Luetgebrune, Walter (Bestand)
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BArch N 1150
call number: N 1150
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> L
1918-1935
Geschichte des Bestandsbildners: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va., Bd. 9, S. 1-7 Rechtsanwalt
18. Febr. 1897 geboren in Ehrentrup/Lippe
1889 - 1898 Gymnasium in Lemgo
1898 - 1899 Millitär in Leipzig
1899 - 1902 Jurastudium an den Universitäten Tübingen, Berlin und Göttingen
1902 Referendarexamen am Oberlandesgericht Celle
1903 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Freiburg/Breisgau
1904 Reisen und Aufenthalt im Ausland
1904 - 1908 Juristische Vorbereitungszeit in Peine, Göttingen und Celle
1909 Rechtsanwalt in Göttingen
1929 - 1933 Rechtsanwalt in Hannover
1932 Oberster Rechtsberater der SA
1933 Rechtsanwalt in Berlin
1934 Verhaftung und Freilassung, Ehrengerichtsverfahren
Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt
1949 Zulassung als Anwalt am Obersten Landesgericht in München
21. Aug. 1949 gestorben in Mittenwald
Bestandsbeschreibung: Anwaltsakten aus Strafprozessen gegen Mitglieder rechtsradikaler Organisationen, u.a. im Zusammenhang mit dem Kapp-Putsch, der Organisation Consul und dem Hitler-Putsch. (Stand: 1977)
Der Nachlass Luetgebrune gelangte im März 1960 im Zuge von Aktenrückgaben aus Alexandria, Virginia/USA in das Bundesarchiv. Im August 1964 wurde der Nachlass von der Familie, mit der sich das Bundesarchiv in Verbindung gesetzt hatte, erworben.
Aus einem nur für amerikanischen Dienstgebrauch bestimmten Guide geht hervor, dass sich noch Papiere Luetgebrunes in den USA befinden.
Der Nachlass umfasst die Zeit von 1917 - 1934. Den überwiegenden Teil bilden die Unterlagen über die politischen Prozesse vom Ausgang des Ersten Weltkrieges bis zum Jahre 1933. Sie dokumentieren die Tätigkeit nationalsozialistischer „Opposition" in fast lückenloser Reihe: den Kapp-Putsch, die Ermordung Erzbergers und Rathenaus, das Attentat auf Scheidemann, die Aktionen der Organisation Consul, die Morde der Schwarzen Reichswehr, die von Angehörigen des Landvolks unternommenen Bombenattentate und die Vergehen der SA. Hervorzuheben sind auch die Unterlagen über die Kriegsverbrecherprozesse in Leipzig, den Prozess gegen die Marburger Studenten (der in Verbindung zum Kapp-Putsch steh), die Verfahren wegen Beleidigung des Reichspräsidenten Ebert (insbesondere der Magdeburger Prozess), einige Antisemiten-Prozesse sowie die Morde an Spartakisten durch Angehörige des Freikorps Lützow.
Bei den Verfahrensunterlagen wurde weitgehend die Luetgebrunesche Registraturführung beibehalten.
Zitierweise: BArch N 1150/...
18. Febr. 1897 geboren in Ehrentrup/Lippe
1889 - 1898 Gymnasium in Lemgo
1898 - 1899 Millitär in Leipzig
1899 - 1902 Jurastudium an den Universitäten Tübingen, Berlin und Göttingen
1902 Referendarexamen am Oberlandesgericht Celle
1903 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Freiburg/Breisgau
1904 Reisen und Aufenthalt im Ausland
1904 - 1908 Juristische Vorbereitungszeit in Peine, Göttingen und Celle
1909 Rechtsanwalt in Göttingen
1929 - 1933 Rechtsanwalt in Hannover
1932 Oberster Rechtsberater der SA
1933 Rechtsanwalt in Berlin
1934 Verhaftung und Freilassung, Ehrengerichtsverfahren
Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt
1949 Zulassung als Anwalt am Obersten Landesgericht in München
21. Aug. 1949 gestorben in Mittenwald
Bestandsbeschreibung: Anwaltsakten aus Strafprozessen gegen Mitglieder rechtsradikaler Organisationen, u.a. im Zusammenhang mit dem Kapp-Putsch, der Organisation Consul und dem Hitler-Putsch. (Stand: 1977)
Der Nachlass Luetgebrune gelangte im März 1960 im Zuge von Aktenrückgaben aus Alexandria, Virginia/USA in das Bundesarchiv. Im August 1964 wurde der Nachlass von der Familie, mit der sich das Bundesarchiv in Verbindung gesetzt hatte, erworben.
Aus einem nur für amerikanischen Dienstgebrauch bestimmten Guide geht hervor, dass sich noch Papiere Luetgebrunes in den USA befinden.
Der Nachlass umfasst die Zeit von 1917 - 1934. Den überwiegenden Teil bilden die Unterlagen über die politischen Prozesse vom Ausgang des Ersten Weltkrieges bis zum Jahre 1933. Sie dokumentieren die Tätigkeit nationalsozialistischer „Opposition" in fast lückenloser Reihe: den Kapp-Putsch, die Ermordung Erzbergers und Rathenaus, das Attentat auf Scheidemann, die Aktionen der Organisation Consul, die Morde der Schwarzen Reichswehr, die von Angehörigen des Landvolks unternommenen Bombenattentate und die Vergehen der SA. Hervorzuheben sind auch die Unterlagen über die Kriegsverbrecherprozesse in Leipzig, den Prozess gegen die Marburger Studenten (der in Verbindung zum Kapp-Putsch steh), die Verfahren wegen Beleidigung des Reichspräsidenten Ebert (insbesondere der Magdeburger Prozess), einige Antisemiten-Prozesse sowie die Morde an Spartakisten durch Angehörige des Freikorps Lützow.
Bei den Verfahrensunterlagen wurde weitgehend die Luetgebrunesche Registraturführung beibehalten.
Zitierweise: BArch N 1150/...
Luetgebrune, Walter, 1879-1949
157 Aufbewahrungseinheiten; 3,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ