Antwort auf ein Schreiben des Bürgermeisters und Rats zu Reyttlingen wegen Jerg Beckh und Jacob Schilling
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A 2 c (Zünfte) Nr. A 2 c (Zünfte) Nr. 3119
A 2 c (Zünfte) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18) >> Bd. 9 Zünfte Schleifer
1588 August 16
Regest: Nach Aussage von Matheus Spiehß, Hans Dopff und Ambrosius Stainegger wird die Erklärung abgegeben, dass Lehrbrief und Passwort des Jerg Beckh Fälschungen sind. Auch die Petschaft-Abdrücke sind falsch.- Der in Augsburg vernommene Jacob Schilling hat gestanden, dass er den Lehrbrief mit Rat seines Vetters Benedict Schilling zu Aurach durch Nicolaus Staud, Notarius, hat schreiben lassen. Er hat für die dem Handwerk erwachsenen Unkosten 12 fl und für das Verbrechen des falschen Lehrbriefs 10 fl Strafe zu bezahlen. Die Ausgburger Meister sehen Jacob Schilling und Jerg Beckh als unredlich an und bitten, zu veranlassen, dass die beiden wieder in Augsburg erscheinen und die Sachen mit dem Handwerk austräglich machen (= zum Austrag bringen).
Michel Metzger, Schlosser,
Bartlin Rieger, Kupferschmied,
Jacob Kaiser, Schlosser, und
Niclaus Schmid, Uhrmacher,
alle 4 geschworene Vorgeher der Schmiede daselbst.
Michel Metzger, Schlosser,
Bartlin Rieger, Kupferschmied,
Jacob Kaiser, Schlosser, und
Niclaus Schmid, Uhrmacher,
alle 4 geschworene Vorgeher der Schmiede daselbst.
11 S. Text; Folio
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Ausstellungsort: Augspurg
Genetisches Stadium: Or.
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ