Nicht näher genannte (Geld-)forderungen
Vollständigen Titel anzeigen
GerKer, 450
GerKer Schöffengericht Kerpen
Schöffengericht Kerpen >> 8 Sonstiges >> 8.4 Schriftstücke zum Gerichtsverfahren
1681
Enthält: Die Erben von Johann Siegers, Anton (Thonis) Beyenburg und Gerhard Siegers reichen gegen die Erben des Juden Moyses Klage ein. Sie handeln dabei auch im Namen ihrer Schwestern bzw. Schwägerinnen Margareta und Maria Siegers. Die Beklagten, namentlich Jonas Jude, weisen die Klage als nicht ordnungsgemäß gestellt zurück. Sie fordern die Einsetzung von Haus und Hof der Kläger als Kaution und die Präzisierung der Forderungen durch Beweisdokumente. Anfang Mai liegen zwar Vollmachten vor und ist offenbar auch eine Kaution angeboten worden. Die Beklagten haben sich aber noch nicht auf den Rechtstreit eingelassen. Ende Mai ergeht eine neue Vollmacht von Simon Copis von Rodenkirchen und seiner Schwägerin Maria Siegers zur Mitvertretung durch die Kläger.
Schriftstücke: 6
Archivale
Beyenburg - Anton (Thonis)
Jonas, Jude
Jude - Jonas
Jude - Moses (Moyses)
Moses (Moyses), Jude
Schmidt, Wilhelm
Siegers - Maria
Siegers - Johann
Siegers - Margareta
Wirich, Wilhelm
Juden
Kaution
Vollmacht
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.0010, 11:38 MEZ