Theyß Keßlar, B. zu Nürtingen, erneut zu Nürtingen im Turm gef., weil er seine frühere U.-Verschreibung, auch ein Gerichtsurteil, gebrochen hatte, indem er öffentlich Waffen getragen, offenen Zechen und Gesellschaften besucht, und den Verkehr mit dem ihm verbotenen Eheweib (bei der er nächtlicherweile aufgegriffen worden war) wieder aufgenommen, auch aufrührerische Reden gegen den Vogt zu Nürtingen, Meister Bernhard Gabler, geführt hatte, daselbst auch rechtlich beklagt, jedoch auf seine und die Bitten einiger aus der Bürgerschaft zu Nürtingen wieder begnadigt und unter der Bedingung freigelassen, dass die früheren Verschreibungen und Urteile weiterhin für ihn ihre verbindliche Kraft behalten sollen, dass er keine Waffen mehr trage, außer einem Brotmesser mit abgebrochener Spitze, alle offenen Zechen meide, sich zu jedermann friedfertig verhalte, auch vom Umgang mit der Ehefrau abstehe, endlich mit 200 fl bürge, gelobt eidlich, den Artikeln der Begnadigung nachzukommen (bei Androhung der Todesstrafe durch das Schwert im Übertretungsfalle) und schwört U. Er setzt der Herrschaft Württemberg zur Sicherheit sein auf 100 fl veranschlagtes liegendes und fahrendes Hab und Gut, außerhalb der Verfangenschaftsgüter seiner Kinder, sowie sein künftig zu erwerbendes Gut als Unterpfand ein und stellt 48 Bürgen auf. Bürgen (um 100 fl): die ehrsamen Jerg Butterolff, Konrad Lander, Theys Jakob, Jerg Krauß, Jerg Sayller, Theis Gloner, Balthuß Weber, Stefan Bader, Hans Kießar, Hans Haiden, Barthle Kuch, Hans Teuschlin, Hans Weißhar, Thoma Funck, Jerg Weißgerber, Jerg Bozenhart, Lenz Hyrt, Ulrich Rout, Jakob Franck, Wilhelm Weißhar, Martin Frey, Kaspar Schreyner, HansMauder, Lienhardt Henlin, Lenz Kraut, Zeir Gerber, Michael Sattler, Jerg Eißtrucker, Jung Heinrich Hoetzer, Mathiß Houptman, Martin Hoß, Gall Weber, Nißin Schlosser, Stefan Rout, Jerg Ada, Jerg Haida, Konrad Lebengir, Thoma Myeding, Broßin Nüßin, Hans Franck, Hans Braun, Kromhanns, Hans Graf, Blaßin Hyrt, Jerg Hyrt, Bastian Schott, Jerg Schlosser und Blaßin Schoch, alle B. zu Nürtingen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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