Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass Bischof Ruprecht von Straßburg fremdes Kriegsvolk (ein fremde volcke) in seine Städte und Schlösser aufgenommen, dort versorgt und in die Lande des Pfalzgrafen "geschoben" hat, das ihn mit Brand und Raub schädigte. Auf Bitten seines Vetters Albrecht, Dompropst zu Straßburg, des Dekans und Kapitels zu Straßburg sowie der Stadt Straßburg stellt Kurfürst Friedrich allen Unwillen gegenüber Bischof Ruprecht ab und erklärt, auch für seine Untergebenen und Verbündeten, den Verzicht auf Schadensersatzforderungen und Klagen in der Angelegenheit. Der Pfalzgraf behält sich dabei jedoch vor, diese Verzichtserklärung als hinfällig zu erklären, wenn Bischof Ruprecht in den gegenwärtigen Irrungen gegen ihn vorgehen sollte.
Vollständigen Titel anzeigen
Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass Bischof Ruprecht von Straßburg fremdes Kriegsvolk (ein fremde volcke) in seine Städte und Schlösser aufgenommen, dort versorgt und in die Lande des Pfalzgrafen "geschoben" hat, das ihn mit Brand und Raub schädigte. Auf Bitten seines Vetters Albrecht, Dompropst zu Straßburg, des Dekans und Kapitels zu Straßburg sowie der Stadt Straßburg stellt Kurfürst Friedrich allen Unwillen gegenüber Bischof Ruprecht ab und erklärt, auch für seine Untergebenen und Verbündeten, den Verzicht auf Schadensersatzforderungen und Klagen in der Angelegenheit. Der Pfalzgraf behält sich dabei jedoch vor, diese Verzichtserklärung als hinfällig zu erklären, wenn Bischof Ruprecht in den gegenwärtigen Irrungen gegen ihn vorgehen sollte.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 813, 463
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam I (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1470 Oktober 22 (uff mondag nach der heiligen eylff tusent meyde dag)
fol. 302v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Kopfregest: "Als myn gnediger herre pfalczgrave allen unwillen abe gestalt hat gegen den bischove von Straßpurg".
Straßburg = Strasbourg, Dep. Bas-Rhin [F]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:09 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)
- Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) (Tektonik)
- Amtsbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Bestand)
- Weltliche Territorien und Herrschaften (Gliederung)
- Kurpfalz (Gliederung)
- Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten (Gliederung)
- Friedrich I. (Gliederung)
- Liber ad vitam I (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) (Archivale)
- Urkunden (Teil)
Public Domain Mark 1.0 Universell