Sattler, Meta (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
7.47
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.1. Nachlässe von Einzelpersonen und Familien >> Nachlässe S
1880-1958
Enthält: Tätigkeit in der Auskunftsstelle für Wohltätigkeit (Zentrale für private Fürsorge)
Geschichte des Bestandsbildners: Meta Henriette Sattler wurde am 11.3.1867 als drittes von sechs Kindern des Lehrers Dr. phil. Wilhelm Sattler (1827 - 1908) und dessen Ehefrau Sophie Marie (1838-1886) geboren. In Leipzig wurde sie zur Kindergärtnerin ausgebildet und übernahm nach dem Tode ihrer Mutter des väterlichen Haushalt. Nach einem Aufenthalt in Florenz 1891 gab sie zu Hause jeweils drei Monate im Jahr in Jena Unterricht in der italienischen Sprache, wie es ihr Vater in der englischen und dessen Schwester Henny Sattler in der französischen Sprache taten. Henny Sattler war Mitbegründerin des "Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsvereins" und des "Vereins-Krankenhauses zum Roten Kreuz" und der lange unter Leitung von Senator Hermann Hildebrand stehenden "Auskunftstelle für Wohltätigkeit" schloß sich Meta Sattler schon kurz nach Gründung an. Von 1907 - 1947 war sie stellvertretende Vorsitzende derselben. Sie widmete sich bis ins hohe Alter sozialen Aufgaben, ferner journalistischen und schriftstellerischen Arbeiten. 1919 - 1920 gehörte sie als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei der Bremischen Nationalversammlung an, verzichtete dann jedoch auf weiteres parlarmentarisches Wirken. Sie starb im Alter von 91 Jahren am 15.3.1958.
(Vgl. Bremische Biographie 1912 -1962, Bremen 1969)
Bestandsgeschichte: Vorliegender Bestand wurde aus zwei Beständen formiert. Eine Mappe mit Nachlassmaterial von Meta Satttler, die auch Nachlasssplitter ihres Vaters und ihrer Tante Henny Sattler enthielten, sowie dem Bestand 7,1002 Zentrale für private Fürsorge. Letzterer ist von ihr selbst dem Staatsarchiv übergeben worden und spiegelt ihr Wirken in der Öffentlichkeit wieder. Eine Eingliederung in den Bestand 7,47 bot sich deshalb an. Im ganzen umfasst der Bestand nun einen Karton. Er gibt nicht nur Auskunft über Meta Sattler persönlich, sondern enthält interessante Hinweise auf bremische Sozialfürsorge. In diesem Zusammenhang ist auf zwei weitere Bestände des Staatsarchivs hinzuweisen: 7,5264 Altershife und 7,1001 Bremer Nothilfe und Bremer Kinderhilfe.
Ferner ist für die wissenschaftliche Forschung das Material von Karl Hillebrand und über Jessie Hillebrand interessant.
Bremen 1979
Dorothea Breitenfeldt
Geschichte des Bestandsbildners: Meta Henriette Sattler wurde am 11.3.1867 als drittes von sechs Kindern des Lehrers Dr. phil. Wilhelm Sattler (1827 - 1908) und dessen Ehefrau Sophie Marie (1838-1886) geboren. In Leipzig wurde sie zur Kindergärtnerin ausgebildet und übernahm nach dem Tode ihrer Mutter des väterlichen Haushalt. Nach einem Aufenthalt in Florenz 1891 gab sie zu Hause jeweils drei Monate im Jahr in Jena Unterricht in der italienischen Sprache, wie es ihr Vater in der englischen und dessen Schwester Henny Sattler in der französischen Sprache taten. Henny Sattler war Mitbegründerin des "Frauen-Erwerbs- und Ausbildungsvereins" und des "Vereins-Krankenhauses zum Roten Kreuz" und der lange unter Leitung von Senator Hermann Hildebrand stehenden "Auskunftstelle für Wohltätigkeit" schloß sich Meta Sattler schon kurz nach Gründung an. Von 1907 - 1947 war sie stellvertretende Vorsitzende derselben. Sie widmete sich bis ins hohe Alter sozialen Aufgaben, ferner journalistischen und schriftstellerischen Arbeiten. 1919 - 1920 gehörte sie als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei der Bremischen Nationalversammlung an, verzichtete dann jedoch auf weiteres parlarmentarisches Wirken. Sie starb im Alter von 91 Jahren am 15.3.1958.
(Vgl. Bremische Biographie 1912 -1962, Bremen 1969)
Bestandsgeschichte: Vorliegender Bestand wurde aus zwei Beständen formiert. Eine Mappe mit Nachlassmaterial von Meta Satttler, die auch Nachlasssplitter ihres Vaters und ihrer Tante Henny Sattler enthielten, sowie dem Bestand 7,1002 Zentrale für private Fürsorge. Letzterer ist von ihr selbst dem Staatsarchiv übergeben worden und spiegelt ihr Wirken in der Öffentlichkeit wieder. Eine Eingliederung in den Bestand 7,47 bot sich deshalb an. Im ganzen umfasst der Bestand nun einen Karton. Er gibt nicht nur Auskunft über Meta Sattler persönlich, sondern enthält interessante Hinweise auf bremische Sozialfürsorge. In diesem Zusammenhang ist auf zwei weitere Bestände des Staatsarchivs hinzuweisen: 7,5264 Altershife und 7,1001 Bremer Nothilfe und Bremer Kinderhilfe.
Ferner ist für die wissenschaftliche Forschung das Material von Karl Hillebrand und über Jessie Hillebrand interessant.
Bremen 1979
Dorothea Breitenfeldt
0,1
Bestand
Literatur: Marie Lindemann, Meta Sattler, in: Bremische Biographie 1912-1962, Bremen 1969, S.431-432.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ