behördengeschichte
In der zerstörten Großstadt Berlin oblagen nach Kriegsende 1945 die Aufgaben des Pflanzenschutzes und der Pflanzenquarantäne zunächst keiner eigenen Behörde. Es bestand lediglich ein Sachgebiet "Kartoffelkäfer-Abwehrdienst" bei der damaligen "Abteilung Ernährung" des Magistrats von Groß-Berlin.
Erst am 03. März 1948 wurde in Berlin-Zehlendorf ein "Pflanzenschutzamt Berlin" gebildet, damals unter der Bezeichnung "Institut für biologische Untersuchungen und Pflanzenschutzamt" mit der Adresse Berlin-Dahlem, Thielallee 69-73.
Nach der administrativen Spaltung der Stadt 1948 wurde am 01. Mai 1949 bei der Magistratsverwaltung in Ost-Berlin eine eigene Dienststelle eigerichtet:
Abteilung Bau- und Wohnungswesen des Magistrats von Groß-Berlin
Hauptamt für Grünplanung und Gartenbau
Referat Kleingartenwesen
Sachgebiet Pflanzenschutz.
Leiter des Sachgebietes wurde Fritz Vierhub. Die Dienstelle war im Alten Stadthaus in der Klosterstraße 47-50 in Berlin-Mitte untergebracht. Den Zuständigkeitsbereich bildeten die acht Stadtbezirke in Ost-Berlin.
Schon zum 01. Juni 1950 wurde das Sachgebiet neu zugeordnet:
Abteilung Handel und Versorgung des Magistrats von Groß-Berlin
Hauptamt Landwirtschaft
Referat Pflanzliche Produktion
Sachgebiet Pflanzenschutz.
Neuer Dienstsitz wurde die Wallstraße 23-24. Zu den Aufgaben gehörten der Naturschutz, der Pflanzenschutz in den Kleingärten und die Kartoffelkäferabwehr.
Anfang 1953 wurde das Hauptamt Landwirtschaft in eine selbständige Fachabteilung des Magistrats von Groß-Berlin umgebildet . Zuständiger Stadtrat wurde Arnold Gohr; zur Leiterin der "Abteilung Land- und Forstwirtschaft" wurde Hildegard Weidlich berufen. Das Sachgebiet Pflanzenschutz verlegte seinen Dienstsitz in diesem Zusammenhang in das Verwaltungsgebäude Georgenstraße 2-10.
Die o. g. Aufgaben bestanden weiter; hinzu kamen die Anleitung von "Pflanzenschutzwarten" in den Verwaltungen der Stadtbezirke.
1953 erweiterte sich das Aufgabenfeld: Der Pflanzenbeschaudienst in der DDR wurde gesetzlich verankert und neben fünf Quarantäneinspektionen für die Bezirke der DDR auch eine "Quarantäneinspektion für den demokratischen Berlins gebildet. Der Pflanzenbeschaudienst vom Groß-Berlin wurde mit einer besonderen Anordnung vom 14. Dezember 1953 eingerichtet. Sämtliche Ein-, Durch- und Ausfuhren von Pflanzen und pflanzlichen Rohprodukten zwischen der Hauptstadt der DDR und dem Ausland waren unter dem Aspekt von der Quarantäne unterliegenden Schädlingen und Krankheiten zu überwachen.
Zum Leiter der Quarantäneinspektion Berlin, zum "Quarantäneinspektor für Groß-Berlin für Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung", wurde Fritz Vierhub berufen. Der Stempel der neuen Behörde lautete "Pflanzenschaudienst von Groß-Berlin" und war ein Rundstempel mit dem Symbol einer Ährenschlange.
Der Quarantäneinspektion Berlin unterstanden Quarantänestationen und Einlassstellen (u. a. am Flughafen Schönefeld).
1955 wurde der Dienstsitz der gesamten Abteilung Landwirtschaft in die Charlottenstraße 56 verlegt, da das bisher genutzte Gebäude abgerissen wurde. Auch der Pflanzenschutz- und Quarantänedienst zog dorthin um.
Ab 1958 arbeitete die Dienststelle im Verwaltungsgebäude Klosterstraße 59, bevor sie 1961 im Berliner Rathaus eingerichtet wurde.
1960 erfolgte die Bildung von "Pflanzenschutzämtern" in der DDR mit Aufgaben im Pflanzenschutz und in der Pflanzenbeschau. Ab 1961 erfolgte die fachliche Zuordnung der "Quarantäneinspektion Berlin" zum Pflanzenbeschaudienst der DDR.
Im Zusammenhang mit der Einrichtung von "Räten für Landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft" (RLN) bei den Bezirksverwaltungen der DDR ab 1962 änderte sich die Unterstellung der Berliner Dienststelle erneut: Am 1. Januar 1964 wurde das "Pflanzenschutzamt Berlin" beim Bezirkslandwirtschaftsrat Berlin gebildet und ihm die "Quarantäneinspektion Berlin" zugeordnet. Sitz der Dienststelle war nun in Berlin-Weißensee die Klement-Gottwald-Allee 323.
Ab 1. Juni 1965 wurden die Quarantäneinspektionen aus den Pflanzenschutzämtern der Bezirkslandwirtschaftsräte in einer neuen Zentralbehörde "Staatlicher Pflanzenquarantänedienst der DDR" zusammengefasst. Der Inspektionsbereich Groß-Berlin wurde um den Bezirk Potsdam erweitert. Kommissarischer Leiter wurde zum 1. April 1966 Fritz Vierhub; seine Berufung zum Leiter der Quarantäneinspektion Berlin erfolgte zum 1. Mai 1967. Sitz der Behörde war nun die Revaler Straße 11 im Stadtbezirk Friedrichshain.
1968 wurde in Lindow im Bezirk Potsdam eine Außenstelle eingerichtet.
1968 erfolgte der Umzug des Pflanzenschutzamtes Berlin mit der Quarantäneinspektion in ein Gebäude in Berlin-Niederschönhausen in der Blankenfelder Chaussee.
Die Aufgaben des Pflanzenschutzamtes der Hauptstadt der DDR wurden im Zuge die Wiedervereinigung Berlins 1990 von der Landesbehörde "Pflanzenschutzamt Berlin" übernommen. Die Dienststelle in Pankow-Niederschönhausen wurde im Jahre 1993 aufgelöst.
2. Bestandsinformation
1967 begann der Leiter der Quarantäneinspektion Berlin Fritz Vierhub (Abgeordneter der Stadtbezirksversammlung Berlin-Treptow seit 1953) mit den Vorarbeiten zu dieser Chronik, die dem 20. Jahrestag der Gründung der DDR gewidmet war.
In den Jahren 1969 und 1970 erarbeitete er die insgesamt sieben Bände der illustrierten "Chronik der Quarantäneinspektion Berlin 1945 - 1970".
Die Bände enthalten neben zahlreichen Abbildungen, Fotografien, Handzetteln, Propagandamaterial und Kopien von Rechtsvorschriften auch Abschriften von Verwaltungsschriftgut aus dem Arbeitsalltag der Quarantäneinspektion. Dies ist besonders wertvoll, da eine originäre Überlieferung des Verwaltungsschriftgutes der Quarantäneinspektion im Landesarchiv Berlin nicht vorhanden ist.
Das Landesarchiv Berlin erhielt die Chronik im Jahre 2011 vom Brandenburgischen Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung.
Der Bestand ist zu zitieren: LAB C Rep. 361, Nr. …
Die Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin. [Ergänzung 2017]
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 112 Magistrat von Berlin, Abteilung für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft
LAB C Rep. 112-01Magistrat von Berlin / Abteilung Volkseigene Güter (VEG)
LAB C Rep. 112-02 Magistrat von Berlin, Rat für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft (RLN)
LAB C Rep. 126 Magistrat von Berlin, Abteilung für Ernährung
4. Literaturhinweise
- 50 Jahre deutscher Pflanzenschutz. Festschrift, Berlin 1949.
- Nachrichtenblatt für den Deutschen Pflanzenschutzdienst der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin; Berlin, 1921 - 1970.
Berlin, Februar 2011 Heike Schroll
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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22.08.2025, 11:21 MESZ