Nachlass Hermann Gögler, Präsident der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, Staatssekretär im Staatsministerium Württemberg-Baden (* 1887, ¿ 1964) (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/58
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Politische Nachlässe
um 1895-1970
Inhalt und Bewertung
Überlieferungsgeschichte:
Der Nachlass wurde 1997 durch Herrn Dr. Rolf Gögler an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart übergeben und umfasst 4,0 lfm. Er enthält vor allem persönliche Papiere, Korrespondenz, Unterlagen aus der Schulzeit und Studium, Handakten aus der Zeit als Beamter im Arbeits- und Ernährungsministerium und im Wirtschaftsministerium Württembergs, als Präsident der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Württembergs, als Staatssekretär im Staatsministerium Württemberg-Baden und Mitglied des Länderrats. Ein weiterer Teil des Nachlasses wird im Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung Sankt Augustin verwahrt. Das Verzeichnis der Materialien ist der Akte in der Registratur (Az.: 7511.3-F ) beigefügt.
Biographie Hermann Gögler:
Maximilian Hermann Gögler wurde am 10.03.1887 in Ravensburg als erstes Kind des Krankenhausdirektors Max und Elisabeth Gögler, geb Grub geboren. Er besuchte das Gymnasium in Ravensburg und studierte von 1906 bis 1910 Rechtswissenschaften in Leipzig, München und Tübingen. Sein Referendariat absolvierte er ab 1914 in seiner Heimatstadt und in Heilbronn. Im Jahre 1915 heiratete er Rosa Hug (1890-1988) mit der er drei Kinder, den späteren katholischen Pfarrer Rolf (1916), die medizinisch-technische Assistentin Marienlies (1919-1943) und den Chefarzt und Chirurgen Eberhard (* 1920) bekam. Bevor er von 1916 bis 1919 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, war er zunächst als Rechtsanwalt tätig. Anschließend, von 1921-1926 arbeitete er als Beamter im Arbeits- und Ernährungsministerium und ab 1926 im Wirtschaftsministerium des Volksstaates Württemberg. Aufgrund seiner politischen und religiösen Einstellung verließ er 1937 den württembergischen Staatsdienst und leitete bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1955 die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft in Funktion des Präsidenten. In der Zeit ab 1945 wurde er zunächst als Ministerialdirektor, ab 1946 zum Staatssekretär im Staatsministerium Württemberg-Badens ernannt. In dieser Funktion war er Mitglied des Länderrates.
Ehrenamtlich engagierte sich Hermann Gögler als Vorsitzender der katholischen Akademikervereinigung, ab 1955 in der "Sozialhilfe der deutschen Wirtschaft e. V.". Darüber hinaus war er Mitglied des Präsidiums und des Direktoriums der Salzburger Hochschulwochen, Vorsitzender des Katholikenausschusses der Diözese Rottenburg und betätigte sich im Süddeutschen Diskussionskreis der CDU, dem "Ellwanger Kreis" sowie bei der Vereinigung "Der Bürger im Staat".
Hermann Göglers berufliches und privates Engagement wurde mit verschiedenen Auszeichnungen gewürdigt. Er verstarb am 17.06.1964 in Ellwangen.
Stuttgart, den 06.12.2011
97 Büschel (2,6 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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