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Inventar der Stücke der Kunstkammer, die sich im Zimmer über dem Gemach der Fürstin von Mömpelgard befinden (Münzen, Metallplastiken, Gemälde, Intarsien, Antiquitäten, mathematische Instrumente, Naturalien u. a.)
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Inventar der Stücke der Kunstkammer, die sich im Zimmer über dem Gemach der Fürstin von Mömpelgard befinden (Münzen, Metallplastiken, Gemälde, Intarsien, Antiquitäten, mathematische Instrumente, Naturalien u. a.)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Kunstkammer (Kunstkabinett)
Kunstkammer (Kunstkabinett) >> 1. Inventare, Zugangs- und Abgabeverzeichnisse >> 1.1 17. Jahrhundert
Das von Antiquar (Daniel) Moser (1642-1690) geschriebene Inventar ist nach Lagerorten gegliedert, die Lagerorte und Objekte mit arabischen Ziffern nummeriert, allerdings nicht durchlaufend.
a) Objekte in oder auf dem Münzkasten; dem Kasten, "worinn daß Einhorn gewesen"; dem Kasten "zu den Goldmünzen"; auf dem Kristallkasten; auf dem Marmortisch; auf dem Kupferstichkasten; auf dem Gemäldekasten; auf dem Mineralkasten; auf dem Antiquitätenkasten; auf dem Kasten für die vierfüßigen Tiere; auf dem Kasten für die Meerestiere; auf dem Botanik-Kasten ("dem frembden Gewächs Kasten") und dem Schnecken-Kasten (Ort Nr. 1-14, Objekt Nr. 1-45, S. 41-43):
- Figuren und Kruzifixe aus Holz, Metall, Alabaster, Gips und Stein;
- Steingeschirr.
b) Objekte am Silbermünzkasten; neben dem Kasten, "wo daß Einhorn gewesen"; auf dem Goldmünzkasten; auf dem Kasten für das "Edelgestein-Geschirr"; am Kristallkasten; neben dem Steintisch; am Kupferstichkasten; am Gemäldekasten; am "Grießfaßkästlin"; am Mineralkasten; am Wachskasten; am Kasten für die vierfüßigen Tiere; am Kasten für die Meerestiere; am Botanik-Kasten; neben dem Schneckenkasten; im Vorgemach; im Kabinett "gegen der Rennbahn"; im andern Kabinett; im Nußbaumkasten im Münzgemach; im 1., 2., 5. und 7. Fach des Gemäldekastens; im Kristallkasten; in dem kleinen Kästlein bei den Schnecken (Ort Nr. 1-25, Objekt Nr. 1-326, S. 43-55):
- Gemälde auf Holz, Leinwand, und Metallblech sowie Grafiken (v.a. Kupferstiche) und Kalligraphie von Christoph Paudiss (ca. 1630-1666), Albrecht Dürer (1471-1528), Hans Holbein, Lucas Cranach, Raffael ("Raphael Urbin", 1483-1520), Christoph Jakob Klüpfel, (Matthäus) Merian, "Savery" (evtl. Salomon Savery, 1594-1678, vgl. A 20 a Bü 37), Johann Heiß ("Heuß"), Sebastian Stoßkopf (1597-1657), "Gisenbrecht", Johann Friedrich Gruber (vor 1655-1681), Daniel Preißler ("Preisel", 1627-1665), Johann Jakob Spiegler (vor 1602-1658), Friedrich Brentel (ca. 1580-1651) und "Gaßner";
- Figuren aus Gips und Alabaster;
- ein Brett- und ein Kartenspiel;
- Email, Papierschnitt, Glas- und Spiegelmalerei und -gravur, u.a. von Christoph Jakob Klüpfel;
- optische Geräte (Mikroskope, Fernrohre, Linsen, Glasprismen, Camera Obscura);
- Metall-, Zerr- und Brennspiegel;
- Geschirr aus Serpentinstein, Terra Sigillata, Holz, Horn, Alabaster, Elfenbein;
- Steingemmen;
- aus Holz und Elfenbein geschnitzte Kugeln, Gemmen, Skulpturen, Truhen, Pulverflaschen, Besteckmesser, Kunststücke sowie der Rosenkranz Herzog Eberhards im Bart.
NB: Marginale Verweise auf Stuttgart, Vaihingen, Tübingen, Rosenfeld, Urach, Tuttlingen, Nürtingen.
Zu den Gemälden vgl. W. Fleischhauer. Die Geschichte der Kunstkammer der Herzöge von Württemberg in Stuttgart. Stuttgart 1976, S. 71f, 91.
c) Objekte im Mineralkasten, im Antiquitätenkasten sowie in zwei chinesischen Körben (Lagerorte ohne Nummern, Objekt Nr. 327-452, S. 56-61):
- Mineralien und Fossilien;
- geschnitzte Kirschkerne;
- in Metall gravierte Porträts und Metallfiguren;
- Steingemmen, gerahmte Steine und in Stein geätzte Inschriften;
- Wachsbossierungen;
- ein aus Samen und Käferflügeln zusammengesetzter Männerkopf von Christoph Jakob Klüpfel;
- Glasmalerei;
- türkische Löffel und Tabakspfeifen, chinesische Bücher, Fächer und andere exotische Objekte;
- Modelle;
- ein Jagdhorn;
- exotisches Geschirr aus Leder, Perlmutt und anderen Materialien;
- archäologische Funde aus Baden-Baden, außerdem antike Fibeln, Schüsseln, Phalli, Steine, Urnen und andere Objekte aus Metall und Steingut;
- Korallen.
NB: Marginale Verweise auf Vaihingen, Urach, Neuenbürg, Neuenstadt, Nürtingen, Schorndorf, Rosenfeld. d) Objekte "auf dem mittleren Repositorio" und an ungenannten Orten (Lagerorte ohne Nummern, Objekt Nr. 1-49, 1-27, dazwischen Objekte ohne Nummer, S. 61-64):
- Bücher, Kupferstiche (u.a. von Albrecht Dürer) und Zeichnungen, darunter eine Darstellung des Laufs des großen Kometen von 1680 aus der Hand des württembergischen Bauverwalters (Johann Konrad) Schuckardt (1648-1725).
NB: Marginale Verweise auf Möckmühl.
e) Objekte ohne Angabe des Lagerorts (Objekt Nr. 1-59, S. 64-66):
- mathematische, nautische und astronomische Instrumente (u.a. Zirkel, Kompasse, Sonnenuhren);
- Miniaturkanonen;
- in Silber gestochene oder getriebene Bildnisse, Silberfiguren.
NB: Marginale Verweise auf Möckmühl, Rosenfeld.
f) Objekte ohne Angabe des Lagerorts (z. T. am Rand hinzugefügt: 'Rosenfeld') (Objekt Nr. 1-50, S. 66-68):
- in Silberplatten gravierte Porträts;
- menschliche, zoologische und botanische Präparate (u.a. von den Inseln Banda und Java);
- Fossilien ("Riesenzähne"), Mineralien und Edelsteine.
NB: Marginale Verweise auf Nürtingen, Rosenfeld.
g) Weitere Objekte, Randnotiz "Nürtingen: B" (Objekt Nr. 1-22, S. 68-69):
- Reliquien und Pilgersouvenire (u.a. ein Stück Leder von einer Alpirsbacher Kirchentür; Zähne von den Stiftern des Klosters Lorch; Steine vom Berg Sinai, vom Berg Zion, vom Tal Josaphat, von Moses' Brunnen, aus dem Wadi Kidron, aus der Wüste Johannis des Täufers, vom Berg Libanon, vom Grab Till Eulenspiegels in Mölln und vom Berg Ätna; Pech aus Sodom und Gomorrha, ein Stück Holz von Francis Drakes (1540-96) Schiff - vgl. A 20a Bü 4 fol. 118-124 sowie A 20a Bü 6 S. 29-44);
h) Weitere, kürzere Objektlisten mit unklaren oder widersprüchlichen Ortsangaben (S. 69-83):
- Mineralien und Fossilien;
- Steingeschirr;
- wissenschaftliche Instrumente;
- Kupferplatten und Kupferstiche;
- Glasmalerei;
- menschliche, zoologische und botanische Präparate;
- präparierte Meeresfische, Korallen, Schwämme, Muscheln und Schnecken;
- indianische Waffen (u.a. Federschilde, Bögen, Spieße).
NB: Marginale Verweise auf Nürtingen, Neuffen, Schorndorf, Maulbronn.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.