Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm bekennen: Vor ihnen im Rat sind die Ulmer Bürgerin Barbara Edelmann und ihre Pfleger, die Ulmer Bürger Johann Rauch und Valentin Österlin, sowie die Ulmer Bürger Veit Ehrhardt und Johann Gerstlauer als Pfleger der beiden Stieftöcher Katharina und Anna der Barbara Edelmann aus der ersten Ehe ihres verstorbenen Gatten Jakob Schmid mit Ursula geborener Reiter erschienen. Sie haben erklärt, dass Barbara Edelmann und ihren Stieftöchtern 1,5 Jauchert Äcker in Ulm vor dem Frauentor [abgegangen, zwischen Frauenstraße 56 und 61, Lagerbuch Nr. 417] zwischen dem Oberen Böfinger Weg und Äckern des Heiliggeistspitals [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] gehören, die ihnen keinen Nutzen bringen. Daher haben sie diese Äcker an den Mangmeister und Ulmer Bürger Elias Fritz für 255 Gulden Ulmer Stadtwährung verkauft und den Verkaufserlös für Barbara Edelmann und ihre Stieftöchter verwendet. Da sie als Pfleger aber keinen rechtsgültigen Vertrag über den Verkauf ausfertigen können, habe sie den Rat um Hilfe und Auskunft gebeten. Nach eingehender Untersuchung der Angelegenheit haben die Ratsherren daraufhin entschieden, dass der Verkauf gemäß den Vorschriften des Ulmer Stadtrechts zu einem marktüblichen Preis erfolgt ist und der Erlös für die Versorgung der Barbara Edelmann und ihrer Stieftöcher verwendet wurde. Daher wird er, sofern darüber dem Käufer eine mit dem Stadtgerichtssiegel besiegelte Urkunde ausgefertigt wird, rechtsgültig.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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