Wernher, Bischof zu Mimigardevord, schenkt dem Kloster S. Mariae ein Talent jährlicher Einkünfte, halb aus der Stadt Münster (prope civitatem nostram scilicet Monasterium), und halb aus dem Kirchspiel Havechisbecke (Havixbeck); ferner vermacht er, auf Bitten seines villicus Wulfhardus, den Anteil des Klosters an einer Mühle 'in loco nostro', wovon es bisher den dritten Teil besaß, bis auf die Hälfte, und schenkt demselben einen Zehnten aus der Villication Bernhards von Dülmen, einen zur Verwaltung des gedachten Wulfhardus gehörigen Zehnten von einem zu Sindwin gelegenen Hause des Klosters, und einen Zins von einem früher einem Priester Conrad gehörigen Hofe. 'in villa nostra' (Scil. Episcopui; d. h. auf dem Bispinghofe) Acta sunt hec a. dom. inc. MCXXXVII ind. XV. Zeugen (Auswahl): Heinricus majoris ecclesiae praepositus; Guntramnus decanus; Engelbertus praepositus (des alten Domes); Gerhardus magister scolarum; Adelbertus praepositus de Varlare; Otto Cappenbergensis praepositus; Otto ejusdem loci canonicus (der gewesene Graf von Kappenberg), Baldewinus abbas de Ciobernin; villicus Wulfhardus. Nach der Aufzählung der Zeugen wird noch nachträglich bemerkt: der mehrgenannte villicus Wulfhard habe, gegen einen Teil seines Allods, einen Ort bei der villa Telgit (Telgte) an dem Flusse Emesa eingetauscht, auf welchem eine Mühle gebaut werden könne und auch von Alters gestanden habe, und in Gegenwart der selben Zeugen zu seinem und seiner Mutter Seelenheil dem Kloster geschenkt.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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