E Rep. 300-64 Nachlass Klaus Schütz (Bestand)
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E Rep. 300-64
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
Vorwort: 1. Biographie
Klaus Schütz wurde am 17.September 1926 in Heidelberg geboren und verstarb am 29. November 2012 in Berlin. Er war verheiratet mit Adelheid Seeberger, verw. Fritz (12.05.1922-07.02.2006).
Im 2. Weltkriege wurde er 19-jährig in Italien kurz vor Ende des Krieges schwer verwundet. Sein rechter Arm war seitdem gelähmt. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Oktober 1945 studierte er an der Universität Berlin (später Humboldt-Universität) der Harvard Universität in Cambridge Mass. in den USA und an der Freien Universität Berlin Germanistik und Geschichte. Seit 1951 war er Assistent am Institut für politische Wissenschaft in Berlin-Dahlem.
Seine politische Arbeit und seine verschiedenen politischen Funktionen sind sehr eng verbunden mit der Tätigkeit Willy Brandts, dessen Wahlkämpfe er leitete.
Von 1947 bis 1949 war er Kreisvorsitzender der "Falken" in Berlin-Wilmersdorf; von 1951 bis 1953 Vorsitzender der Berliner Jungsozialisten und Mitglied des Landesvorstandes der SPD Berlin; von 1954-1957 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; von 1957-1962 Mitglied des Deutschen Bundestages; von 1962 bis 1966 Senator für Bundesangelegenheiten und gleichzeitig Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund.
Als Willy Brandt Außenminister und Vizekanzler in der Regierung Kiesinger wurde, war Klaus Schütz vom 12.12.1966-27.10.1967 Staatssekretär im Auswärtigen Amt. Nach dem Rücktritt von Heinrich Albertz wegen des Todes von Benno Ohnesorg beim Staatsbesuch des Schah von Persien wurde er 1967 Nachfolger als Regierender Bürgermeister von Berlin. Vom 01.11.1967 -31.10.1968 war er zugleich turnusgemäß Präsident des Bundesrats.
Nachdem er 1977 als Regierender Bürgermeister zurücktrat, wurde er für vier Jahre Deutscher Botschafter in Israel. Von 1981 bis 1987 war er Intendant der Deutschen Welle in Köln und danach bis 1993 Direktor der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. Im März 1996 wurde er Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, später Ehrenpräsident.
Klaus Schütz wurde am 31.03.2000 durch den Regierenden Bürgermeister E. Diepgen zum Stadtältesten von Berlin ernannt und durch die Bundespräsidenten Johannes Rau (18.03.2002) und Horst Köhler (01.11.2006) in den Stiftungsrat der Stiftung Jüdisches Museum Berlin berufen.
Klaus Schütz starb am 29. November 2012 in Berlin. An seinem Wohnhaus von 1963 bis 1974 in der Johannisberger Str. 34 in Berlin-Wilmersdorf befindet sich eine Berliner Gedenktafel.
2. Der Bestand wurde 2015 im Rahmen eines Projektes erschlossen und umfasst jetzt 257 Archivalieneinheiten.
Klaus Schütz wurde am 17.September 1926 in Heidelberg geboren und verstarb am 29. November 2012 in Berlin. Er war verheiratet mit Adelheid Seeberger, verw. Fritz (12.05.1922-07.02.2006).
Im 2. Weltkriege wurde er 19-jährig in Italien kurz vor Ende des Krieges schwer verwundet. Sein rechter Arm war seitdem gelähmt. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Oktober 1945 studierte er an der Universität Berlin (später Humboldt-Universität) der Harvard Universität in Cambridge Mass. in den USA und an der Freien Universität Berlin Germanistik und Geschichte. Seit 1951 war er Assistent am Institut für politische Wissenschaft in Berlin-Dahlem.
Seine politische Arbeit und seine verschiedenen politischen Funktionen sind sehr eng verbunden mit der Tätigkeit Willy Brandts, dessen Wahlkämpfe er leitete.
Von 1947 bis 1949 war er Kreisvorsitzender der "Falken" in Berlin-Wilmersdorf; von 1951 bis 1953 Vorsitzender der Berliner Jungsozialisten und Mitglied des Landesvorstandes der SPD Berlin; von 1954-1957 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin; von 1957-1962 Mitglied des Deutschen Bundestages; von 1962 bis 1966 Senator für Bundesangelegenheiten und gleichzeitig Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund.
Als Willy Brandt Außenminister und Vizekanzler in der Regierung Kiesinger wurde, war Klaus Schütz vom 12.12.1966-27.10.1967 Staatssekretär im Auswärtigen Amt. Nach dem Rücktritt von Heinrich Albertz wegen des Todes von Benno Ohnesorg beim Staatsbesuch des Schah von Persien wurde er 1967 Nachfolger als Regierender Bürgermeister von Berlin. Vom 01.11.1967 -31.10.1968 war er zugleich turnusgemäß Präsident des Bundesrats.
Nachdem er 1977 als Regierender Bürgermeister zurücktrat, wurde er für vier Jahre Deutscher Botschafter in Israel. Von 1981 bis 1987 war er Intendant der Deutschen Welle in Köln und danach bis 1993 Direktor der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen. Im März 1996 wurde er Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, später Ehrenpräsident.
Klaus Schütz wurde am 31.03.2000 durch den Regierenden Bürgermeister E. Diepgen zum Stadtältesten von Berlin ernannt und durch die Bundespräsidenten Johannes Rau (18.03.2002) und Horst Köhler (01.11.2006) in den Stiftungsrat der Stiftung Jüdisches Museum Berlin berufen.
Klaus Schütz starb am 29. November 2012 in Berlin. An seinem Wohnhaus von 1963 bis 1974 in der Johannisberger Str. 34 in Berlin-Wilmersdorf befindet sich eine Berliner Gedenktafel.
2. Der Bestand wurde 2015 im Rahmen eines Projektes erschlossen und umfasst jetzt 257 Archivalieneinheiten.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST