Markus Philipp Besserer von Talfingen [Obertalfingen Stadt Ulm] und Markus Tobias von Neubronner, Altbürgermeister, Mitglieder des geheimen Rats, Oberrichter und derzeit Herrschaftspfleger der Reichsstadt Ulm, bekennen, dass ihre Vorgänger als Herrschaftspfleger Markus Hieronimus von Welser und Franz Daniel von Neubronner am 30. März 1751 dem Wirt in Riedheim [Stadt Leipheim/Lkr. Günzburg] Georg Buck die dem Herrschaftspflegamt der Stadt Ulm unterstehende Taferne in Riedheim zu Erbrecht verliehen haben. Dazu gehören die Brauerei, Haus, Hofstatt, Stadel, Stallung, Schafstall und Garten im Dorf, 6 Jauchert Äcker und 6 Tagwerk Mahd. Außerdem ist ihm noch der nicht zu der Taferne gehörende halbe Burghof in Riedlingen verliehen worden. Diese Güter hat zuvor sein Vater Hieronimus Buck bewirtschaftet. Die Herrschaftspfleger bestätigen und erneuern nun die Verleihung ihrer Vorgänger. Georg Buck hat von jedem Jauchert Acker jährlich 2 Imi Ulmer Maß des Getreides, das darauf angebaut wird, sowie von der Taferne für Heugeld und Küchengült jährlich 4 Gulden und 52 Kreuzer zu entrichten. Das Getreide muss er nach Ulm in den Neuen Bau [ehemaliges städtisches Lagerhaus, Münsterplatz 47] liefern, das Geld dem Obervogt in Leipheim [Lkr. Günzburg] bezahlen. Bei Besitzveränderungen stehen dem Herrschaftspflegamt außerdem 10 % des Werts der Güter als Handlohn zu. Für die Verleihung an Georg Buck wurde der Handlohn auf 133 Gulden, den Gulden zu 16 Batzen gerechnet, festgelegt. Davon hat er 101 Gulden und 52 Kreuzer bar bezahlt. Die restlichen 40 Gulden wird er in jährlichen Raten zu 5 Gulden abtragen. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben oder unsachgemäßer Bewirtschaftung kann der Magistrat der Stadt Ulm die Güter wieder einziehen.