Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Bielefeld beurkunden, dass der Bürger Joachim Gradyk und seine Ehefrau Ilse Cortesing den städtischen Armenvorstehern Lucke Barckey, Lohnherrn, und Jacub Pennig eine jährliche Rente von 5 Goldgulden übergeben, aus der jährlich an sechs arme alte Bürger oder ihre Kinder je ein Paar Schuhe und ein Paar Pantoffeln gegeben werden sollen. Das Kapital in Höhe von 100 Goldgulden stammt von der Beata Korffs, Witwe des Jost vann Barrenntrupp, und zwar aus ihrem Erb und Gut, genannt Dethmars Gut, vom Jahr 1542, "denn Sundag na Mychaelis" (1.Oktober). Die Aufsicht über die Verteilung sollen der "reckende" Bürgermeister der Stadt und die beiden Pastores der Altstadt und Neustadt haben; die Armenvorsteher aber bekommen für ihre Mühe jährlich eine Kanne Wein aus dieser Rente. Restgelder sollen für Schuhe für arme Kinder verwendet werden.