Notar Jörg Zeilhofer, Laie des Salzburger Bistums, beurkundet die in der Amtleutestube des Klosters Weingarten erzielte Einigung im Streit um die Pfründgüter Unser Frauen-Altars "der mereren" im Chörlein in St. Lienhards-Kapelle im Kloster Weingarten. Für Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten, erscheint Jos Neukomm ("Newkumen"), Großkeller und Konventual, für Peter Grebel, Chorherr in Zürich, dessen Bruder Dr. Heinrich Grebel, Chorherr der mehreren Propstei in Zürich. Der Abt verleiht die Pfründgüter und gibt Peter Grebel jährlich 10 fl. Wenn Grebel dem Abt einen geschickten Priester nominiert, wird er diesem die Pfründe leihen. Der Abt ist dann von Zahlungen an Grebel frei. Rückvermerk mit Zustellungsinstrument desselben Notars vom 5. März. Der Notar verkündet Rose, Witwe des Hans Spies auf dem Berg am Lanckrain unter Waldburg, das obige Instrument in Gegenwart von Kaspar Schutz, Amtmann des Klosters Weingarten. Der Amtmann teilt der Spies mit, daß Peter Grebel kein Recht hatte, das Gut zu verleihen. Sie soll es innerhalb von acht Tagen räumen. Er bietet ihr 2 fl an, die sie für das Gut verauslagt hat, was sie jedoch ablehnt.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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