Gutsarchiv Ilberstedt (Bestand)
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H 110 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1520, 1533) 1606 (1610) 1631 - 1945
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch 2011 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Ilberstedt ist eine Gemeinde im Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Vertreter der ursprünglich im hallischen Raum ansässigen Adelsfamilie von Biedersee siedelten sich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Anhalt in der Nähe des späteren Leopoldshall (heute Staßfurt) an. Dort wurden sie im 16. Jahrhundert mit einem freien Sattelhof in Edderitz und drei Rittergütern, dem so genannten "Ober-, Mittel- und Unterhof", belehnt. Darüber hinaus erwarb die Familie 1710 das Gut Bullenstedt.
Im Jahr 1786 fiel der "Oberhof" in Ilberstedt als erledigtes Lehen an die Herrschaft zurück. Den "Mittelhof" veräußerte die Familie von Biedersee 1792 an den Kriegs- und Domänenrat Braunbehrens in Halberstadt. 1833 gelangte dieses Rittergut in den Besitz des Fiskus und wurde mit dem "Oberhof" zur staatlichen "Domäne Ilberstedt" vereinigt.
Nach dem Tod von Ottomar von Biedersee (1848-1926) erfolgte die Teilung des in Ilberstedt und Bullenstedt verbliebenen Grundbesitzes auf dessen Söhne Oskar und Erich, die bis zur Enteignung in der Bodenreform 1945 Eigentümer blieben. Oskar von Biedersee lebte bis zu diesem Zeitpunkt mit seiner Familie auf dem Gutshof in Ilberstedt.
Bestandsinformationen: Das Gutsarchiv Ilberstedt wurde vermutlich im Zuge der Bodenreformenteignung konfisziert. Im Jahr 1958 übergab der Rat des Kreises Bernburg die Unterlagen an das frühere Landesarchiv Oranienbaum. Die Erschließung des Bestands erfolgte in den Jahren 2009 bis 2010.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Findhilfsmittel: Findbuch 2011 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Ilberstedt ist eine Gemeinde im Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Vertreter der ursprünglich im hallischen Raum ansässigen Adelsfamilie von Biedersee siedelten sich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Anhalt in der Nähe des späteren Leopoldshall (heute Staßfurt) an. Dort wurden sie im 16. Jahrhundert mit einem freien Sattelhof in Edderitz und drei Rittergütern, dem so genannten "Ober-, Mittel- und Unterhof", belehnt. Darüber hinaus erwarb die Familie 1710 das Gut Bullenstedt.
Im Jahr 1786 fiel der "Oberhof" in Ilberstedt als erledigtes Lehen an die Herrschaft zurück. Den "Mittelhof" veräußerte die Familie von Biedersee 1792 an den Kriegs- und Domänenrat Braunbehrens in Halberstadt. 1833 gelangte dieses Rittergut in den Besitz des Fiskus und wurde mit dem "Oberhof" zur staatlichen "Domäne Ilberstedt" vereinigt.
Nach dem Tod von Ottomar von Biedersee (1848-1926) erfolgte die Teilung des in Ilberstedt und Bullenstedt verbliebenen Grundbesitzes auf dessen Söhne Oskar und Erich, die bis zur Enteignung in der Bodenreform 1945 Eigentümer blieben. Oskar von Biedersee lebte bis zu diesem Zeitpunkt mit seiner Familie auf dem Gutshof in Ilberstedt.
Bestandsinformationen: Das Gutsarchiv Ilberstedt wurde vermutlich im Zuge der Bodenreformenteignung konfisziert. Im Jahr 1958 übergab der Rat des Kreises Bernburg die Unterlagen an das frühere Landesarchiv Oranienbaum. Die Erschließung des Bestands erfolgte in den Jahren 2009 bis 2010.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 1.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ