Schloss Badenweiler. 29. 10. 09. Dank für den erhaltenen Brief; "Ich freute mich am selben Morgen durch Doll zu hören, daß er recht zufrieden mit ihrem Befinden sei, aber doch noch längeren Erholungsaufenthalt in Eberstein für Sie wünsche. Ich kann mir nun wohl denken, wie schwer Ihnen die verlängerte Geduldsprobe fällt, bin aber überzeugt, daß es gewiß gut ist, wenn Sie sich noch etwas schonen, so daß damit die Wiederkehr der Sie so angegriffen habenden gesundheitlichen Störung um so bestimmter verwunden wird. Seien Sie nur guten Muthes und durch die Thatsache beruhigt, daß gegenwärtig ja wichtigere Dinge in Ihrem Ressort nicht vorliegen. Den ersten Theil Ihres Berichts beantwortete ich bereits telegraphisch zustimmend, bezweifle aber, ob das Bild für 8000 noch zu haben sein wird. - Da doch von Bildern die Rede ist, wollte ich sagen, daß ich nicht ungern das im beifolgenden Katalog (Rv) aufgeführte Eichfeld'sche Bild für mich oder die Sammlung erwerben möchte; es kostet 1500 Mark, wie Seyb, dem es auch dieser Tage noch gut gefiel, feststellte. Wenn Sie keine Bedenken haben, so bitte ich die Sache anzuordnen. Der Böhle'sche Entwurf ist sehr interessant und hat etwas Wuchtiges, Imponierendes trotz der ungünstigen Verkürzung. Anliegend eine (Rv) beigefügte Aeußerung meines Vetters Max, die mich sehr freut. Ich glaube, es wird sich lohnen, in der von Ihnen vorgeschlagenen Weise vorzugehen. Je nachdem das Gipsmodell ausfällt, wird dann weitere Entschließung zu treffen sein."; Grüße und Wünsche.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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